Können Seriensieger im Porsche Sports Cup Deutschland gestoppt werden? Thomas Ambiel bringt Le-Mans-Feeling in die STT. Historische Rennserien bereichern Programm.
Das ADAC Racing Weekend meldet sich mit Back-to-Back-Rennwochenenden in Spa-Francorchamps und Salzburg aus der Sommerpause zurück; den Anfang machen am kommenden Wochenende (28. bis 30. August) die Rennen auf dem belgischen Grand-Prix-Kurs von Spa-Francorchamps. In den Ardennen treffen sich die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, die Spezial Tourenwagen Trophy (STT), die GT Summer Series, die Youngtimer Trophy, die Cup & Tourenwagen Trophy, die Tourenwagen Golden Ära und die Alfa Romeo Challenge. Der kostenlose Livestream beginnt am Samstag um 11:15 Uhr, kurz bevor die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und die Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 in ihren ersten Lauf starten und am Sonntag um 10:20 Uhr mit Durchgang eins der Tourenwagen Golden Ära. Zu finden ist die Liveübertragung unter dem Link youtube.com/adacmotorsports.
Zwei Talente jagen Antoszewski
In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 2026 bestimmt Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) von Beginn an das Geschehen, er führt seit dem Saisonauftakt die Gesamtwertung an. An jedem der bisherigen vier Rennwochenenden konnte er mindestens einen Triumph feiern, beim Auftakt in Hockenheim siegte er sogar zweimal. Zwei Erfolge kann Joel Hohmann (Porsche 911 GT3 Cup (992)) aufweisen, einmal stand Mads K.Ljungberg (Porsche 911 GT3 Cup (992)) ganz oben auf dem Treppchen. Hohmann und Ljungberg sind Nachwuchsfahrer aus dem Porsche Sports Cup Deutschland Talent Pool und zeigen immer wieder, dass sie sich bereits mit erfahrenen Piloten wie Antoszewski messen können.
Wer bezwingt Vendelbo?
Während Antoszewski in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 fünfmal gewonnen hat, wurde Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 sogar schon sieben Mal als Erster abgewinkt. Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) sammelte einen ersten Platz, doch er schaffte es im Gegensatz zu Vendelbo, alle bisherigen acht Rennen in den Top 3 zu beenden. In allen Läufen erreichte auch Daniel Reiter (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) das Ziel, der ProAm-Starter liegt hinter Vendelbo, Sobczyk, Bruno Görtz und Adrian Wolf (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) auf Rang fünf der Gesamtwertung.
GT4-Piloten wollen in der STT Spitze verteidigen
In der STT hat sich mit Thomas Ambiel ein neues Gesicht angesagt, er bringt einen Duqueine D08 mit nach Belgien. Der kleine Le-Mans-Prototyp der Kategorie LMP3 wird in der Division I einsortiert, in der auch Henry Walkenhorst (BMW M6 GT3) sein STT-Saisondebüt gibt. Die am besten platzierten Teilnehmer in der Gesamtwertung der STT starten hingegen in der Division II und vertrauen einem GT4-Fahrzeug: Thomas Frank / Peter Terting (beide Porsche GT4 RS) vor Michael Crossley-Wright / Andreas Schürmann (beide Aston Martin Vantage GT4). Beide Duos trennen gerade einmal 8,5 Punkte. Deutlich enger geht es im Kampf um die zweite Position zu, hier rangiert Roland Hertner (Hyundai i30 TCR) minimale 0,25 Zähler hinter Crossley-Wright / Schürmann.
Kann Westarp seine Führung auch nach der Sommerpause behalten?
Die Sommerpause der GT Summer Series hat sogar noch etwas länger gedauert als die des ADAC Racing Weekend, denn die GTSS fuhr Ende Juni letztmals um Siege und Platzierungen. Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) hat zurzeit die Spitze der Gesamtwertung inne, er liegt vor Mike Jansen und dem Duo Marco Reinbold / Paul Hochberger (alle Porsche 992 GT3 Cup). Dabei wird Westarp in der Klasse GT3 AM geführt, während Jansen und Reinbold / Hochberger in der Klasse Cup 2 starten. Nach ihren drei Siegen vom Nürburgring haben auch Antoine Berberich-Martini und David Schumacher (beide Ford Mustang GT3) Gefallen an der GT Summer Series gefunden und werden als Duo auch in Spa-Francorchamps mit von der Partie sein.
Youngtimer Trophy glänzt mit über 90 Einschreibungen
Das große Feld der Youngtimer Trophy wird auf zwei Rennen aufgeteilt; Lauf eins besteht aus 44 Teilnehmern, Durchgang zwei aus 48 Teilnehmern. Im ersten Rennen ist auch Daniel Krabbe (Volkswagen Scirocco 2) dabei, er teilt sich sein Fahrzeug in Spa-Francorchamps mit Silvio Piperato. Rainer Schilling und Sascha Schilling pilotieren einen BMW 3/1 (E30) 318is und wollen als aktuell Tabellenzweite Druck auf Spitzenreiter Krabbe machen. Doch sie müssen auch auf Matthias Hackmann und Sascha Hackmann (beide BMW E36) aufpassen, die als Gesamt-Dritte weiter nach vorne stoßen wollen. Hackmann / Hackmann starten im zweiten Heat, während Schilling / Schilling wie Krabbe / Piperato in Lauf eins einsortiert sind.
Vielfalt in der Cup & Tourenwagen Trophy
Elias Funke (Opel Astra TCR) heißt der punktbeste Teilnehmer der Cup & Tourenwagen Trophy nach acht Saisonrennen, er wird vor Stephan Reuter (Mini Cooper S 1.4) und vor Finn Grube / Jeremy Baumert (beide Opel Corsa) notiert. Eines der auffälligsten Fahrzeuge im Feld ist der Mitsubishi Lancer Evo 9, mit dem Mario Fuchs auch in Spa-Francorchamps wieder für Furore sorgen möchte. Mit insgesamt 43 Nennungen kann sich auch die CTT über ein großes Teilnehmerinteresse freuen.
Tourenwagen-Geschichte auf der Strecke
Die Tourenwagen Golden Ära bringt unterschiedliche Tourenwagen aus der DTM, der STW, der DRM und der Gruppe 5 zusammen. In der Gesamtwertung befinden sich auf den ersten drei Positionen Vertreter der Klassen DTM, STW und DRM: Kris Nissen steuert den DTM-Boliden BMW E30 M3 DTM und ist auf Rang eins klassiert, Jörg Bernhard ist mit seinem BMW M3 E36 aus der Klasse STW Zweiter und Michael Sadurski konnte sich mit seinem Opel Ascona 400 aus der DRM an die dritte Stelle schieben. Bester Vertreter der Gruppe 5 ist Michael Kammermann, der einen BMW M1 Procar in seinen Händen hält und als Neunter der Gesamtwertung geführt wird.
Motorsport Made in Italy
Schließlich bereichert noch die Alfa Romeo Challenge das Programm in den Ardennen. Startberechtigt sind alle Fahrzeuge aus dem Fiat-Konzern, doch das Hauptaugenmerk liegt auf historischen Modellen von Alfa Romeo. Sie sind in vier Klassen aufgeteilt, die alle in einer Gesamtwertung zusammengefasst werden. Kabir Bonavetti (Alfa Romeo 75 Turbo Evoluzione) hat bisher die meisten Zähler gesammelt und ist vor Giuseppe Tizza (Alfa Romeo 75 3,0) Tabellenführer. Hinter den beiden Klasse-4-Startern folgt Martin Richter (Alfa Romeo 147 JTD Cup), der beste Teilnehmer der Klasse 3. Und punktgleich mit Richter findet sich Sven Weibel (Alfa Romeo 33 16V QV) als bester Klasse-5-Vertreter auf Position vier der Gesamtwertung wieder.
Das erwartet uns in Spa-Francorchamps
Das ADAC Racing Weekend in Spa-Francorchamps bietet ein volles Programm, das am Freitag um 12:25 Uhr mit dem freien Training der Alfa Romeo Challenge beginnt. Der Freitag endet um 17:30 Uhr mit dem zweiten Qualifying der GT Summer Series. Am Samstag brummen die Motoren um 9:05 Uhr zum ersten Mal, wenn das erste Qualifying der Cup & Tourenwagen Trophy in der Agenda steht. Der Zieleinlauf von Heat zwei der GT Summer Series beschließt den zweiten Tag um 17:40 Uhr. Auch am Sonntag geht es wieder um 9:05 Uhr los, dieses Mal läutet die STT den Renntag mit ihrem zweiten Qualifying ein. Am Sonntag um 17 Uhr soll dann planmäßig die Zielflagge im zweiten Durchgang der Tourenwagen Golden Ära fallen und so das Gastspiel in Belgien beenden.

