Die Piloten der FIM MotoMini Germany kamen am vergangenen Samstag für die Finalläufe im sächsischen Mülsen zusammen. In der Arena E dominierte bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein Gaststarter Paul Weinhold (Dresden) in der FIM MotoMini 190. Zum FIM MotoMini Germany 190 Meister 2026 krönte sich am Ende des Wochenendes Manuel Kröner. Im Klassement FIM MotoMini 160 kam Ben Warzecha (Glauchau) am besten mit dem 1315 Meter langen Rundkurs zurecht und gewann beide Läufe. Warzecha ist damit der neue FIM MotoMini Germany 160 Champion 2026.
FIM MotoMini-190 Klasse
Gaststarter Paul Weinhold, amtierender Vizemeister der MotoMini Austria, schnappte sich mit seiner schnellsten Runde von 56.737 Sekunden die Pole. David Glowatz (Rastatt) folgte als Zweiter mit einer Zeit von 58.014 Sekunden auf dem Grid. Alvin Klengel (Großenhain) komplettierte die erste Startreihe mit der drittschnellsten Zeit von 58.066 Sekunden.
Pole-Setter Weinhold setzte sich am Start an die Spitze des Feldes. Runde um Runde setzte sich der junge Dresdner vom Verfolgerfeld ab und gewann das Rennen mit 18.526 Sekunden Vorsprung. Alvin Klengel und David Glowatz lieferten sich einen engen Fight um die Plätze zwei und drei, welchen Klengel mit Rang zwei für sich entschied. Glowatz wurde auf P3 abgewunken. Lukas Mayer (Neubeuern), der seit dieser Veranstaltung von MotoMini 160 aufgestiegen ist, raste auf Position vier ins Ziel. Gaststarter Julius Brosius (Zwickau) komplettierte bei seinem Heimrennen die Top Five.
Am Start zum zweiten 11 Runden langen Lauf übernahm Paul Weinhold erneut die Führung. Mit konstanten Rundenzeiten setzte er sich kontinuierlich von seinen Konkurrenten ab und gewann das Rennen. Gaststarter Alvin Klengel reihte sich am Start auf drei ein. In der zweiten Runde ging er an Glowatz vorbei und verteidigte Platz zwei bis zum Zielstrich. David Glowatz komplettierte das Podium mit Rang drei. Manuel Kröner (Werdau) raste als Vierter ins Ziel und gewinnt die FIM MotoMini Germany 190 Meisterschaft 2026. Nach einem weiteren starken Rennen wird Julius Brosius erneut auf Position fünf abgewunken.
Manuel Kröner gewinnt die FIM MotoMini Germany Meisterschaft 2026 mit 236 Punkten. Weiderer folgt mit 180 Zählern auf Rang zwei. Gesamtrang drei sichert sich Niehues mit 162 Punkten.
Manuel Kröner und Helena Weiderer qualifizieren sich für das FIM MotoMini World Final in Valencia.
Paul Weinhold (1./1., Dresden): „Ich kenne die Strecke hier schon, wodurch ich mich schnell zurechtfand. Wir haben noch etwas am Fahrwerk und der Übersetzung geändert und dann konnte ich schnelle Zeiten fahren. Im ersten Rennen war mein Start okay und ich konnte mich in der ersten Runde direkt absetzen und mein Ding durchziehen. Ich habe versucht, mein Tempo konstant zu halten. Der zweite Start war nicht so gut, da musste ich zu Beginn etwas kämpfen, um die Führung zu halten, aber dann konnte ich mich wieder absetzen. Durch meine Körpergröße habe ich auf der Strecke mit ihren langen Geraden einen Vorteil, aber ich mag den Teil mit den flüssigen Kurven mehr, wenn es davon ein paar mehr geben würde, wäre es eine richtig coole Strecke.“
Manuel Kröner (FIM MotoMini 190 Champion 2026): „Meine diesjährige Saison war gut und ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Hier lief es nicht so gut, durch die vielen Gaststarter war es schwierig. In Valencia beim FIM MotoMini World Final möchte ich so stark wie möglich auftreten, mich von meiner besten Seite zeigen und so gut wie möglich abschneiden.“
Helena Weiderer (FIM MotoMini 190 Vizemeisterin 2026): „Es war eine coole Saison und ich bin sehr froh, dass ich es geschafft habe, den zweiten Platz in der Gesamtwertung zu erreichen, denn am Ende war es mit den Punkten sehr knapp. Heute waren es sehr gute Rennen und ich habe mich gefreut, dass ich an Finja (Niehues) vorbeigekommen bin. In der Saison habe ich viel gelernt. Ich komme vom Trialsport, es war meine erste Saison hier und ich hatte sehr viel Spaß. Zum Straßenrennen bin ich durch meinen Bruder gekommen. Wir haben im Winter in Spanien bei der Motorrace Academy trainiert und da lief es schon richtig gut. Zuletzt habe ich auf Einladung von Ohvale an einem WM-Lauf in China teilgenommen, dort habe ich es ins A-Finale geschafft. Im nächsten Jahr möchte ich auf die Großstrecke in die Moto5 und mein Ziel ist es, in die Frauen-WM zu kommen. Neben dem Sport bin ich auch Model. Meine Einladung zur Fashion Week in New York stelle ich zurück, da für mich der Motorsport an erster Stelle steht und ich im FIM MotoMini World Final alles geben werde, um mich fürs Finale zu qualifizieren.“
FIM MotoMini-160 Klasse
Ben Warzecha setzte im zweiten Zeittraining seine Bestzeit von 58.885 Sekunden und holte sich die Pole-Position. Till Trinks (Meerane) sicherte sich für sein Heimrennen Startplatz zwei mit seiner schnellsten Runde von 59.304 Sekunden. Elias Caydas (Landsberg) trat nach seinem frühzeitigen Titelgewinn bei den ADAC Mini Bike Junioren in Bopfingen an diesem Wochenende als Gaststarter in der MotoMini 160 an. Der junge Bayer setzte im ersten Qualifying mit 59.930 Sekunden seine schnellste Runde und sicherte sich Rang drei auf dem Grid.
Am Start ins erste Rennen nutzte Warzecha seine gute Ausgangslage und behauptete die Führung, Trinks hängte sich an sein Hinterrad. Wie schon in den vergangenen Rennen lieferten sich die Piloten vom AMC Sachsenring ein enges Duell, welches Warzecha mit einem knappen Vorsprung von 0.179 Sekunden vor Till Trinks auf Rang zwei gewann. Gaststarter Elias Caydas fiel am Start auf P4 zurück. Schon in der ersten Runde kämpfte er sich auf Rang drei zurück und behauptete diesen bis ins Ziel. Lokalmatador Ron Richter (Oelsnitz) gewann am Start eine Position gegen Caydas, konnte sie aber nicht halten. Auf vier liegend verteidigte er seine Platzierung über die komplette Renndistanz gegen Gaststarter Alessandro Reinhold (Callenberg) auf Rang fünf.
Warzecha nutzte seine gute Ausgangsposition am Start zum 11 Runden langen zweiten Lauf und ging in Führung. Kontinuierlich setzte er sich von seinen Verfolgern ab und gewann das Rennen. Teamkollege Caydas reihte sich auf zwei, vor Trinks auf Rang drei ein. In der fünften Runde ging Trinks an Caydas vorbei, aber schon eine Runde später wechselte die Reihenfolge erneut. Elias Caydas verteidigte seine Position zwei bis zur Zielflagge. Till Trinks beendete das Rennen auf drei. Ron Richter lauerte auf Platz fünf im Windschatten von Gaststarter Reinhold, bis er in der vorletzten Runde überholte und den Lauf als Vierter beendete. Alessandro Reinhold wurde auf fünf abgewunken.
FIM MotoMini Germany Champion Warzecha beendet die Saison mit 240 Punkten. Trinks schließt diese Saison mit 206 Zählern ab. Gesamtrang drei belegt Richter mit 125 Punkten.
Für das FIM MotoMini World Final in Valencia qualifizieren sich Ben Warzecha und Till Trinks.
Ben Warzecha (FIM MotoMini Germany Champion 2026; 1./1., Glauchau): „Die Strecke gefällt mir. Das Wochenende hier war richtig gut. Ich konnte beide Rennen gewinnen, das zweite sogar mit etwas Vorsprung. Im ersten Rennen habe ich den Start gewonnen, Till (Trinks) hat mich dann überholt, ich habe eine Runde später gekontert und das Rennen gewonnen. Im zweiten Rennen war es leichter, da Till hinter Elias (Caydas) lag und nicht vorbeikam, konnte ich mich von ihnen absetzen. Im FIM World Final in Valencia gebe ich dieses Jahr alles, was ich habe, um mich für die Hauptrennen zu qualifizieren. Wenn ich das geschafft habe, versuche ich, ein Ergebnis in den Top Ten zu erreichen.“
Till Trinks (2./3., Meerane): „Das Wochenende war soweit in Ordnung, im zweiten Rennen war es am Ende nur ein dritter Platz und damit bin ich nicht zufrieden. Nach dem ersten Rennen musste ein Teil des Motorrads aufgeschraubt werden, wodurch der Druck bis zum Start ins zweite hoch war. Dadurch hatten die Reifen nicht ganz die richtige Temperatur. Es sollte heute einfach nicht sein. Mit meiner Leistung in der ersten Saison bin ich sehr zufrieden. Aus diesem Jahr nehme ich für mich mit, dass man jederzeit sehr hart trainieren muss, um vorn mithalten zu können. Im FIM MotoMini World Final will ich Spaß haben und dann sehen, wie es läuft.“
Elias Caydas (3./2., Landsberg): „Hier mit der Ohvale 160 zu fahren war anders, da sie viel schneller ist und man mit viel höherem Speed in die Kurven geht. Das hat sehr viel Spaß gemacht, da ich das Anbremsen sehr mag. Im letzten Jahr habe ich mich für die Rennen nicht qualifiziert und in diesem Jahr bin ich einmal Dritter und einmal Zweiter geworden, darüber freue ich mich am meisten. Im ersten Rennen lief mein Start nicht gut, ich wurde auf die Wiese abgedrängt, musste dann über den Curb, wodurch Ron (Richter) an mir vorbeigegangen ist. In der ersten Runde habe ich ihn dann wieder überholt, konnte die Lücke zu Till (Trinks) und Ben (Warzecha) nicht mehr schließen. Im zweiten Rennen war mein Start besser, ich bin an Till vorbeigegangen. Er hat mich dann einmal überholt, aber ich konnte wieder kontern und habe meine Position zwei bis ins Ziel verteidigt.“


