Oldtimer fit für den Frühling zu machen, ist für viele ein kleines Ritual. Unsere Checkliste zeigt, worauf es wirklich ankommt: von Batterie und Bremsen über Reifen und Technik bis hin zum ersten Motorstart. So vorbereitet kann die Old- und Youngtimer-Saison kommen. Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die Garage erreichen, beginnt für viele Old- und Youngtimer-Besitzer die schönste Zeit des Jahres. Doch bevor es auf große Tour geht, steht eins an: Das Ausmotten. Nach Monaten der Ruhe erwacht der Oldtimer wieder zum Leben – vorausgesetzt, man geht mit etwas Sorgfalt vor. Die gute Nachricht: Der Aufwand ist überschaubar, sofern man beim Einmotten ein paar grundlegende Punkte beachtet hat. Mit ein paar gezielten Handgriffen ist Ihr Fahrzeug bereit für die erste Ausfahrt.
Darum ist ein Frühjahrscheck beim Oldtimer wichtig
Viele Oldtimer stehen über die Wintermonate unbewegt in der Garage. In dieser Zeit können sich Leckagen bilden, Oberflächen korrodieren, Reifen Luft verlieren oder Materialien verspröden. Wer seinen Klassiker vor der ersten Ausfahrt gründlich prüft, schützt Technik und Material – und sorgt für mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und dadurch Fahrspaß in der neuen Saison.
Die wichtigsten Schritte vor der ersten Ausfahrt
Nach der Winterpause beginnt alles mit der Batterie. Idealerweise wurde sie über die kalten Monate mit einer Erhaltungsladung gepflegt. Beim Einbau gilt die einfache, aber wichtige Regel: erst den Pluspol, dann den Minuspol anschließen. Danach folgt ein kurzer Technik-Check. Stimmen Öl- und Kühlwasserstand? Und hat sich vielleicht irgendwo eine Undichtigkeit gezeigt? Ein Blick unter das Fahrzeug verrät viel. Auch die Reifen verdienen Aufmerksamkeit. Ein platter Reifen muss direkt gewechselt werden, alle anderen kontrolliert man am besten auf der ersten Fahrt an der Tankstelle. Wurde der Luftdruck zur Vermeidung von Standplatten erhöht, stellt man ihn nun wieder auf den normalen Wert ein. Bevor es losgeht, lohnt sich ein Blick auf die Nummernschilder: Ist die Hauptuntersuchung noch gültig? Und bei Saisonkennzeichen – hat der Fahrzeitraum bereits begonnen? Erst dann darf der Klassiker offiziell auf die Straße. Für klare Sicht sorgt eine gründliche Reinigung der Scheiben und Spiegel. Beim Motorstart gilt: maximal zwei bis drei Versuche. Springt der Motor nicht an, sollte man die Ursache prüfen oder eine Werkstatt aufsuchen. Gegen Ablagerungen im Kraftstoffsystem können spezielle Zusätze helfen. Und schließlich: Die ersten Bremsungen vorsichtig durchführen, da sich eventueller Flugrost auf Scheiben und Trommeln erst abschleifen muss.
Checkliste: Oldtimer aus dem Winterschlaf holen
Elektrik
Batterie einsetzen
Reihenfolge beachten: Erst Pluspol, dann Minuspol anschließen
Funktionen wie Bremslicht, (Warn-)Blinker und Stand- und Abblendlicht testen
Flüssigkeiten & Dichtigkeit
Motorölstand prüfen
Kühlwasserstand prüfen
Unterboden und Garagenboden auf Leckspuren kontrollieren
Reifen
Sichtkontrolle auf Plattfuß
Luftdruck prüfen
Falls erhöht: auf Normalwert reduzieren
Zulassung
Ist die Hauptuntersuchung gültig?
Bei Saisonkennzeichen: Fahrzeitraum beachten!
Reinigung
Scheiben gründlich reinigen
Spiegel innen und außen säubern
Motorstart
Maximal zwei bis drei Startversuche
Bei Problemen: Ursachen prüfen oder Werkstatt aufsuchen
Bremsen
Erste Bremsungen vorsichtig durchführen
Flugrost durch sanftes Bremsen abschleifen
Weitere Tipps zur Pflege und Wartung von Oldtimern und vieles mehr finden Sie im ADAC Oldtimer-Ratgeber, dem Nachschlagewerk zum Thema klassische und historische Fahrzeuge. Dieser ist für ADAC Mitglieder kostenlos in den ADAC Geschäftsstellen erhältlich sowie online hier abrufbar.