Das Schotterfinale in der Lausitz war für die DRM Nationals die letzte große Herausforderung dieser Saison. Acht Wertungsprüfungen über knapp 147 Kilometer verlangten den Teams und ihren Fahrzeugen alles ab. Paul Knüpfer und Stine Schmidt bewiesen im Opel Astra G OPC trotz einiger technischer Probleme großen Kampfgeist und feierten bei der Lausitz Rallye ihren ersten Saisonsieg. Damit sicherten sie sich zudem den dritten Platz in der Gesamtwertung der Breitensportserie.
„Ich musste mich bei meiner ersten Schotterrallye total umstellen. Man kann später bremsen, denn man schiebt den Dreck als Puffer vor sich her. In die Kurven geht es schneller hinein, weil man das Auto stark rutschen lässt“, erklärte Paul Knüpfer. Doch der Untergrund hatte auch seine Tücken. „Mit unserem Zweiradantrieb kamen wir kaum aus den tiefen und sandigen Löchern heraus und blieben zu Beginn sogar stecken. Am Freitag ging auch noch die Benzinpumpe kaputt, die wir aber über Nacht reparieren konnten. Am Samstag lief es dann richtig rund. Wir sind Bestzeiten gefahren und hatten viel Spaß. Dieser Sieg und der dritte Platz in der Meisterschaft der DRM Nationals sind ein toller Erfolg“, freute sich Knüpfer.
Matthias Karlowski und Co-Pilot Michael Wagner beendeten die Lausitz Rallye im Opel Ascona 2000 auf dem zweiten Rang. „Paul war heute einfach stärker als wir und hat verdient gewonnen. Wir sind als Schotter-Neulinge stolz darauf, gut durchgekommen zu sein“, räumte Matthias Karlowski ein und verriet sein Erfolgsrezept. „Man muss mit extrem viel Schwung in diese tiefen Spurrillen fahren, sonst bleibt man stecken, was uns glücklicherweise nicht passiert ist. Zudem gelten ganz andere Bremspunkte, und man muss den Wagen vor den Kurven anders positionieren als auf festem Untergrund. Meine Schottererfahrung habe ich jedenfalls um 100 Prozent erweitert. Besonders begeistert haben mich die vielen tollen Fans in der Lausitz. Sie stehen dem Rallyesport sehr aufgeschlossen gegenüber, und wir haben ihnen gezeigt, dass auch wir Hobbyfahrer wie die Profis kämpfen und auf hohem Niveau fahren können.“
