Nicht die üblichen Verdächtigen standen am Stemweder Berg bei den DRM Nationals ganz oben auf dem Podium: Markus Danielsmeyer und seine Beifahrerin Katarzyna Pawlowska nahmen am Samstagabend auf dem Marktplatz in Lübbecke den Siegerpokal entgegen. Das Fahrer-Duo hatte im Ford Escort MK2 zwar keine Wertungsprüfung gewonnen, fuhr jedoch konstant und sicher bis ins Ziel, während einige Konkurrenten vorzeitig ausschieden. Damit feierten Danielsmeyer und Pawlowska nach dem Gewinn der DRM Classic nun auch in der Breitensportserie ihren ersten Sieg.
„Wir haben natürlich von den Ausfällen einiger schneller Konkurrenten profitiert“, erklärte Danielsmeyer. „Aber man muss erst einmal durchkommen. Zudem hatten wir Probleme mit der Kupplung. Es war eine schwierige Rallye mit sehr unterschiedlichen Prüfungen. Deshalb freuen wir uns über den ersten Erfolg umso mehr.“
Neben den Überraschungssiegern stand ein weiteres Team auf dem Treppchen, das zuvor kaum jemand auf der Rechnung hatte: Die dänisch-niederländische Kombination Henrik Munk Hansen und Matthijs Heuten belegte im Peugeot 106 S16 Rang zwei. Munk Hansen: „Ein tolles Ergebnis. Dabei wurden wir sogar noch mit einer 10-Sekunden-Strafe belegt, weil wir zu spät beim Tanken waren. Wir haben aber weitergekämpft und wurden belohnt. Das Auto lief gut, hat aber seine Macken: Es ist immerhin 30 Jahre alt. Jetzt wollen wir den Champagner genießen“, sagte der Däne, der in der Gesamtwertung der DRM Nationals auf Position drei vorrückte.
Philipp Heinmüller und Lukas Müller sicherten sich Platz drei und sind damit wieder Spitzenreiter in der Breitensportserie. Die Besatzung des Opel Astra musste allerdings eine Nachtschicht einlegen. „Wir sind am Freitagabend bei der WP4 mit einem technischen Defekt an der Lichtmaschine ausgefallen, wollten aber nicht aufgeben. Deshalb haben wir uns nachts zu Hause in Hessen die Ersatzteile geholt, alles repariert und konnten am Samstag wieder an den Start gehen“, verriet Heinmüller. Allerdings ging es bei dem großen Zeitverlust vor allem um Schadensbegrenzung. Der Opel-Pilot: „Uns gelangen noch vier Bestzeiten, aber für ganz nach vorn hat es nicht gereicht. Wir haben aus der Situation aber das Maximum herausgeholt.“
Am 9. und 10. Oktober geht es für die Piloten der Breitensportserie bereits weiter. Im Rahmen der ADAC 3-Städte-Rallye steht der fünfte Saisonlauf der DRM Nationals auf dem Programm.

