Zweiter Saisonsieg für Porsche-Duo in ADAC GT4 Germany. Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson mit Platz zwei im BMW. Marius Schmid im Mercedes-AMG bester Rookie.
Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) sind die großen Gewinner des Sonntagsrennens der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Mit einem souverän herausgefahrenen Laufsieg übernahm das Porsche 718 Cayman GT4-Duo nicht nur die Tabellenspitze im ADAC Championat, sondern auch die Favoritenrolle für die restlichen zwei Rennwochenenden der Saison. Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) erkämpften im BMW M4 GT4 die zweite Position. Das Podium komplettierten beim Klassiker in der Eifel Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.
An der Spitze des Sonntagrennens ging es wieder einmal richtig bunt zu. Zu Rennbeginn lag zunächst Pole-Setter Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vorne, gefolgt von Berndt im Porsche und Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4. Doch nach rund zehn Rennminuten überholten in direkter Abfolge sowohl Berndt als auch Schwartz den Aston Martin. Dahinter beendeten Porsche-Pilot Gabbay sowie Sylvestersson im BMW die erste Rennhälfte auf den weiteren Position.
Die Phase der Boxenstopps brachte dann die nächsten Positionsverschiebungen. Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, setzte sich direkt vor Gogolloks Partner Jan Philipp Springob (25/Olpe) und konnte im Anschluss sofort auch Lucas Cartelle (18/BEL) überholen, der für Schwartz in den Toyota gestiegen war. Auch Maximilian Schreyer, der Gabbay im Porsche ersetzt hatte, fand sich nach den Stopps vor Springob wieder. Wenig später holte der junge Hesse dann auch von Cartelle die dritte Position. Cartelle musste sich im weiteren Rennverlauf schließlich noch Springob im Aston Martin geschlagen geben.
Davon unbeeindruckt blieb Berndts Partner Lachlan Robinson in der zweiten Rennhälfte unangefochten in Führung und fuhr mit einem Vorsprung von über vier Sekunden zum Sieg, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Hinter Piana/Sylvestersson, Gabbay/Schreyer sowie Gogollok/Springob reichte es für Cartelle/Schwartz am Ende nicht für Rang fünf, da in der letzten Runde auch noch der BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) den Toyota überholte.
Siebte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor ihren Mercedes-AMG-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid konnte sich somit auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Erfolg in der PRO-AM-Wertung ging an das Porsche-Duo Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (20/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport).
Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport: „Unser nächster Sieg in der ADAC GT4 Germany ist wirklich ein tolles Resultat. Doch da wir direkt nachhause fahren, können wir nicht großartig feiern. Sicherlich ist die Tabellenführung ein super Zwischenstand, alles kann sich aber schnell wieder ändern. Wir schauen von Rennen zu Rennen und geben unser Bestes. Der Sachsenring kann also kommen.“
Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport: „Der Sieg fühlt sich richtig gut an, insbesondere da der Tag gestern nicht so endete, wie wir es gewünscht hätten. Denny hat heute wieder einen klasse Job gemacht, somit musste ich das Auto eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Das ist mir gelungen.“
Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Wir versuchen schon die ganze Saison, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Doch zumeist ist ein Konkurrent schneller. Somit bin ich nicht sonderlich glücklich. Das Team hat aber eine perfekte Taktik in Bezug auf den Boxenstopp angewandt, sodass ich direkt auf meiner Outlap attackieren konnte.“
Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport: „Mit Platz zwei konnten wir das Wochenende versöhnlich beenden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mein Start war ganz gut, doch danach steckte ich etwas im Verkehr. Wir hatten einen guten Boxenstopp und konnten dadurch Positionen gewinnen. Gabriele hat das Rennen klasse zu Ende gefahren. Das Auto fühlte sich zudem richtig gut an.“
Alon Gabbay – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Ich freue mich sehr über das Podium. Ich habe in meinem Stint richtig Gas gegeben. Danach hat auch Maxi alles gegeben und den Toyota überholt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“
Maximilian Schreyer – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehen. Das Team hat dafür mega hart gearbeitet. Auch Alon war heute super aufgelegt. Als ich ins Auto stieg, konnte ich direkt am Toyota vorbeifahren. Auf dem Sachsenring wollen wir an diese Leistung anknüpfen.“


