Lothar Matthäus winkt die Sieger am Sachsenring ab. Yvonne Catterfeld sorgt für Gänsehautmomente. Fan-Highlight Fahrerpräsentation begeistert die Besucher.
Weltmeisterlicher Empfang
Zu den zahlreichen prominenten Gästen beim Liqui Moly Motorrad Grand Prix zählte auch Fußball-Welt- und -Europameister Lothar Matthäus. Der deutsche Rekordnationalspieler zeigte sich begeistert von der Partylaune der MotoGP-Fans und durfte den Grand Prix am Sonntag durch das Schwenken der Zielflagge beenden. Matthäus war nicht der einzige Fußballer vor Ort: Auch die RB-Leipzig-Profis Maarten Vandevoordt sowie Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg statteten dem Sachsenring einen Besuch ab.
Yvonne Catterfeld sorgt für Gänsehaut vor dem Grand Prix
Bekannt wurde Yvonne Catterfeld Anfang der 2000er-Jahre als Schauspielerin und Sängerin. An diesem Wochenende füllte die gebürtige Erfurterin ausnahmsweise eine für sie ungewohnte Rolle aus: Catterfeld schwenkte beim Tissot Sprint am Samstag die schwarz-weiß karierte Zielflagge. Am Sonntag kehrte die 46-Jährige dann zu ihren Wurzeln zurück. Vor dem Grand-Prix-Start um 14 Uhr wurde ihr die Ehre zuteil, die deutsche Nationalhymne zu präsentieren.
Unterstützung aus der Politik
Die sächsische Politik setzt am Sachsenring ein starkes Zeichen für den Grand Prix. Neben Ministerpräsident Michael Kretschmer, der die Schirmherrschaft für den Liqui Moly Motorrad Grand Prix übernahm, besuchten weitere Politiker das Rennen am Sonntag. Unter ihnen die Minister Prof. Constanze Geiert (Justiz), Barbara Klepsch (Kultur und Tourismus), Armin Schuster (Inneres) und die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser.
Ausgelassene Stimmung
Traditionell ist die Fahrerpräsentation in der Karthalle der Höhepunkt im bunten und vielfältigen Rahmenprogramm des deutschen MotoGP-Laufs. Erneut genossen etliche WM-Piloten das Bad in der Menge und wurden von unzähligen Fans frenetisch bejubelt. Zu den Gästen gehörten unter anderem die MotoGP-Piloten Jorge Martín, Jack Miller, Toprak Razgatlioglu und Luca Marini sowie die Moto2- und Moto3-Fahrer des deutschen Teams Liqui Moly Dynavolt Intact GP. Auch die Crew von ServusTV und DF1 mit Alina Marzi, Stefan Bradl, Alex Hofmann und Christian Brugger wurde lautstark bejubelt.
Rennstrecke statt Kuhstall
Die aus der erfolgreichen TV-Serie „Bauer sucht Frau“ bekannte Kandidatin Laura Wagner steht nicht nur auf Landwirte, sondern auch auf schnelle Bikes. Die Gymnasiallehrerin ist fest entschlossen, in Kürze ihren Motorrad-Führerschein zu machen und genoss den MotoGP-Lauf am Sachsenring. Die 26-Jährige war von der außergewöhnlichen Atmosphäre rund um die Strecke begeistert. „Das war ein großartiges Erlebnis. Ich verfolge die MotoGP schon länger, aber live ist es noch viel intensiver“, sagte Wagner.
Lokale Pokale
Die Siegertrophäen beim Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland waren erneut ein echter Hingucker. Produziert wurden die Pokale traditionell von Metallbau Maltitz aus dem sächsischen Gersdorf. Bereits seit 18 Jahren fertigt das Unternehmen die Siegerpokale für das Rennwochenende der MotoGP in Deutschland.
Frauen-Power
Eine besondere Presse-Runde fand am Freitag im Medienzentrum statt: Mehrere etablierte Frauen aus dem MotoGP-Zirkus berichteten von ihrem Werdegang und zeigten die vielfältigen Karrierewege auf, die Frauen in der Motorrad-Weltmeisterschaft offenstehen. Inspiration für die Veranstaltung war das Buch „Building Speed“ von Suse Muehlemeier, die eigens für die Pressekonferenz angereist war und ihr Werk vorstellte. Durch die Runde führte Sky-Moderatorin Lisa Hofmann. Zu den Teilnehmerinnen gehörten auch Frances Wyld (Sporting Communications & Press Senior Manager MotoGP) sowie Elena De Cia (Aprilia Racing Strategy & Data Analysis Lead).
Rekordverdächtige Zahlen
Die MotoGP schrieb beim Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland einmal mehr Geschichte. Sowohl in der Königsklasse als auch in der Moto2 fiel der Streckenrekord. Marc Márquez setzte dabei die nächste Bestmarke: Mit seiner Rekordrunde im Qualifying sicherte sich der „King of the Ring“ nicht nur die Pole-Position, sondern schrieb auch Statistikgeschichte. Seine neunte Sachsenring-Pole macht den Spanier seit Beginn der Aufzeichnungen 1974 zum Fahrer mit den meisten Pole-Positions auf einer einzigen Rennstrecke. Gemeinsam mit Bruder Álex Márquez und Fabio Di Giannantonio sorgte er außerdem für die erste rein von Ducati besetzte Startreihe seit dem Grand Prix von Malaysia 2025. Mit seinem 19. Sprint-Sieg übernahm Márquez zudem die alleinige Führung in der ewigen Bestenliste der Samstagsrennen und liegt nun auch bei den Sprint-Podien (35) vorn.
Legendäre Farben
Das BK8 Gresini Racing MotoGP Team feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Seit 30 Jahren existiert die vom verstorbenen Weltmeister Fausto Gresini gegründete Mannschaft. Die Italiener zelebrieren das Jubiläum mit verschiedenen Sonderlackierungen. Beim deutschen MotoGP-Tourstopp fuhr der Spanier Álex Márquez am Sonntag in den ikonischen blau-gelben Farben aus der Saison 2003. Damals gewann sein Landsmann Sete Gibernau für das Gresini-Team den deutschen Motorrad Grand Prix im Duell gegen die italienische Legende Valentino Rossi. Es war der engste Zieleinlauf auf dem neuen Sachsenring.
Applausminute für Marc van der Straten
Am Donnerstagnachmittag wurde des kürzlich verstorbenen Marc van der Straten gedacht. Der Belgier wurde 78 Jahre alt und gründete einst das Marc-VDS-Team. Die Mannschaft startet seit 2010 im WM-Zirkus und führte den Spanier Esteve „Tito“ Rabat im Jahr 2014, den Italiener Franco Morbidelli im Jahr 2017 und Marc Márquez' Bruder Álex im Jahr 2019 zur Weltmeisterschaft in der Moto2-Klasse. Zu Ehren van der Stratens hielt der WM-Tross auf der Start-Ziel-Geraden keine Schweigeminute, sondern eine Applausminute ab.




