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DRM·25.6.2026

Schwarze Cap, pinker Hase und ein Herz-Tattoo: Die Glücksbringer der DRM-Piloten

Ein pinker Hase an der Beifahrertasche, Socken mit Kinderfotos unter der feuerfesten Kleidung oder ein Herz auf dem Handgelenk, kurz vor dem Start aufgemalt von einer Tochter. Die Glücksbringer der DRM-Piloten sind so verschieden wie die Fahrer selbst, aber kaum einer geht ohne sie an den Start.

Titelverteidiger Marijan Griebel trägt seit zwei Jahren einen Schutzengel bei sich. Der kam aus einer Spendenaktion und fährt seitdem in jedem seiner Autos mit, privat wie im Wettbewerb. Felix Schumann vertraut auf einen kleinen Löwen im Cockpit – ein Geschenk seiner Frau. Sein Bruder Max setzt dagegen auf einen Wackeldackel, der bereits seit 2016 in der Werkzeugkiste seinen festen Platz hat. Bei Anna Niebäumer darf der pinke Hase an der Beifahrertasche nicht fehlen, während ihr Bruder Karl Otto niemals ohne seine schwarze Cap an den Start geht.

Philip Geipel trägt seine Kinder als Collage auf dem Helm und am Handgelenk ein Herz, das ihm seine Tochter vor der Abreise aufgemalt hat. © Foto: ADAC

Für andere steht die Familie im Mittelpunkt. Philip Geipel trägt seine Kinder in Form einer Collage auf dem Helm immer bei sich. Dazu kommt ein kleines Herz auf seinem Handgelenk, das ihm seine Tochter vor der Abreise aufgemalt hat. Markus Roch hat ebenfalls seine Familie stets dabei, in Form von Socken mit den Gesichtern seiner Kinder unter der feuerfesten Kleidung. Kilian Nierenz schöpft vor dem Start zusätzliches Vertrauen aus dem engen Austausch mit seiner Beifahrerin, die zugleich seine Freundin ist.

Neben den persönlichen Glücksbringern spielen auch feste Abläufe vor einer Wertungsprüfung eine wichtige Rolle. Während Griebel seine Startprozedur vom Luftdruckcheck bis zum Aktivieren des Stage-Modus nahezu automatisiert abspult, schaut Julius Tannert vor dem Start häufig noch einmal Onboard-Aufnahmen an, nachdem er morgens mit einigen Liegestützen den Kreislauf in Schwung gebracht hat.

Feste Rituale sind für fast alle DRM-Piloten ein wichtiger Teil: Karl Otto Niebäumer geht beim Umziehen noch einmal alle Prüfungen im Kopf durch und klatscht anschließend mit seinem Team ab. Bei Anna Niebäumer gehört das gemeinsame Abklatschen nach dem Service-Out ebenso dazu wie der kurze Moment mit ihrem Bruder im Cockpit vor jeder Wertungsprüfung. Max Schumann zieht grundsätzlich zuerst den linken Handschuh an, während Felix Schumann zuerst in die rechte Socke und anschließend in den rechten Schuh schlüpft. Kurz vor dem Start gibt es dann noch ein letztes Abklatschen mit dem Team und einen Kuss von Ehefrau Dunja.

Kilian Nierenz schöpft vor dem Start zusätzliches Vertrauen aus dem engen Austausch mit seiner Beifahrerin, die zugleich seine Freundin ist. © Foto: ADAC

Markus Roch folgt am Rallye-Wochenende ebenfalls einem festen Rhythmus: gemeinsamer Aufbau des Serviceplatzes, Abendessen mit dem Team und kurz vor dem Start eine bewusste Stunde Ruhe für sich allein. Kilian Nierenz ist absolut strukturiert. Er kontrolliert noch einmal Unterlagen und Ausrüstung und nimmt sich Zeit, um fokussiert in die Prüfungen zu gehen.

Ob pinker Hase, Kinderfoto oder Lieblingscap – manchmal sind es gerade die kleinen Dinge, die auf dem Weg zum großen Erfolg eine wichtige Rolle spielen.