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ADAC Racing Weekend·24.6.2026

Volles Programm an drei Tagen auf dem Nürburgring

Jan Antoszewski und Nikodem Sobczyk dominieren im Porsche Sports Cup. Vier GT4-Duos an der Spitze der STT. Alex Mohr möchte Siegesserie im ADAC Tourenwagen Junior Cup ausbauen.

Das dritte ADAC Racing Weekend des Jahres 2026 bietet vom kommenden Freitag bis Sonntag (26. – 28. Juni) eine große motorsportliche Vielfalt. Auf dem Nürburgring wird neben der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) und dem ADAC Tourenwagen Junior Cup auch wieder die GT Summer Series dabei sein. Erstmals in diesem Jahr starten der ADAC Graf Berghe von Trips Pokal, der ADAC Historic Cup Ost mit den Formelfahrzeugen und Tourenwagen sowie die European GT Lite Challenge im Rahmen eines ADAC Racing Weekend. Seine Premiere bei einem ADAC Racing Weekend feiert der Ferdinand Cup aus Frankreich. Der beliebte und kostenlose Livestream wird auch vom Nürburgring wieder angeboten: Er beginnt am Samstag um 9:35 Uhr, wenige Minuten vor dem Start des Rennens zur Porsche Sprint Challenge Deutschlands GT3 und Porsche Sprint Challenge GT4. Am Sonntag geht er um 9:45 Uhr, kurz vor Beginn des ersten Laufs des ADAC Graf Berghe von Trips Pokals, auf Sendung.

Joel Hohmann möchte zweiten Sieg in der Porsche Sprint Challenge GT3 feiern

In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 hat Jan Antoszewski (Porsche 911 GT3 Cup (992)) nach vier Rennen die Führung in der Gesamtwertung inne. Er konnte bereits dreimal gewinnen und einmal Platz zwei erobern; im zweiten Lauf von Oschersleben sah Joel Hohmann (Porsche 911 GT3 Cup (992)) die Zielflagge gut 2,5 Sekunden vor dem Polen. Hohmann ist aktuell Zweiter der Fahrerwertung und möchte seine Rivalen in der Eifel weiter unter Druck setzen. Auch Mads K. Ljungberg (Porsche 911 GT3 Cup (992)), im vergangenen Jahr einer der schnellsten GT4-Piloten im Porsche Sports Cup Deutschland, zeigt, dass er die Umstellung auf den GT3 gut gemeistert hat. Nach drei Podestplätzen reist er als Tabellen-Dritter zum Nürburgring.

Rasmus Vendelbo (Startnummer 47) hat schon drei Siege in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 errungen © Foto: Porsche Sports Cup Deutschland
Enges Duell um die Führung in der Porsche Sprint Challenge GT4

In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 hat Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) die Nase vorne, doch hier geht es deutlich enger zu als in der GT3-Klasse. Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) folgt dem Polen mit einem Rückstand von gerade einmal 3,6 Punkten. Vendelbo und Sobczyk haben sich bisher alle Siege untereinander aufgeteilt: Sobczyk gewann einmal, Vendelbo triumphierte dreimal. Doch weil letztgenannter einen Ausfall hinnehmen musste, während sein Kontrahent immer punktete, liegt dieser vorne.

Peter Testing und Thomas Frank sind die Spitzenreiter in der STT © Foto: STT
Terting / Frank die Gejagten in der STT

In der STT wird aktuell das Duo Peter Terting / Thomas Frank (beide Porsche GT4 RS) an der Spitze geführt. Die GT4-Piloten glänzten insbesondere in der Motorsport Arena Oschersleben, als sie Rennen eins gewinnen konnten und im zweiten Lauf als Dritte auf das Podest klettern durften. Konstant gute Resultate in ihrer Division verhalfen dem Duo Michael Crossley-Wright / Andreas Schürmann (Aston Martin GT4 Vantage) auf den zweiten Tabellenrang. Auch die Positionen drei und vier belegen mit Jonathan Engström / Kjell Holm (Mercedes-AMG GT4) und Christian Klien / Alex Lambertz (Lotus Emira GT4) zwei Duos vor Roland Hertner (Hyundai i30 TCR), dem besten Einzelstarter.

Enges Duell zwischen Matti Klasen und Lennard Zerbe im ADAC Tourenwagen Junior Cup © Foto: ADAC Tourenwagen Junior Cup
Kann Matti Klasen seinen ersten Triumph feiern?

Der ADAC Tourenwagen Junior Cup, in dem alle Teilnehmer einen VW up! GTI pilotieren, hat erst ein Rennwochenende hinter sich und an dem konnte vor allem Alex Mohr begeistern. Beide Rennerfolge und eine Pole Position riss sich der 16-Jährige unter den Nagel. Groß war der Jubel aber auch bei Matti Klasen, der sich im ersten Durchgang als Dritter zum ersten Mal auf dem Treppchen zeigen durfte und am Sonntag als Zweiter bereits seine zweite Siegerehrung erlebte.

Hermann Speck in der Verfolgung von Thomas Westarp in der GT Summer Series © Foto: GT Summer Series
GT Summer Series: Wer schlägt Thomas Westarp?

Zum zweiten Mal absolviert die neue GT Summer Series einen Auftritt im Rahmen eines ADAC Racing Weekend. Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) drückte der Premiere der Summer Series beim ADAC Racing Weekend, die Ende Mai in Oschersleben stattfand, seinen Stempel auf – er gewann beide 30-minütigen Sprints und das abschließende 50-Minuten-Rennen. In allen Durchgängen folgte ihm Hermann Speck (Porsche 992 GT3 R) jeweils als Zweiter, Position drei ging in beiden kurzen Läufen an Mike Janser (Porsche 992 GT3 Cup). Im langen Heat eroberten Igor Klaja und Fabian Dybionka (beide Porsche 992 GT3 Cup) den letzten Platz auf dem Podium.

Historische Formel-Renner und Fahrzeuge aus dem Ostblock

In der Eifel werden auch die Freunde historischer Formel-Fahrzeuge auf ihre Kosten kommen, denn der ADAC Graf Berghe von Trips Pokal macht dort Station. Beim Saisonauftakt der Serie, in der insbesondere Rennwagen der Formel 3, Formel Opel und Formel Ford eingesetzt werden, war Patrick Andriessen (Ralt RT3/83 Alfa-Novamotor) zweimal nicht zu bezwingen. Ebenfalls historische Autos werden in den beiden Serien des ADAC Historic Cup Ost eingesetzt. Der Cup besteht aus einer Serie für Formel- und einer für Tourenwagen. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass alle Modelle nicht jünger als Baujahr 1990 sein dürfen und aus dem ehemaligen Ostblock stammen müssen. In den Formel-Kategorien führen zurzeit Dirk Böttcher (Melkus-Thaßler MT 77-3) und Nils-Holger Wilms (Melkus M90), bei den Tourenwagen hat Norbert Haupt (Melkus Spyder PT 73) Platz eins in seinen Händen.

Ferdinand Cup erstmals beim ADAC Racing Weekend

Die European GT Lite Challenge lief bis zum Vorjahr noch unter dem Namen Lotus Cup Europe, hat sich nun aber für andere Marken geöffnet. Doch auch in diesem Jahr stehen mit Rainer Börgens und Paul Maréchal (beide Lotus Exige V6 Cup R) zwei Lotus-Piloten an der Spitze des Klassements. Schließlich erlebt der Ferdinand Cup sein Debüt bei einem ADAC Racing Weekend. Die französische Rennserie konzentriert sich auf Porsche-Exemplare, die älter als 25 Jahre sind und bietet aktuell drei Wertungen an, die sich anhand der Leistung und weiterer technischer Details der Fahrzeuge unterscheiden.

So läuft das Wochenende in der Eifel

Das Rennwochenende auf dem Nürburgring beginnt am Freitag um 9:00 Uhr mit dem freien Training der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4. Das freie Training des ADAC Tourenwagen Junior Cup beendet um 17:50 Uhr den ersten Tag. Am Samstag müssen die Piloten des ADAC Tourenwagen Junior Cup dann als erste raus, denn um 8:10 Uhr steht bereits ihr erstes Qualifying auf dem Programm. Das um 16:55 Uhr endende zweite Qualifying des ADAC Graf Berghe von Trips Pokals ist am Samstag der letzte Wettbewerb. Den Sonntag läutet die STT mit ihrem zweiten Qualifying um 8:35 Uhr ein; die GT Summer Series schließt ihn mit ihrem dritten Rennen und einem planmäßigen Zieleinlauf um 17:00 Uhr ab.