Nachdem seit der letzten Charge an ADAC Straßenwacht-Gespannen von 1962 über 30 Jahre nur PKW in den Einsatz genommen wurden, hat der ADAC 1993 eine Flotte von 25 Pannenhilfs-Motorrädern angeschafft. Die Flotte bestand aus zwanzig BMW K 75 RT und fünf MuZ 500 RFX Saxon. Ziel dieses Projektes war, für den Fall eines durch ein Havariefahrzeug verursachten Staus, wendige Pannenhilfsfahrzeuge in der Hinterhand zu haben. Die Hoffnung war, dass sich ein Motorrad zum Pannenfahrzeug durchschlängeln und den Stau auflösen kann, während sich ein PKW in den Stau hätte einreihen müssen. Dafür wurde ein hoher Aufwand betrieben: Es wurde eine gewichts- und volumenmäßig optimierte Werkzeugausstattung erstellt und selbst die Datenhandbücher (im "Vor-PC und Vor-Internetzeitalter" ein unverzichtbares Hilfsmittel der Gelben Engel), wurden in verkleinertem Format gedruckt, um sie in Topcase und den zwei Seitenkoffern unterbringen zu können. Die mit Sprechfunk oder Autotelefon ausgerüsteten Maschinen, wurden folglich überwiegend im Stadtpannendienst eingesetzt. Während sich das Fahrwerk der MuZ mit der schweren Ausstattung überfordert zeigte, hat sich die BMW in diesem Einsatz gut bewährt.