Die Reise der Piloten der MotoMini Germany führte am vergangenen Samstag auf den Templiner Ring im Norden Brandenburgs. Bei frühsommerlichen Temperaturen kämpften die Fahrer in den Wertungsläufen fünf und sechs um wichtige Meisterschaftspunkte. Manuel Kröner (Werdau) schnappte sich mit einem weiteren Doppelsieg die maximale Punktzahl in der MotoMini 190. Ben Warzecha (Glauchau) setzte sich in einem engen Fight auf der 1105 Meter langen Strecke durch und gewann den ersten Lauf. Den zweiten Tagessieg schnappte sich Till Trinks (Meerane) in der MotoMini 160.
Ohvale MotoMini-190 Klasse
Zum vierten Mal in dieser Saison setzte Manuel Kröner die Trainingsbestzeit und sicherte sich mit 55,817 Sekunden die Pole-Position. Finja-Inken Niehues (Lüdinghausen) stellte ihre Ohvale 190 mit einer Zeit von 56,058 Sekunden auf Startposition zwei. Helena Weiderer qualifizierte sich für den dritten Platz.
Manuel Kröner behauptete seine Spitzenposition am Start zum ersten Lauf. Niehues fiel auf den dritten Rang zurück. Nick Goldammer (Chemnitz) reihte sich mit einem guten Start auf Position zwei ein. Die Pilotin vom Rallye-Club Haltern holte sich Position zwei im ersten Umlauf zurück und schloss die Lücke zum Führenden. Kröner und Niehues lieferten sich ein enges Rennen. In der vierten Runde wechselte die Führung. Diesmal hängte sich Kröner ans Hinterrad von Finja-Inken Niehues und lauerte auf eine Möglichkeit zum Kontern. In der vorletzten Runde fand Kröner eine Lücke zum Überholen und raste als Sieger ins Ziel. Niehues folgte auf Rang zwei. Helena Weiderer komplettierte das Podium mit Platz drei vor Nick Goldammer auf Position vier.
Am Ende des 14-Runden-langen zweiten Rennens des Tages triumphierte Manuel Kröner erneut und setzte seine Siegesserie fort. Der junge Sachse behauptete am Start seine Spitzenposition und setzte sich kontinuierlich von seinen Verfolgerinnen ab. Finja-Inken Niehues versuchte in den ersten Runden, am Führenden dranzubleiben, musste ihn im Verlauf des Rennens jedoch ziehen lassen und folgte auf Rang zwei ins Ziel. Helena Weiderer beendete das Rennen auf Position drei.
Mit 150 Punkten baut Kröner seine Tabellenführung weiter aus. Weiderer liegt mit 104 Zählern auf Rang zwei der Meisterschaft. Niehues verbessert sich auf Platz drei der Gesamtwertung mit 80 Punkten.
Manuel Kröner (1./1., Werdau): „Das Wochenende hier in Templin war wieder sehr erfolgreich. In den freien Trainings hatte ich noch ein paar Probleme, aber in den Zeittrainings lief es dann und ich konnte mir die Pole holen. Das erste Rennen war durch den Kampf mit Finja (Niehues) sehr intensiv. Zwei Runden vor Schluss konnte ich sie überholen und den Lauf gewinnen. Im zweiten Rennen war es besser, ich konnte von Beginn an meine Führung verteidigen. Oschersleben gehört zu meinen Lieblingsstrecken und da möchte ich wieder um den Sieg kämpfen.“
Finja-Inken Niehues (2./2., Lüdinghausen): „Die Strecke hier ist sehr technisch, aber wenn man im Flow ist, ist sie sehr schön. In den ersten Trainings lief es nicht. Ich hatte einfach keine Pace. Im Verlauf des heutigen Tages hat es sich dann entwickelt. Das erste Rennen lief super, ich war sehr lange Führende, bis ich zwei Runden vor Schluss überholt wurde. Dafür revanchiere ich mich irgendwann. Im zweiten Rennen war ich unterzuckert, da ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte. Wegen der spannenden Rennen in den anderen Klassen hatte ich es einfach vergessen. Ich konnte das Rennen aber trotzdem auf zwei beenden. Mein Fazit zu diesem Wochenende: „Immer etwas essen und mehr Mut haben.“
Helena Weiderer (3./3., München): „Templin ist eine schöne Strecke. In den Trainings lief es gleich gut, ein Set-up fürs Motorrad zu finden. Der erste Start lief nicht gut, ich habe eine Position verloren, konnte jedoch wieder aufschließen und mir Rang drei zurückerobern. Mit meinem zweiten Rennen bin ich zufrieden, ich konnte den Rückstand auf die Führenden zwischenzeitlich verkürzen. In Oschersleben möchte ich wieder Spaß haben.“
Ohvale MotoMini-160 Klasse
Till Trinks verbesserte im zweiten Zeittraining seine Rundenzeit auf 54,726 Sekunden und schnappte sich die vierte von vier Pole-Positions in dieser Saison. Ben Warzecha folgte auf Rang zwei in der Startaufstellung mit seiner schnellsten Runde von 55,156 Sekunden. Mit nur 0,027 Sekunden Rückstand holte sich Karl Henry Todorovic (Chemnitz) Position drei auf dem Grid.
Ben Warzecha kam gut vom Start weg und übernahm beim Sprint auf die erste Kurve die Führung. Till Trinks reihte sich dahinter auf Position zwei ein. Beide Fahrer des AMC Sachsenring lieferten sich ein enges Rennen, und Trinks eroberte sich in der zwölften Runde die Führung. Eine Runde später konterte Warzecha, übernahm die Spitzenposition erneut und verteidigte sie bis zur Ziellinie. 0,108 Sekunden später folgte Till Trinks als Zweiter ins Ziel. Karl Henry Todorovic behauptete Platz drei am Start. In einem engen Kampf mit Merdan Karabulut (NLD) verteidigte er seine Position über die komplette Renndistanz und feierte seine erste Podiumsplatzierung auf Rang drei. Karabulut raste auf Position vier ins Ziel. Beray Satici (NLD) beendete den Lauf auf Rang fünf.
Todorovic ging am Start zum zweiten Lauf über 14 Runden in Führung. Pole-Setter Trinks holte sich die Spitzenposition in der ersten Kurve zurück. Der Pilot vom AMC Sachsenring setzte sich Runde um Runde von seinen Verfolgern ab und gewann den Lauf mit 3,003 Sekunden Vorsprung. Warzecha fiel nach seinem schlechten Start auf Rang vier zurück. Er gab nicht auf und kämpfte sich auf Position zwei vor, konnte die Lücke zum Führenden aber nicht mehr schließen und beendete den Lauf auf zwei. Wie im ersten Rennen lieferten sich Todorovic und Karabulut einen Fight ums Podium. Diesen entschied Karl Henry Todorovic für sich und wurde erneut Dritter. Karabulut folgte auf Position vier ins Ziel. Lukas Mayer (Neubeuern) komplettierte nach einem engagierten Rennen die Top Five.
Warzecha behauptet die Meisterschaftsführung mit 140 Zählern. Platz zwei belegt Trinks mit 126 Punkten. Karabulut verteidigt Rang drei mit 82 Zählern.
Ben Warzecha (1./2., Glauchau): „Templin ist eine gute Strecke mit ihren schnellen und technischen Passagen. Die Zeittrainings konnte ich beide als Zweiter abschließen. Den ersten Start habe ich gewonnen. Es war ein sehr intensives Rennen, mit Till (Trinks) haben wir immer wieder die Führung gewechselt. In der vorletzten Runde musste er weit gehen, nachdem er mich überholt hatte. Ich habe dann gekontert und das Rennen gewonnen. Das zweite Rennen war sehr schwer. Der Start ist mir nicht gelungen, so bin ich auf vier zurückgefallen. Es hat dann sehr lange gedauert, bis ich an den Konkurrenten vorbeikam, da war Till schon enteilt. Ich konnte den Rückstand zwar verkürzen, aber nicht mehr zum Überholen aufschließen. In Oschersleben möchte ich in beiden Rennen um den Sieg kämpfen.“
Till Trinks (2./1., Meerane): „Hier in Templin macht es viel Spaß zu fahren. Gestern lief es schon richtig gut. Heute Morgen konnte ich mir die vierte Pole-Position in Folge sichern. Das erste Rennen war in Ordnung, ich war immer an Ben (Warzecha) dran, wir haben uns öfter überholt. Es war sehr eng und Ben hat es dann gewonnen. Beim zweiten Lauf hatte ich einen sehr guten Start. Aus der ersten Runde kam ich mit über einer Sekunde Vorsprung zurück und habe gewonnen. Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. In Oschersleben möchte ich an die Ergebnisse weiter anknüpfen, vorn mitfahren und Spaß haben.“
Karl Henry Todorovic (3./3., Chemnitz): „Templin gefällt mir sehr, besonders die lange Linkskurve. Am Anfang hatte ich noch Probleme, die richtige Linie zu finden, aber mein Trainer hat mir sehr geholfen und dann ging es gleich viel besser. Im ersten Rennen konnte ich Platz drei am Start behaupten. Nach vorn musste ich etwas abreißen lassen, aber mit Merdan (Karabulut) hatte ich ein enges Rennen. Der zweite Start war sehr gut. Ich hatte wieder sehr intensive Kämpfe mit Ben (Warzecha) und Merdan. Über mein Ergebnis bin ich sehr glücklich. In Oschersleben möchte ich auf meinem Erfolg von hier aufbauen. Ich will versuchen, mich in den Zeittrainings noch besser zu positionieren.


