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Moto4 Northern Cup·6.4.2026

Saisonvorbereitungen in Oschersleben gestartet

Acht Deutsche fahren sich für die Meisterschaft ein. Motorsport Arena Oschersleben als Schauplatz für erste Ausfahrt des Jahres. Freie Trainings und Rennsimulationen am Osterwochenende.

Bereits am vergangenen Wochenende gab es im Moto4 Northern Cup Rennstreckenaction in der Motorsport Arena Oschersleben. Denn zur Vorbereitung auf die Saison 2026 fuhren die Nachwuchstalente am 4. und 5. April in mehreren Freien Trainingssessions und einer Rennsimulation die ersten Kilometer des Jahres, um optimal für die sieben Rennveranstaltungen des Moto4 Northern Cup 2026 vorbereitet zu sein. Zum ersten Mal treten acht Piloten aus Deutschland an. Der Saisonauftakt des Moto4 Northern Cup findet vom 17. bis 19. April in den Niederlanden statt.

Bei wechselhaften Streckenbedingungen gelang dem deutschen Robin Siegert die Bestzeit der beiden Tage. Mit einer 1:34.868 Zeit setzte sich der Pilot des Kiefer Racing Teams an die Spitze. Der 15-Jährige bestreitet in diesem Jahr seine zweite Saison auf der Honda NSF250 R und beendete sein Debütjahr 2025 bereits als Vizemeister. „Der Oschersleben-Test war für mich sehr positiv. Wir konnten mit einem wirklich guten Gefühl rausgehen und jetzt Richtung Assen blicken. Der erste Tag war am Anfang sehr holprig, aber wir konnten dann trotzdem gutes Tempo aufbauen und in der letzten Session meine persönliche Bestzeit fahren. Am zweiten Tag haben wir sehr viel getestet, viel hat funktioniert, viel aber auch nicht, daher sind wir nicht auf schnelle Zeiten gegangen, konnten aber viele Informationen mitnehmen“, berichtet der Förderpilot des Motorsport Team Germany.

Solider Test für Anina Urlaß © Foto: ADAC

Nur 0,505 Sekunden hinter Siegert reihte sich Anina Urlaß nach zwei intensiven Tagen auf Position vier ein. Die Förderpilotin des Motorsport Team Germany, die in dieser Saison mit dem Mass Sports Racing by JRP Motorsport Team startet, schloss ihr erstes komplettes Jahr 2025 ebenfalls auf Gesamtrang vier ab. „Wir haben sehr viel mit dem Team zusammengearbeitet, sehr viel Neues gelernt und einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, so die 15-Jährige. „Wir haben uns in jeder Session gesteigert, vieles ausprobiert, was ich dann im Rennen umsetzen kann. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir mit dem ganzen Team gemacht haben und freue mich jetzt schon darauf, in Assen schöne Rennen zu fahren“, ergänzt sie.

Smilla Göttlich landet auf Rang sechs © Foto: ADAC

„Der Test in Oschersleben war im gesamten relativ positiv“, beginnt Smilla Göttlich, die am Ende der beiden Tage nur 0,972 Sekunden auf Gesamtrang sechs lag und 2026 nach zwei Gaststarts in der vergangenen Saison nun Vollzeit in den Moto4 Northern Cup einsteigt. Die 14-jährige Pilotin des Team Freudenberg – Paligo Racing, die wie Siegert und Urlaß vom Motorsport Team Germany gefördert wird, ergänzt: „Wir hatten am ersten Tag sehr lange Probleme mit dem Motorrad, als das aber gelöst war, konnte ich einen relativ guten Rhythmus aufbauen und bin auch solide Rundenzeiten gefahren.“

Rennsimulation geht an Thias Wenzel © Foto: ADAC

Thias Wenzel bestreitet 2026 sein drittes Jahr auf der Honda NSF250 R und schloss die vergangene Saison in den Top-3 ab. Beim Test fuhr er eine Bestzeit von 1:35,899 Minuten und beendete die beiden Einführungstage damit auf Position neun. Doch der 17-Jährige, der in diesem Jahr im Team NSA antritt, gewann die Rennsimulation am Sonntag. „Der Test war ganz gut“, sagte der Förderpilot des Motorsport Team Germany. „Wir haben wieder viel probiert und auch viel umsetzen können. Leider war das Wetter ein bisschen wechselhaft, aber damit muss man auch arbeiten können. Nun sind wir perfekt vorbereitet und freuen uns auf Assen zum Saisonstart“, schließt Wenzel ab.

Jason Rudolph gab seinen Einstand in der Nachwuchsmeisterschaft. Der 16-Jährige tritt 2026 zum ersten im Moto4 Northern Cup an. Mit 1:36,146 Minuten lag seine Bestzeit lediglich 1,278 Sekunden über der des Spitzenreiters. Auch der Racingteam Rudolph Fahrer wird vom Motorsport Team Germany unterstützt. Er landete auf Gesamtrang elf. „Das war ein sehr guter Test“, berichtet er. „Ich konnte gut mit dem Team zusammenarbeiten und ein gutes Gefühl für das Motorrad aufbauen. Zum Schluss lief es sogar besser als erwartet.“

Nachdem er im ersten Jahr viel Erfahrungen sammeln konnte, tritt Tudor Dedea 2026 ein zweites Mal im Moto4 Northern Cup an. Der 15-Jährige schloss beide Testtage auf Position 16 ab. „Wir mussten das Setup vom Motorrad am ersten Tag noch ein wenig anpassen. Am zweiten Tag hat es angefangen zu regnen, aber dafür konnte ich meine Zeit an dem Tag um fast zwei Sekunden verbessern. Ich fand, dass der Test gut lief und ich mich nach der langen Winterpause wieder sehr wohl auf dem Motorrad fühle“, resümiert der Tudor Racing-Fahrer.

Neben Smilla Göttlich und Jason Rudolph sind Danny Hinkelmann und Louis Wolff zwei weitere Moto4 Northern Cup-Rookies in dieser Saison. Hinkelmann vom Hinkelmann DH14 Racing Team belegte Gesamtrang 17 und gelangte in der Magdeburger Börde zu seinem ersten Verständnis seiner neuen Honda NSF250 R. „Sehr positiv ist, dass ich von Session zu Session immer schneller geworden bin und wir ebenfalls schon einige Einstellungen am Setup machen konnten“, berichtet der 15-Jährige. „Leider bin ich auch zwei Mal gestürzt und werde wohl einige Kilometer sammeln müssen, um näher an die Spitze zu kommen“, fügt Hinkelmann hinzu, der sein Debütjahr dazu nutzen will, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln.

Auch Wolff konnte sich mit jeder Session verbessern. „Der Test lief für mich eigentlich ganz gut“, fasste der Kiefer Racing-Pilot und Teamkollege von Siegert zusammen. „Am Anfang gab es noch einige Schwierigkeiten, aber wir konnten alles beheben. Ich bin auch zwei Mal gestürzt, das war aber harmlos und in gewisser Weise gut zu sehen, wo das Limit ist. Damit hat man einen kleinen Anhaltspunkt wie weit man gehen kann. Aber insgesamt lief es sehr gut“, so der 17-Jährige, der den Test auf Position 19 abschloss.

Nun haben die Nachwuchsfahrer knapp zwei Wochen Zeit, ihre ersten Eindrücke aus 2026 zu verarbeiten, bevor sie zum TT Circuit in Assen reisen. Auf dem Traditionskurs in den Niederlanden findet die erste von sieben Rennveranstaltungen des Jahres statt. Dabei starten die jungen Fahrer zusammen mit der Superbike-Weltmeisterschaft, bevor es im Mai (08. bis 10.) mit der Internationalen Deutschen Meisterschaft zum ersten von zwei Besuchen auf den Sachsenring mit der zweiten Runde weitergeht.