Bis zu knapp 100 Jahre alte Oldtimer im Saarland unterwegs. Ausgewählte Stopps mit Moderation für Zuschauer.
Raritäten auf vier Rädern: Vom 27. bis 30. Mai 2026 wird das Saarland erneut zur Bühne für automobile Geschichte. Nach über einem Jahrzehnt kehrt die ADAC Deutschland Klassik in die Region zurück. Insgesamt 21 Marken sind auf der ADAC Oldtimer-Wanderung vertreten. Oldtimer-Fans, Carspotter und Interessierte können das „rollende Museum“ an mehreren Stationen hautnah erleben. In der Fußgängerzone in Merzig, an der Villeroy & Boch Welt und am Hochwälder Wohlfühlhotel stellt ein fachkundiger Moderator und Oldtimer-Experte Interessierten die einfahrenden Klassiker vor.
Das älteste „Schnauferl“ der ADAC Deutschland Klassik 2026 ist der Chevrolet Independence Phaeton aus dem Jahr 1930 von Robert und Gabi Braun. Der offene Tourer bildet den würdevollen Auftakt eines Starterfeldes, das sich wie ein lebendiges Geschichtsbuch entfaltet. Zwischen ihm und dem jüngsten Oldtimer, dem Mercedes-Benz SL 280 (R 129) von Bernd Kurzweg und Jürgen Hieke, liegen knapp sieben Jahrzehnte – eine Zeitspanne, die zeigt, wie vielfältig sich Automobilgeschichte entwickelt hat.
Einer der wohl begehrtesten und exklusivsten Klassiker der 1950er Jahre ist das BMW 503 Cabriolet von 1957, gefahren von Manfred Feldhaus und Monika Brochtrup. Lediglich 139 dieser Cabrios wurden zwischen 1956 und 1960 in Handarbeit gefertigt und damit nur knapp mehr als die Hälfte der Stückzahl des BMW 507. Ebenfalls selten ist der Tatra 603 von 1965, den Hans‑Karl Jahn und Gabriele Fiedler pilotieren. Der stromlinienförmige Bolide mit seinem luftgekühlten V8-Motor im Heck des Wagens hebt sich deutlich von anderen Pkw ab und ist ein absoluter Exot, der selbst Kenner überrascht.
Über einen Heckmotor verfügt auch der Renault 10 Major aus dem Jahr 1967 von Andreas Jakoby und Eveline Tauer. Der „Kleine mit der großen Nase“ erinnert mit seinem charakteristischen Vorderbau an die charmante Eigenwilligkeit französischer Kompaktwagen jener Zeit. Einen Blick in die jüngere Klassikerwelt erlaubt der BMW Z1 Roadster (E30Z) von 1990, gefahren von Eberhard und Susanne Henkel. Dessen in den Seitenschwellern versenkbaren Türen gehören zu den spektakulärsten Konstruktionen der jüngeren Vergangenheit und erlauben das Fahren mit offener „Flanke“.
Der Audi quattro (Typ 85) von Thorsten und Katja Gudjons aus dem Jahr 1983 bringt mit seinem permanenten Allradantrieb die technische Aufbruchsstimmung der frühen 1980er Jahre ins Feld und steht für jene Rallye‑Gene, die das Modell zur Legende machten. Ganz anders, aber ebenso charakterstark, zeigt sich das Porsche 911 Turbo Cabriolet 3.3 (Bj. 1988) von Bernd Fabisch und Hermann Oelschläger, die für Vredestein an den Start gehen. Das berüchtigte Turboloch brachte ihm seinen Spitznamen „Witwenmacher“ ein und macht ihn bis heute zu einem der faszinierendsten und anspruchsvollsten Klassiker.
Auch der langjährige Partner GettyGo ist wieder mit seinem VW-Achtsitzer Sondermodell (Typ 241) von 1966 bei der ADAC Deutschland Klassik dabei. Im Rahmen der gemeinsam mit ADAC Klassik ins Leben gerufenen Aktion „Wunscherfüller“ fahren Sportler der Special Olympics Saarland im grünen Bulli mit. Dank seines Rundumblicks durch 23 Fenster eignet er sich ideal, um Passagiere durch reizvolle Landschaften wie das Saarland zu chauffieren.
Amerikanisches Lebensgefühl bringen Helmut Stadlberger und Sabine Eilebrecht-Bertram mit ihrem Ford Mustang 200 Hardtop von 1966 ins Saarland. Das Pony-Car steht wie kaum ein anderes Modell für Freiheit und den „American Dream“. Während der Mustang Leichtigkeit verkörpert, zeigen Franz und Susanne Büttner mit ihrem Toyota Land Cruiser BJ42 von 1984, dass auch robuste Geländewagen ihren Platz in der automobilen Kultur haben. Der kantige Klassiker bringt eine Portion Abenteuergeist in die ADAC Oldtimer‑Wanderung.
Das vielfältige Teilnehmerfeld macht die ADAC Deutschland Klassik 2026 nicht nur für Teilnehmer zu einem besonderen Highlight. Auch Zuschauern bietet die Oldtimer-Wanderung spannende Einblicke.
An ausgewählten Punkten können die historischen Fahrzeuge aus der Nähe besichtigt werden. Dort verwandeln sich die Orte für kurze Zeit in kleine Freilichtmuseen aus Chrom & Blech. Besonders zu empfehlen sind die vom Oldtimer-Experten moderierten Stationen. Hier werden die einfahrenden Klassiker vorgestellt und den Zuschauern die Automobilgeschichte mit allerhand Anekdoten und Fachwissen nähergebracht.
Die Stationen
Donnerstag, 28. Mai 2026
09:00 – 10:10 Uhr: Start am Hochwälder Wohlfühlhotel - mit Moderation
09:30 – 11:25 Uhr: Wanderpause am Keltenring
10:45 – 12:40 Uhr: Wanderpause bei der Abtei Tholey
11:35 – 14:15 Uhr: Wanderpause an der Schaumberg Alm
14:00 – 16:10 Uhr: Wanderpause am Saarpolygon
15:20 – 17:00 Uhr: Wanderpause am Sender „Europe 1“
16:40 – 17:50 Uhr: Ziel am Hochwälder Wohlfühlhotel - mit Moderation
Freitag, 29. Mai 2026
09:30 – 10:40 Uhr: Start in der Fußgängerzone in Merzig - mit Moderation
10:00 – 11:55 Uhr: Wanderpause an der Römischen Villa Borg
11:45 – 14:25 Uhr: Wanderpause am Légère Hotel Luxembourg (Luxemburg)
15:15 – 17:10 Uhr: Wanderpause am Weingut Van Volxem
16:30 – 17:40 Uhr: Ziel bei der Villeroy & Boch Welt – mit Moderation
Samstag, 30. Mai 2026
09:00 – 10:10 Uhr: Start am Hochwälder Wohlfühlhotel – mit Moderation
10:15 – 11:25 Uhr: Wanderpause an der Kirche St. Jean-Baptiste Valmunster (Frankreich)
11:15 – 12:55 Uhr: Wanderpause am Conservatoire Automobile Léon-Joseph Madeline (Frankreich)
12:45 – 15:25 Uhr: Wanderpause an der Völklinger Hütte
15:15 – 16:25 Uhr: Ziel am Hochwälder Wohlfühlhotel – mit Moderation


