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Moto4 Northern Cup·15.4.2026

Saisonstart in Assen

Erste Station im Rahmen der World Superbike. TT Circuit in den Niederlanden bildet in diesem Jahr Auftakt und Abschluss. Acht deutsche Piloten reisen gespannt zu Runde eins.

Das erste von sieben Rennwochenenden findet an diesem Wochenende (17. bis 19. April) auf dem legendären TT Circuit in Assen direkt zusammen mit der hochkarätigen Superbike-Weltmeisterschaft statt. Weniger als zwei Wochen nach dem Einführungstest für die Saison 2026 startet der Moto4 Northern Cup an diesem Wochenende richtig durch. Nach zwei 25-minütigen Freien Trainings um 9:00 Uhr und um 13:30 Uhr am Freitag, findet noch am gleichen Nachmittag um 17:35 Uhr das 30-minütige Qualifying statt, das über die Startaufstellungen der beiden ersten Saison-Rennen am Samstag und Sonntag jeweils um 16:45 Uhr über 14 Runden entscheidet.

Unter den 24 fest eingeschriebenen Piloten des Moto4 Northern Cup finden sich in diesem Jahr insgesamt acht deutsche Vertreter. Dabei ist Louis Wolff einer von vier Rookies im Moto4 Northern Cup 2026. „Ich kenne die Strecke Assen noch nicht aber finde sie bis jetzt von dem, was ich immer gesehen habe sehr cool, weil sie sehr schnell ist und viele Windschattenkämpfe bietet“, so der Kiefer Racing-Pilot, der sich mit Videos der letzten Jahre in Assen vorbereiten will. Nach dem ersten Test nimmt sich der 17-Jährige vor: „In Assen möchte ich mich weiterhin verbessern und mich wohler auf der Honda fühlen. Ich visiere für Assen die Top-10 an.“

Sein Kiefer Racing Teamkollege Robin Siegert kennt sich bereits besser aus. Der 15-Jährige schloss die vergangene Saison als Vizemeister ab und hat für den Auftakt große Pläne. „Die Strecke ist sehr toll. Es gibt Passagen, die sehr schwierig zu fahren sind, aber auch abwechslungsreiche Kurven. Es ist ziemlich schwierig, aber es macht Spaß in Assen zu fahren“, so der Förderpilot des Motorsport Team Germany. „Ich freue mich sehr darauf. Ich gebe einfach mein Bestes und hoffe, dass ich ganz oben stehe.“ Zur Vorbereitung wirft Siegert noch einmal einen Blick zurück. „Ich denke, ich werde mich in dieser Woche noch einmal damit beschäftigen, wie ich es im letzten Jahr gemacht habe und was ich besser machen kann.“

Punkte sind das Ziel für Danny Hinkelmann © Foto: ADAC

Ein weiterer Neuzugang 2026 ist Danny Hinkelmann. Der 15-jährige Fahrer vom Hinkelmann DH14 Racing Team kennt den TT Circuit in Assen noch nicht. „Die Strecke sieht aber nach viel Spaß aus, ist ziemlich flüssig und schnell und es gibt auch die ein oder andere gute Stelle zum Überholen.“ Um optimal für die erste Runde vorbereitet zu sein trainiert Hinkelmann auf dem Fahrrad und schaut sich die Strecke in Videos und Videospielen an. An sein erstes Rennwochenende im Moto4 Northern Cup stellt er realistische Erwartungen: „Meine Ziele sind für das Rennen erstmal noch nicht hoch angesetzt, also Punkte wären schon gut.“

Thias Wenzel, der 2026 bereits sein drittes Jahr in der beliebten Nachwuchsklasse bestreitet, wechselte in dieser Saison zum Team NSA. Der. 17-Jährige sieht die Vorbereitung ähnlich wie Siegert. „Ich schaue mir die Rennen des letzten Jahres an, analysiere, wie sie gelaufen sind, und orientiere mich an den strategischen Entscheidungen und den Bedingungen von damals, um mich bestmöglich vorzubereiten.“ Der Förderpilot des Motorsport Team Germany mag das Layout des TT Circuits. Wenzel hat ein klares Ziel: „Ich nehme mir vor, mit 50 Zählern herauszugehen, außerdem so viel wie möglich vom Wochenende mitzunehmen.“

„An sich kenne ich die Strecke relativ gut, da ich schon oft dort war“, sagt Anina Urlaß. Die Mass Sports Racing by Jrp Motorsport-Fahrerhin freut sich auf das erste Rennwochenende. „Ich will versuchen, mich in jedem Training zu steigern. Das Podium wäre das größte Ziel“, ergänzt die 15-Jährige, die wie Siegert und Wenzel vom Motorsport Team Germany unterstützt wird. „Ich mag die Strecke in Assen sehr, sie gehört zu einer meiner Lieblingsstrecken, da sie sehr flüssig ist und fast nur schnelle Kurven dabei sind“, ergänzt Urlaß, die zum Auftakt vorrangig Spaß haben will.

Smilla Göttlich gehört 2026 zu den Moto4 Northern Cup-Rookies, obwohl sie in der vergangenen Saison bereits zwei Mal als Gaststarterin antrat. „Vor dem ersten Rennen in Assen bereite ich mich hauptsächlich mit Fitness-Training vor und gehe auch noch einmal mit der Supermoto auf einer Kartbahn in meiner Nähe trainieren“, berichtet die 14-Jährige. „Ich kann über die Strecke in Assen noch nicht viel sagen, da ich noch nie auf dieser Strecke gefahren bin“, ergänzt die Pilotin des Team Freudenberg – Paligo Racing Team, die ebenso vom Motorsport Team Germany gefördert wird. Ein richtiges Ziel habe Göttlich noch nicht. „Ich hoffe, dass ich in den Top-15 mitfahren kann“, ergänzt sie.

Im Vergleich zum Vorjahr will sich Tudor Dedea deutlich steigern © Foto: ADAC

Währenddessen bringt Tudor Dedea bereits ein Jahr Erfahrung mit. „Es gibt einige Sektoren, die mir besonders liegen, aber auch Passagen, die mich herausfordern und die ich nicht so gerne fahre. Genau das macht die Strecke für mich aber so spannend, denn sie ist abwechslungsreich und technisch anspruchsvoll“, schildert der Tudor Racing-Fahrer, der sich für die erste Runde intensiv körperlich und mental vorbereitet. Der 15-Jährige nimmt sich vor: „Mein Ziel ist es, mich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich zu steigern.“

Jason Rudolph will Erfahrung sammeln und sich weiterentwickeln © Foto: ADAC

Obwohl er 2026 neu in den Moto4 Northern Cup einsteigt, ist Jason Rudolph schon einmal in Assen gefahren. „Das war im letzten Jahr als Gaststarter“, erklärt der Racingteam Rudolph-Pilot. „Ich finde die Strecke ziemlich cool, aber mir fehlt dort noch etwas die Erfahrung“, fährt der 16-Jährige fort. Mit Fitnesstraining und mentaler Vorbereitung richtet sich der Motorsport Team Germany-Fahrer auf das erste Rennwochenende ein und ergänzt: „Mein Ziel ist es, mich weiterzuentwickeln und Punkte mitzunehmen.“