Der achtmalige schwedische Rallycross-Weltmeister Johan Kristoffersson und sein Co-Pilot Dennis Zenz (Škoda Fabia RS Rally2) liegen nach Tag eins der Lausitz Rallye vorn. Das Duo gewann am Freitag beide Wertungsprüfungen und verwies die Markenkollegen Matthias Kahle/Christian Doerr sowie die Schweden Adam Grahn/Christoffer Bäck auf die Plätze zwei und drei.
Da die ersten vier des Gesamtklassements nicht in der Deutschen Rallye-Meisterschaft eingeschrieben sind, ist Tabellenführer Marijan Griebel (ebenfalls Škoda) als Gesamtfünfter bester DRM-Starter. Gemeinsam mit Beifahrerin Ella Kremer hat sich der 37-Jährige eine gute Ausgangsposition geschaffen, um am Samstag zum sechsten Mal Deutscher Rallye-Meister zu werden. In der DRM-Wertung folgen Carsten Mohe/Andrea Lieber (Škoda) und Björn Satorius/Nico Otterbach (Toyota GR Yaris Rally2) auf den Plätzen zwei und drei. Griebels schärfster Konkurrent Philip Geipel ist mit Jennifer Lerch (Toyota) nur Vierter. Er muss auf der zweiten Etappe deutlich zulegen, wenn er seine Titelchancen wahren will. Dennis Rostek und Stefan Kopczyk (Škoda Fabia RS Rally2) komplettieren die Top-Fünf in der DRM-Wertung.
Timo und Jasmin Weigert (Renault Clio Rally3) steuern nach einer kontrollierten Fahrt in der DRM3 auf Meisterkurs. In der DRM4 zeigten Kilian Nierenz und Milena Raithel (Opel Corsa Rally4) bei ihrer ersten Schotterrallye eine starke Leistung und führen. Tom Kässer und Sarah Glass beendeten den Freitag im Peugeot 208 Rally4 auf Rang zwei. Heiko Imiolczyk und Roland Winterkorn (Opel) sind Dritte. Die Tabellenführer Patrick Pusch und Tilmann Bößert haben auf der zweiten Wertungsprüfung viel Zeit im Opel Corsa Rally4 verloren und liegen nur auf Position vier. Bei zwölf Punkten Vorsprung auf Nierenz/Raithel können sich die Fans am Samstag auf einen spannenden Zweikampf um den Titel in der DRM4 freuen.
Matthias Karlowski und Michael Wagner (Opel Ascona i2000) gehen in der DRM Classic als Spitzenreiter in den Schlusstag. Erreichen sie das Ziel, ist ihnen der Gesamtsieg in dieser Wertung sicher. Bei den DRM Nationals setzten sich Paul Knüpfer und Stine Schmidt im Opel Astra G OPC deutlich von ihrer Konkurrenz ab. Rang zwei sicherten sich Markus Roch und Raphael Eckel (Subaru Impreza WRX STI). Karlowski/Wagner belegen Platz drei in der Breitensportserie.
Nach dem Showstart am Freitag um 15:38 Uhr vor der Gemeindeverwaltung Boxberg erwartete die Teams sofort ein echter Härtetest: Der 21,83 Kilometer lange Rundkurs Sprey musste zweimal gefahren werden und forderte die Crews gleich zum Auftakt mit Schotter, Sand und einer Sprungkuppe. Vor allem auf der zweiten Schleife im Dunkeln waren der Aufschrieb und die Kommunikation im Cockpit der Schlüssel zum Erfolg. Am Samstag geht die Lausitz Rallye ab 9:09 Uhr mit der WP Mulkwitz 1 weiter. Insgesamt stehen sechs Wertungsprüfungen auf dem Programm. Die drei Erstplatzierten jeder Klasse und der neue Deutsche Rallye-Meister werden um 17:34 Uhr ebenfalls vor der Gemeindeverwaltung Boxberg geehrt.



