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Oldtimermuseen ·9.5.2022

Das Siku-, Audi- und Oldtimermuseum

Siku-, Audi- und Oldtimermuseum

Auf zwei Etagen und einer Fläche von über 2.200 Quadratmetern präsentiert das Museum über 36.000 Modellautos und 90 Automobile. Der Schwerpunkt liegt bei den Fahrzeugen der Marke Audi, darunter auch Prototypen, Einzelstücke und Fahrzeugumbauten der Marken ARTZ, Bischofberger, Crayford, Pollmann, Picasso und Treser. Besonders sehenswert sind sicherlich auch folgende Modelle: Audi Coupé GT 5S-Flügeltürer, Audi 5000 Picasso Stretchlimosine, Audi A6 2,5 TDI quattro Pollmann Bestattungswagen und Audi 100 Crayford Cabrio.

Modellautos soweit das Auge reicht

Die Modellautos stehen in Schränken auf Glasböden, die, reihte man sie aneinander, über eine beachtliche Länge von 2,7 Kilometer reichen würden. Präsentiert werden etwa 24.000 Siku-Modelle von den Anfängen der Spielzeugproduktion im Jahre 1951 bis heute, hierunter auch viele Auslands- und Werbemodelle. Bemerkenswert auch die Sammlung der originalen Entwurfszeichnungen, die für die Produktion angefertigt wurden. Ausführlich beschrieben wird auch die Geschichte der Firma Sieper, die 1921 als Gießereiunternehmen für Besteck aus Aluminium und Aschenbecher in Lüdenscheid gegründet wurde. Hinzu kommen mehr als 11.000 Audi-Modellautos und etwa 1.000 Modelle der Firma WICKING. Es gibt wohl weltweit keine vergleichbare Sammlung.

Walter Treser – Ingenieur und Rennfahrer

Im Museum sind ein Treser-Audi 100 Avant (1989) und ein Treser-Audi Hunter (Basis Audi 80 von 1987) ausgestellt. Walter Treser wollte von Kindesbeinen an Rennfahrer werden. Nach ersten Rennen auf der DKW Junior (1962/63) startet er seine Karriere als Werksfahrer von Auto Union. Walter Treser fuhr schließlich im eigenen Lotus-DKW Formel 3 Rennen bis ihm das Geld ausging. Ende der 1960er Jahre startet er für das Werksteam von BMW Alpine. Als Ingenieur war Walter Treser ab 1966 auch Versuchsleiter bei Veith-Pirelli und ab 1976 in der Fahrzeugkonzeptentwicklung bei Audi in Ingolstadt tätig. Hier war er maßgeblich an der Entwicklung und Fertigstellung des Audi Quadro beteiligt. 1982 machte Walter Treser sich selbstständig und gründete in Ingolstadt die Firma „Walter Treser GmbH Automobiltechnik und Design“. Er entwickelte hochwertige Fahrzeugsonderteile und exklusive Automobile auf der Basis von VW- und Audi-Modellen. Auf der IAA 1987 stellte Walter Treser schließlich seinen ersten selbst konstruierten Wagen, den T1 vor. 1988 kam eine motorsportliche Variante der T1 Baureihe hinzu, die die Bezeichnung TR1 erhielt. Da die anvisierten Gelder von Investoren ausblieben, musste die Firma schließlich Konkurs anmelden. Walter Treser begann 1991 bei Opel als Sportchef und war ab 1996 für die Opel-Vorausentwicklung zuständig. Er verstarb im Jahre 2021 in Hameln.

Wohnmobil von Audi

Wer weiß heute schon noch, dass es Wohnmobile auf der Basis eines Audis gab? Der VW und Audi-Händler Bischofberger aus Backnang baute etwa 1983 den ersten Wohnmobil-Prototyp auf Basis des VW Golf 1. Er musste jedoch schnell erkennen, dass dieses Modell für den Umbau zum Wohnmobil nicht geeignet war und entschied sich schließlich für den Audi 100. Bis 1990 baute die Firma verschiedene Modellvarianten, neben einem Festaufbau aus GFK gab es ein Modell mit Ausstelldach. Im Museum ist neben dem ersten Wohnmobilumbau mit GFK Hochdach (Audi 100 CC Family) auch ein Audi 100 CC (Typ 44) mit Ausstelldach aus der Nullserie ausgestellt.

Audi und Modellautos

Wer sich für Modellautos und/oder die Geschichte und die Automobile von Audi interessiert sollte das SIKU-, Audi- und Oldtimermuseum unbedingt besuchen. Das Museum verfügt auch über einen eigenen großen Modellauto-Shop mit über 8.000 verschiedenen Modellautos und der passenden Literatur.

Adresse/Kontakt

Siku-, Audi- und Oldtimermuseum Von-Ardenne-Str. 42 48703 Stadtlohn

www.oldtimermuseum-hoeing.de

www.facebook.com/Automodelle.Oldtimermuseum.Hoeing

Weitere Informationen zu Oldtimermuseen gibt es hier: www.oldtimermuseen.de

Text: Dieter Lammersdorf

Bildquellen: Dieter Lammersdorf, Automobil