148 Fahrerinnen und Fahrer aus 19 Nationen beim vierten Saisonlauf. Erste vorzeitige Titelentscheidungen sind auf dem Erftlandring möglich. KZ2 Cup mit 53 Startern erneut größte Klasse des Wochenendes.
Die Deutsche Kart-Meisterschaft biegt auf die Zielgerade der Saison 2026 ein. Vom 14. bis 16. August steht auf dem traditionsreichen Erftlandring in Kerpen der vierte von fünf Saisonläufen auf dem Programm. 148 Fahrerinnen und Fahrer aus 19 Nationen treten in den fünf Prädikaten an. Nach Mülsen, der Premiere in Cheb und der Saisonhalbzeit in Ampfing gewinnen die Meisterschaftsstände nun zusätzlich an Bedeutung und bereits erste Vorentscheidungen sind möglich. Beide Renntage können wieder live im Online-Stream auf dem ADAC Motorsport Youtube-Kanal verfolgt werden. Der Samstag startet um 13 Uhr mit den Heats, Sonntag geht es um 9:10 Uhr mit den Super Heats weiter.
Der 1.107 Meter lange Erftlandring gehört zu den traditionsreichsten Schauplätzen des deutschen Kartsports. Michael und Ralf Schumacher sowie Sebastian Vettel sammelten hier in jungen Jahren wichtige Erfahrungen auf ihrem Weg in die Formel 1. Seit Jahrzehnten bringt die Strecke immer wieder Talente hervor. Ein aktuelles Beispiel ist Devin Titz: Der Deutsche Mini-Kart-Meister von 2025 machte in Kerpen seine ersten Schritte im Motorsport und gehört inzwischen dem Mercedes-AMG F1 Junior Team sowie dem Motorsport Team Germany an. Auch einige der Fahrer des kommenden Wochenendes träumen davon, diesem Weg zu folgen.
Die Starterfelder bieten dafür erneut eine starke Bühne. Mit 51 Teilnehmern ist der KZ2 Cup nur einen Platz von seiner maximalen Kapazität entfernt und stellt einmal mehr das größte Feld. Hinzu kommen 30 Fahrer in der OK-N Junior, 28 in der OK-N, 22 Mini-Piloten und 17 Fahrer in der KZ2. Insgesamt kommen die Teilnehmer aus 19 Nationen.
Kamenik und Möhring mit erster Matchpoint-Chance
Die deutlichsten Ausgangslagen vor Kerpen haben Jakub Kamenik (Lanari Racing Team) in der OK-N und Henri Möhring (Dörr Motorsport) in der OK-N Junior. Kamenik führt die DSKM mit 73 Punkten Vorsprung an. Ben Goetz (Ebert Motorsport) und Constantin Papst (TB Racing Team) trennen in der Verfolgerposition nur einen Punkt. Sollte der Spitzenreiter aus Tschechien das Rennwochenende in Kerpen mit mehr als 101 Zählern Vorsprung verlassen, wäre die Meisterschaft bereits vor dem Finale entschieden.
Ähnlich präsentiert sich die Situation bei den Junioren. Möhring hat die bisherige Saison mit drei Finalsiegen geprägt und führt die DJKM mit 296 Punkten an. Das Lanari Racing Team-Duo Milan Rossi und Mattao Mason nimmt Rang zwei und drei ein. Der Vorsprung des Spitzenreiters auf Rossi beträgt 66 Zähler, damit besitzt auch Möhring in Kerpen die Chance, sich vorzeitig eine entscheidende Ausgangslage für den Titel zu schaffen.
Enger Kampf in KZ2, Mini und KZ2 Cup
Deutlich kompakter geht es in der KZ2 zu. Emilien Denner (Formula K SRP Factory Team/236) reist als Tabellenführer nach Kerpen. Dion van Werven (CS Competition/199) und Daniel Stell (Kartshop Ampfing/196) liegen in der direkten Verfolgerrolle. Auch Ampfing-Sieger Matej Preuss (Formula K SRP Factory Team/191) und Marek Skrivan (TB Racing Team/189) befinden sich weiterhin mitten im Titelkampf. Zwischen Rang eins und fünf liegen lediglich 47 Punkte, auf dem Erftlandring kann sich das Bild entsprechend schnell verändern. In der Mini führt der Däne Albert Poulsen (Poulsen Motorsport) mit 255 Punkten vor seinem Landsmann Mikas Toro Lundsholm (AF Competition/228) und Leo Klok (CRG Holland/217) aus den Niederlanden. Poulsen hat sich damit ein kleines Polster erarbeitet, von einer Vorentscheidung kann vor Kerpen aber noch keine Rede sein.
Die engste Spitze bietet aktuell der KZ2 Cup. Oliver Staedtler (Formula K SRP Factory Team) liegt lediglich acht Punkte vor Ampfing-Sieger Marc Gerstenkorn (Mach1 Motorsport). Während sich Manuel Kastl (CS Competition) bereits mit einem größeren Rückstand auf Rang drei einreiht. Mit 51 Teilnehmern im KZ2 Cup wird bereits der Weg ins Finale wieder zu einer Herausforderung, nur die besten 36 erreichen am Sonntag den entscheidenden Endlauf. Auch in der Teamwertung ist noch alles offen. Das Lanari Racing Team führt nach drei Veranstaltungen mit 270 Punkten nur knapp vor dem Formula K SRP Factory Team mit 262 Zählern.
Das Rennwochenende folgt dem bekannten DKM-Format. Nach den Trainings am Freitag stehen am Samstag Zeittraining und Heats auf dem Programm. Am Sonntag entscheiden zunächst die Super Heats über die Ausgangslage für die Finals. Danach ist klar, wer mit einem komfortablen Polster zum Saisonfinale reist und ob auf dem traditionsreichen Erftlandring vielleicht sogar schon der erste Champion des Jahres feststeht.