Am vergangenen Wochenende war die Fun Arena in Cheb der Schauplatz für die Eröffnungsrennen der MotoMini Germany. Auf der 1202 Meter langen Strecke feierte Manuel Kröner (Werdau) bei frühlingshaftem Wetter in der MotoMini-190 einen Doppelsieg. Ben Warzecha triumphierte im ersten Rennen der MotoMini-160. Im zweiten Wertungslauf des Tages hieß der Sieger Till Trinks (Meerane).
Ohvale MotoMini-190 Klasse
Manuel Kröner verbesserte seine Rundenzeiten kontinuierlich und sicherte sich im zweiten Qualifying mit einer Zeit von 1:03.819 Minuten die Pole Position. Gaststarter Tristan Liiv (EST) stellte sein Motorrad auf Rang zwei im Grid. Komplettiert wurde die erste Startreihe von der einzigen Dame im Feld, Helena Weiderer (München), auf Platz drei.
Kröner behauptete vom Start des ersten Rennens weg seine Spitzenposition und verteidigte diese bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge. Der Este Liiv raste auf Platz zwei ins Ziel. Nach dem Sturz von Helena Weiderer in der neunten Runde musste der Lauf abgebrochen werden. Der Lauf wurde nach dem Ergebnis der achten Runde gewertet. Die junge Münchnerin blieb unverletzt und komplettierte das Podium mit Rang drei.
Nach dem 13 Runden langen zweiten Wertungslauf hieß der Sieger erneut Manuel Kröner. Souverän behauptete er seine Führung über die komplette Renndistanz. Tristan Liiv folgte auf Rang zwei, gefolgt von Weiderer auf Position drei.
Nach den ersten beiden Wertungsläufen führt Kröner mit 50 Punkten die Meisterschaft an. Rang zwei belegt Weiderer mit 40 Zählern. Goldammer folgt auf Position drei mit 32 Punkten.
Manuel Kröner (1./1., Werdau): „Für mich ist es hier eine schwierige Strecke durch die vielen Bodenwellen. In den Zeittrainings lief es gut. In beiden Rennen hatte ich einen guten Start und konnte die komplette Distanz die Führung behaupten. Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. In Wittgenborn möchte ich an mein Ergebnis von hier anschließen und vom ersten Training an noch mehr pushen."
Ohvale MotoMini-160 Klasse
Die verbesserten Streckenbedingungen im zweiten Zeittraining nutzte Till Trinks und raste mit einer Zeit von 1:02.300 Minuten auf die Pole. Warzecha konnte seine Zeit im zweiten Qualifying auf 1:02.402 Minuten steigern und holte sich Startplatz zwei für die Auftaktrennen. Dritter auf dem Grid war Leo Langlotz (Hörselberg-Hainich) mit einer Zeit von 1:02.674 Minuten.
Am Start zum ersten Rennen behauptete Trinks seine Spitzenposition. Warzecha hängte sich direkt ans Hinterrad des jungen Sachsen und übernahm die Führung in Runde zwei. Diesmal lauerte Trinks in Warzechas Windschatten, bevor er sich drei Runden vor Schluss wieder an die Spitze setzte. Im letzten Umlauf nutzte Ben Warzecha einen Fehler von Trinks, ging erneut in Führung und gewann das Rennen. Trinks folgte auf Rang zwei ins Ziel. Leo Langlotz komplettierte das Podium mit Rang drei. Sander Vahtramäe (EST) und Merdan Karaulut (NLD) lieferten sich ein enges Rennen um Position vier, welches Vahtramäe in der letzten Runde für sich entschied. Karaulut überquerte als Fünfter die Ziellinie.
Im zweiten Rennen über 13 Runden lieferten sich die Piloten vom AMC Sachsenring, Ben Warzecha und Till Trinks, erneut ein enges Rennen. Wie in Lauf eins ging Warzecha am Start in Führung. Trinks blieb direkt dahinter und lauerte im Windschatten bis zur letzten Runde, bevor er zum entscheidenden Überholmanöver ansetzte und das Rennen gewann. Warzecha wurde als Zweiter abgewunken. Merdan Karaulut ging von Rang fünf ins Rennen. Kontinuierlich arbeitete sich der junge Niederländer durchs Feld und wurde auf Position drei abgewunken. Sander Vahtramäe folgte auf vier. Lukas Mayer (Neubeuern) ging in der zwölften Runde am Esten Hermann Mihkelson vorbei und beendete den Lauf als Fünfter.
Trinks und Warzecha führen die Meisterschaft punktgleich mit je 45 Zählern an. Karaulut übernimmt Rang zwei mit 29 Punkten. Dritter im Gesamtklassement ist Mayer mit 22 Zählern.
Ben Warzecha (1./2., Glauchau): „Am Anfang der Trainings hat mir die Strecke noch nicht gefallen, aber im Verlauf lief es dann immer besser und ich konnte gute Zeiten fahren. Den Start zum ersten Lauf hat Till (Trinks) gewonnen, nach einer Runde konnte ich wieder kontern und habe die Führung bis Mitte des Rennens behauptet, dann haben wir uns bis zum Schluss gebattelt und ich habe gewonnen. Im zweiten Rennen habe ich den Start gewonnen und bis zur letzten Runde geführt, bis Till (Trinks) mich überholt und gewonnen hat. Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden. In Wittgenborn möchte ich wieder ein Top-Drei-Ergebnis erzielen."
Till Trinks (2./1., Meerane): „Die Strecke von Cheb mag ich sehr. Der heutige Tag verlief sehr gut. Im ersten Zeittraining hatten wir noch ein paar Probleme. Im zweiten konnte ich eine schnelle Runde fahren, dann bin ich leider gestürzt, aber es hat trotzdem für die Pole gereicht. Im ersten Rennen hatte ich einen sehr engen Fight mit Ben (Warzecha), den er gewonnen hat. Im zweiten Lauf war es wieder sehr eng zwischen uns und diesmal habe ich den Fight gewonnen. Ich bin mit meinem Resultat sehr zufrieden. In zwei Wochen in Wittgenborn möchte ich an die Ergebnisse von hier anschließen."
Merdan Karaulut (5./3., NLD): „Die Strecke hier ist sehr gut und ich mag sie. Ich hatte mir gewünscht, hier aufs Podium zu fahren, und das habe ich auch geschafft. In den Trainings war es noch sehr rutschig, ich habe versucht, mein Bestes zu geben, und bin mit meinem Ergebnis zufrieden. Das erste Rennen verlief sehr gut, ich war auf Platz vier, in der letzten Runde wurde ich dann noch überholt. Ins zweite Rennen bin ich gut gestartet auf Rang vier und habe dann den Dritten überholt. In Wittgenborn möchte ich wieder aufs Podium fahren."

