ADAC Formel 4

ADAC Formel 4·28.12.2022

Fakten zur ADAC Formel 4-Saison 2022

Die ADAC Formel 4 bot den Fans und Zuschauern 2022 packende Rennaction und lieferte interessante Fakten: Ein Blick in die Statistiken der ADAC Formel 4 mit ihren sechs Stopps in drei verschiedenen Ländern.

Die ADAC Formel 4 ist weiterhin ein Sprungbrett für internationale Nachwuchsfahrer. 32 Piloten aus 21 verschiedenen Nationen gingen bei den 18 Saisonrennen an den Start. Italien stellte mit vier die meisten Fahrer. Deutschland schickte mit Valentin Kluss (15/Bad Mergentheim/PHM Racing), Jonas Ried (17/Ehingen/PHM Racing) und Chris Rosenkranz (16/Baabe/BWR Motorsport) drei Nachwuchsfahrer ins Rennen.

32 Piloten aus 21 verschiedenen Nationen gingen bei den 18 Saisonrennen der ADAC Formel 4 2022 an den Start © Foto: ADAC

Sechs verschiedene Fahrer ließen sich in der vergangenen Saison als Sieger feiern. Mit neunmal Platz eins stand der Italiener Andrea Kimi Antonelli (16/Prema Racing) am häufigsten auf der obersten Stufe des Podiums. Taylor Barnard (18/GBR/PHM Racing) fuhr seine fünf Erfolge alle in der zweiten Saisonhälfte ein. Rafael Camara (17/BRA/Prema Racing), Conrad Laursen (16/DNK/Prema Racing), James Wharton (16/AUS/Prema Racing) und Nikita Bedrin (16/ITA/PHM Racing) feierten jeweils einen Sieg.

Mit neunmal Platz eins stand der Italiener Andrea Kimi Antonelli (16/Prema Racing) am häufigsten auf der obersten Stufe des Podiums © Foto: ADAC

Die ADAC Formel 4 hat in der Saison 2022 erstmals einen nachhaltigen Kraftstoff in den Turbomotoren von Abarth verwendet. Der exklusiv von Shell für das ADAC GT Masters und die weiteren ADAC-Serien entwickelte Kraftstoff besteht aus 50% erneuerbaren Komponenten. Die ADAC Formel 4 legte mit dem Sprit 36.840 Kilometer im freien Training, Qualifying und den Rennen zurück.

Der Deutsche Kluss war mit 15 Jahren der jüngste Pilot beim Saisonfinale am Nürburgring. Mit Rasmus Joutsimies (Jenzer Motorsport) kam der älteste Pilot mit 19 Jahren aus Finnland. Das Durchschnittsalter beim letzten Saisonstopp in der Eifel betrug 16,64 Jahre.

Formel-1-Flair in der ADAC Formel 4: Gleich drei Söhne von ehemaligen F1-Piloten starteten 2022 zum ersten Mal. Charlie Wurz (17/AUT/Prema Racing) trat in die Fußstapfen seines Vaters. Der ehemalige Formel-1-Pilot Alex Wurz begleitete seinen Sohn zu den Rennen. Luca Badoer schickte seinen Nachwuchs Brando Badoer (16/ITA/Van Amersfoort Racing) in die ADAC Highspeedschule. Der Italiener hat unter anderem Grand-Prix-Starts für Ferrari auf seinem Konto. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi besuchte in Hockenheim und Zandvoort die Rennen der Talentschmiede. Sein Sohn Emerson Fittipaldi jr. (BRA/Van Amersfoort Racing) zählte mit 15 Jahren zu den jüngsten Piloten im Fahrerfeld.

Der ehemalige Formel 1-Fahrer Luca Badoer schickte seinen Nachwuchs Brando Badoer (16/ITA/Van Amersfoort Racing) in die ADAC Highspeedschule © Foto: ADAC

Auch in diesem Jahr stiftete der exklusive Reifenpartner Pirelli attraktive Sachpreise für die Gewinner des Pirelli Pole Position Awards. Unter anderem nahmen die Nachwuchspiloten Longboards und Action-Kameras in Empfang. Champion Antonelli räumte siebenmal die Auszeichnung ab. Barnard genoss dreimal die freie Sicht auf Kurve eins, Camara begann zweimal ein Rennen vom vordersten Startplatz.

Erneut präsentiere sich die ADAC Highspeedschule als internationale Serie: Neun Teams aus fünf verschiedenen Ländern kämpften um die Teamwertung. Mit BWR Motorsport, PHM Racing und US Racing stammten drei Teams aus Deutschland. Italien wurde durch Iron Dames und Prema Racing mit zwei Rennställen vertreten. Das Familien-Team von Sauter Engineering sowie Jenzer Motorsport repräsentierten die Schweiz. R-ace GP (Frankreich) und Van Amersfoort Racing aus den Niederlanden rundeten das Line-up ab.

Neun Teams aus fünf verschiedenen Ländern kämpften 2022 in der ADAC Formel 4 um die Teamwertung © Foto: ADAC

Antonelli sicherte sich zwölf Podiumserfolge und lag auch in dieser Statistik auf dem ersten Platz. Vizemeister Barnard durfte zehnmal zur Siegerehrung, Camara neunmal. Insgesamt kletterten zwölf verschiedenen Fahrer aus elf Nationen auf das Siegerpodest.

Frauenpower durch Maya Weug (NED/Iron Dames): Die 18-Jährige startete auf den aktuellen Formel-1-Strecken in Spa-Francorchamps und Zandvoort. Bei ihrem Heimrennen in den Niederlanden belegte sie im ersten Rennen den neunten Platz.

Frauenpower: Die 18-jährige Maya Weug (NED/Iron Dames) startete in Spa-Francorchamps und Zandvoort © Foto: ADAC

Sieben verschiedene Fahrer drehten 2022 die schnellste Rennrunde. Mercedes-Junior Antonelli führte auch diese Statistik mit neun Bestzeiten an. Barnard, Camara und Wharton gelang das Kunststück jeweils zweimal. Laursen, Bedrin und Ried trugen sich mit einer schnellsten Runde in die inoffizielle Wertung ein.

Ferrari Driver Academy-Pilot Camara gab nicht nur sein Debüt in der Nachwuchsserie des ADAC, sondern auch im Formelsport. Deshalb sammelte er zusammen mit neun weiteren Piloten zusätzlich Punkte für die Rookiewertung. Im letzten Saisonrennen am Nürburgring krönte er sich vor Joutsimies zum neuen Rookie-Champion und holte insgesamt elfmal die volle Punkteausbeute von 25 Zählern.

Ferrari Driver Academy-Pilot Rafael Camara krönte sich am Nürburgring zum neuen Rookie-Champion © Foto: ADAC

Durch seine neun Rennsiege liegt Antonelli nun in der ewigen Bestenliste der ADAC Formel 4 auf dem dritten Platz. Damit verdrängte er den Deutschen Marvin Dienst (acht Siege) vom bisherigen Bronzerang. Joey Mawson (AUS), Champion der Saison 2016, bleibt mit insgesamt 15 saisonübergreifenden Siegen weiterhin Erster. Lirim Zendeli (DEU) kommt auf 13 Erfolge.

Beim zweiten Saisonstopp am Hockenheimring Baden-Württemberg schrieb Antonelli Geschichte: Erstmals nach dem Norweger Dennis Hauger 2019 schaffte es ein Fahrer, alle drei Rennen an einem Wochenende zu gewinnen.

Der Champion Andrea Kimi Antonelli gewann beim zweiten Saisonstopp am Hockenheimring Baden-Württemberg alle drei Rennen © Foto: ADAC

Im Rahmen des ADAC GT Masters beobachteten in Zandvoort die Zuschauer den knappsten Zieleinlauf des Jahres: Laursen überquerte die Ziellinie im zweiten Sonntagsrennen nur 0,058 Sekunden vor seinem Teamkollegen Antonelli. Den größten Vorsprung verbuchte Antonelli: Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps sah er im zweiten Saisonlauf 11,947 Sekunden vor Camara die Zielflagge.