Zweimaliger Champion Larry ten Voorde hat vor den beiden Rennen auf dem Nürburgring 28 Punkte Vorsprung auf Verfolger Harry King. Talent-Pool-Fahrer Theo Oeverhaus führt die Rookie-Wertung an. An der Spitze der ProAm-Tabelle steht der Bulgare Georgi Donchev.
Zum vierten Saisonlauf gastiert der Porsche Carrera Cup Deutschland am kommenden Wochenende (4. bis 6. August 2023) auf dem Nürburgring. Das 32 Porsche 911 GT3 Cup starke Teilnehmerfeld absolviert auf der Kurzvariante der Grand-Prix-Schleife am Samstag und am Sonntag jeweils ein Rennen über rund 30 Minuten. Zu den Favoriten zählt Tabellenführer Larry ten Voorde: Der zweimalige Carrera-Cup-Champion aus den Niederlanden feierte in der Eifel in der zurückliegenden Saison einen Sieg.
„Auf der 3,6 Kilometer kurzen Variante des Grand-Prix-Kurses werden die Rundenzeiten noch dichter zusammenliegen als sonst. Das wird besonders im Qualifying sicher stressig. Aber auch wenn es im Zeittraining nicht optimal läuft – die Strecke bietet gute Überholmöglichkeiten. Man kann also im Rennen Plätze gutmachen“, blickt Larry ten Voorde voraus, der aktuelle Tabellenführer des Porsche Carrera Cup Deutschland. Der Niederländer aus dem Team GP Elite, der in der laufenden Saison bereits drei Siege feierte, setzt sich selbst nicht unter Druck. „Natürlich will ich, wie 2022, mindestens ein Rennen gewinnen. Aber ich habe 28 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten – damit stehen eher meine Verfolger unter Zugzwang.“
Genau diese 28 Punkte liegt Harry King zurück. Der Brite hat im 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup dieses Jahr bereits einmal gewonnen. „Ich fahre zum ersten Mal ein Rennen auf dem Nürburgring, den ich nur von den Testfahrten des Porsche Carrera Cup Deutschland kenne. Dabei hat es geregnet, das kam meiner Vorbereitung nicht entgegen“, erläutert der Fahrer des Teams Allied-Racing. „Mein primäres Ziel ist trotzdem, den Abstand zu Larry zu verringern.“
Bei den verbleibenden zwei bereits absolvierten Rennen siegte jeweils Loek Hartog. Doch der Zwei-Meter-Mann, der ebenfalls für das Team GP Elite an den Start geht, schien zuletzt etwas außer Form. „Ich weiß auch nicht genau, wieso es ausgerechnet bei meinem Heimspiel in Zandvoort so schlecht lief“, sinniert der Niederländer, der sich vor eigenem Publikum mit einem fünften und einem elften Rang begnügen musste und dadurch die Tabellenführung einbüßte. „Ich hoffe, auf dem Nürburgring finde ich zurück zu alter Form. Die Strecke liegt mir – ich will wieder um eine Podiumsplatzierung kämpfen.“
Mit zwei zweiten Plätzen in Zandvoort hat sich Porsche-Junior Bastian Buus dichter an die Spitzengruppe herangearbeitet. „Nach ein paar Problemen zu Saisonbeginn läuft es jetzt richtig gut. Ich mag den Nürburgring, die Rennen dort sind immer spannend. Vielleicht gelingt mir ja mein erster Saisonsieg“, gibt sich der 20 Jahre junge Däne optimistisch.

