DRM·20.8.2023

Gaststarter Kessel überrascht / Hamadeh-Spaniol weiter vorn

Ein turbulentes Rallye-Wochenende erlebten die Teilnehmer der DRM Nationals bei der ADAC Saarland-Pfalz Rallye. Bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad Celsius ging es auch auf den zehn Wertungsprüfungen rund um St. Wendel hitzig zu. Einige Male mussten die Prüfungen nach Unfällen kurz unterbrochen werden. Für eine große Überraschung sorgte Gaststarter Johannes Kessel. Zusammen mit Co-Pilot Hans-Peter Loth gewann er im BMW E46 M3 die DRM Nationals und jubelte am Samstagabend vor den Fans auf dem Schloßplatz in St. Wendel über seinen Sieg. Tarek Hamadeh-Spaniol im Citroën C2 Challenge steht vor dem Finale in Stemwede auf Platz eins der Gesamtwertung.

Er kam, sah und siegte – bei seinem ersten Start im Rahmen der DRM beeindruckte der aus Haßmersheim stammende Johannes Kessel die Konkurrenz. Im BMW E46 M3 gewann er sieben der zehn Wertungsprüfungen, die teilweise auf Asphalt, teilweise auf Schotter stattfanden. Eine zweitbeste und zwei drittbeste Zeiten belegen die hohe Konstanz des Duos und waren der Schlüssel zum Erfolg. „Es war wegen der hohen Temperaturen sehr anstrengend. Fast 30 Grad sind nicht nur für mich und meinen Co-Pilot brutal, auch für das Auto ist das eine echte Herausforderung. Da muss man die Öltemperatur und die Bremsen gut im Auge behalten. Es hat geschlaucht, aber sehr viel Spaß gemacht. Die Fans waren auch unglaublich. Die sorgten für ordentlich Stimmung. Wir sind total happy“, sagte Kessel. Den zweiten Platz sicherten sich Walter Gromöller und Linus Noll im Opel Ascona. Ihnen folgten im Porsche 911 Andreas Dahms mit Beifahrer Paul Schubert.

Tarek Hamadeh-Spaniol bleibt Gesamtführender der DRM Nationals 2023 © Foto: ADAC

In der Klasse NC3 feierten Jürgen Schumann und Marco Glasen im Ford Escort RS 2000 ihren Erfolg. Zweite wurden Andreas Heiser und Nora Michels in einem Opel Astra F GSI. Auf Rang drei beendeten Axel Schütt und Klaus Finke im Ford Escort RS die ADAC Saarland-Pfalz Rallye.

Tarek Hamadeh-Spaniol gewann die Klasse NC4 und bleibt somit Gesamtführender der DRM Nationals 2023. Zusammen mit Co-Pilotin Ann-Kathrin Mergen überzeugte der Saarbrücker bei seinem Heimspiel im Citroën C2 Challenge und gewann bis auf die ersten drei Wertungsprüfungen alle übrigen, inklusive der Power-Stage. Der Meisterschaftsanwärter: „Die Rallye begann turbulent, da wir am Freitag gleich zweimal wegen Unfällen anhalten mussten. Dementsprechend hatten wir zunächst einen größeren Rückstand zu unserem Klassenkonkurrenten Fabian Schulze. Auch wenn wir eine Zeitgutschrift erhielten, betrug der Abstand zur Spitze immer noch rund 14 Sekunden. Am Samstag haben wir uns dann langsam herangekämpft. Leider hatte Fabian einen Unfall und wir konnten unseren wirklich spannenden Fight nicht fortsetzen. Der Weg war dann frei und wir gewannen die Klasse und konnten somit den Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. Wir freuen uns auf das Finale am Stemweder Berg. Die Ausgangslage, als Führender in den letzten Lauf zu gehen, ist sehr gut.“ Hinter Hamadeh-Spaniol folgen auf Platz zwei der Gesamtwertung Andreas Dahms und Paul Schubert mit dem Porsche 911.

Hat noch Chancen auf den Gesamtsieg: Andreas Dahms im Porsche 911 © Foto: ADAC

Die DRM Nationals sind aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeuge in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt, in denen je nach Platzierung Punkte vergeben werden. Diese Zähler sind klassenübergreifend entscheidend für die Gesamtwertung.