Die ADAC Rallye Erzgebirge war der erwartet harte Auftakt für die Teilnehmer der DRM Nationals. Schnelle Rundkurse, bergige und kurvenreiche Passagen sowie unterschiedliche Fahrbahnbeläge verlangten den Fahrern und ihren Fahrzeugen alles ab. Schnellster Pilot nach zwölf Wertungsprüfungen war wie im vergangenen Jahr Walter Gromöller im Opel Ascona 400. Der Routinier hatte mit Beifahrer René Meier den Freitag auf Platz zwei beendet, gewann am Samstag aber alle Wertungsprüfungen und machte damit den erneuten Erfolg in Sachsen klar.
„Der Freitag begann gut, aber auf dem Rundkurs haben wir dann sehr viel Zeit verloren. Der Samstag lief ideal, auch wenn wir gleich morgens ein Aha-Erlebnis hatten. Plötzlich war der Grip weg und wir machten einen High-Speed-Ausflug ins Gelände. Glücklicherweise ist dem Auto nichts passiert. Es hat wieder unheimlich viel Spaß gemacht und das lag vor allem an den traumhaften Fans im Erzgebirge. Sie haben uns an den Strecken zugejubelt, beim Start, sogar auf dem Serviceplatz – es war der Wahnsinn. Da hatte man manchmal Tränen in den Augen“, verriet Walter Gromöller.
Markus Roch und Raphael Eckel wurden im Subaru Impreza WRX STI mit einem Rückstand von 15,1 Sekunden Zweite. Nach einem starken Auftritt am Freitag hatte das Fahrer-Duo die Führung übernommen, konnte sie am Samstag jedoch nicht verteidigen. Markus Roch: „Wir waren am Freitag gut bei der Musik dabei. Leider hatten wir am Ende einen Dreher, sonst wäre der Vorsprung noch größer gewesen. Am Samstag konnten wir auf den schnellen Passagen nicht mehr mithalten. Wir waren leistungsmäßig einfach unterlegen und hatten zudem ab WP sieben massive Bremsprobleme. Deshalb sind wir froh, das Ziel mit einem guten Ergebnis erreicht zu haben.“
Den dritten Podiumsplatz sicherten sich Ken Milde und Aaron Jungnickel (Citroën DS3 R5) und waren von der Rallye sowie den Fans begeistert. Ken Milde: „Das war eine Mega-Veranstaltung. Es gab High-Speed-Passagen, enge Kurven, Spitzkehren, verschiedene Fahrbahnbeläge - da war alles dabei, was das Rallye-Herz begehrt. Dazu gehören auch die Fans in dieser Region, die einmalig sind. Sie winken einem auf der Landstraße zu, wenn man zu einer Prüfung fährt. Sie feiern uns an den Strecken und überall wird man warmherzig begrüßt. Wir haben in WP drei bei einem Abflug viel Zeit verloren, konnten am Samstag aber aufholen, auch weil uns die Fans so gepusht haben.“
Andreas Dahms und Paul Schubert beendeten den Auftakt der Breitensportserie bei der ADAC Rallye Erzgebirge im Porsche 911 auf Rang vier. „Wir hatten Probleme mit den Reifen und sind am Freitag sogar mit Regenreifen gefahren, um mehr Haftung aufzubauen. Bei den Schotterprüfungen konnten wir Zeit gut machen, aber für einen Spitzenplatz hat es nicht ganz gereicht. Es fehlt uns einfach an Leistung, aber wir werden uns etwas einfallen lassen, um das zu kompensieren“, versprach Andreas Dahms.


