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ADAC Racing Weekend·1.6.2026

Spannende Rennen begeistern in Oschersleben

Rasmus Vendelbo zweimal ganz vorne in der Porsche Sprint Challenge GT4 . Peter Terting / Thomas Frank sowie Kyam Potez feiern Siege in der STT. Thomas Westarp gewinnt alle drei Rennen der GT Summer Series.

Eineinhalb Tage mit Sonnenschein und dann eine Phase mit Regen, so präsentierte sich die Motorsport Arena Oschersleben am vergangenen Wochenende beim zweiten ADAC Racing Weekend des Jahres 2026. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 hießen die Sieger Jan Antoszewski und Joel Hohmann (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)), in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 war Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) zweimal ganz vorne. In der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) wurden einmal Peter Terting / Thomas Frank (beide Porsche GT4 RS) und einmal Kyam Potez (Mercedes-AMG GT4) als Erste abgewinkt, während die größten Pokale in der GT Summer Series sowohl in den beiden 30-Minuten-Sprints wie auch im abschließenden 50-minütigen Rennen an Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) gingen. Der Norddeutsche ADAC Börde Tourenwagen Cup (NATC) wurde zur Beute von Franjo Kovac (Mercedes-AMG GT4) und Holger Redlich (Opel Astra TCR).

Joel Hohmann gewinnt sein erstes Rennen in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 © Foto: Porsche Sports Cup Deutschland
Joel Hohmann mit Premierenerfolg in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3

Jan Antoszewski gewann den ersten Lauf der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 und bejubelte damit seinen dritten Triumph im dritten Saisonrennen. Hinter ihm kreuzten Joel Hohmann und Mads K. Ljungberg (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) die Ziellinie. Dabei fuhr Ljungberg rundenlang eng hinter seinem Rivalen her, fand aber keinen Weg, einen erfolgreichen Angriff durchzuziehen. Im zweiten Heat von Oschersleben beendete Hohmann die Siegesserie von Antoszewski, den er bereits am Start auf die zweite Position verwies. Seine Führung gab er bis zum Rennende nicht mehr ab. Levin Gelf (Porsche 911 GT3 Cup (992)) angelte sich den dritten Rang.

Dritter Saisontriumph für Rasmus Vendelbo in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4

Im ersten Lauf übernahm Rasmus Vendelbo früh Platz eins in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4, einzig Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) konnte ihm folgen. Schließlich erreichten sie die Zielflagge in der Reihung Vendelbo vor Sobczyk. Als Dritter feierte Bruno Görtz (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) seine Premiere auf dem Podium der Sprint Challenge GT4. Das Trio Vendelbo, Sobcyzk und Görtz traf sich auch nach dem zweiten Heat auf dem Treppchen und die Reihenfolge entsprach ebenfalls der im ersten Durchgang.

Nikodem Sobczyk (Zweiter von links), Rasmus Vendelbo (Mitte) und Bruno Görtz (Zweiter von rechts) bei der Siegerehrung der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 © Foto: Porsche Sports Cup Deutschland
Neue Sieger in der STT

In der STT schlug die Stunde der GT4-Piloten. Im ersten Lauf setzte sich das Duo Peter Terting / Thomas Frank von der Pole Position kommend schon am Start an die Spitze und baute sich einen Vorsprung auf, der immer größer wurde. Nach 22 Runden freute sich die Paarung des Teams Up2Race über ihren ersten Saisonsieg vor Kyam Potez und Jonathan Engström / Kjell Holm (beide Mercedes-AMG GT4). Einen Tag später stand das zweite Rennen auf dem Programm. Zunächst sah es wieder nach einem Erfolg von Terting / Frank aus, doch nach dem obligatorischen Boxenstopp überholten sowohl Potez wie auch das Duo Christian Klien / Alex Lambertz (beide Lotus Emira GT4) den Porsche GT4 RS. Im Ziel lautete die Reihenfolge Potez vor Klien / Lambertz; Frank / Terting brachten letztendlich Rang drei nach Hause.

Im Feld der STT sticht der Name Christian Klien direkt ins Auge, der Österreicher startete bei 49 Formel-1-Rennen. „Ich kenne Pierre und Alex Schmitz, die beiden Teamchefs von AP Motors, schon lange und als sie mich fragten, ob ich Lust habe, für sie zu fahren, habe ich natürlich ‚ja‘ gesagt.“ Das Team AP Motors ist neu und auch das gewählte Auto fällt auf. „Wir wollten die Straßenversion des Lotos Emira kaufen, aber der Verkäufer hatte auch die GT4-Version. Wir haben kurz überlegt und dann zugeschlagen“, so Pierre Schmitz, dessen Mannschaft noch eine dritte Besonderheit aufweist. „Wir bieten Lehrgänge und Kurse für Berufe im Motorsport an, zum Beispiel für Mechaniker, Ingenieure, Teammanager. Für diese Ausbildung wollten wir ursprünglich auch die Straßenversion des Emira haben. Bei unseren Rennen ist neben einem Experten für einen Bereich immer auch ein Lehrling dabei, der so auch an die Arbeitsabläufe im realen Motorsport herangeführt wird.“ Dass sich AP Motors damit nicht schwächt, hat unter anderem das Podium in der Motorsport Arena Oschersleben gezeigt.

Thomas Westarp (vorne) klassierte sich in der GT Summer Series dreimal vor Hermann Speck (hinten) © Foto: GT Summer Series
Hermann Speck dreimal hinter Sieger Thomas Westarp in der GT Summer Series

Bei der Premiere der GT Summer Series im Rahmen des ADAC Racing Weekend war Thomas Westarp im ersten Sprint nicht zu bezwingen. Als einziger Rivale konnte Hermann Speck (Porsche 992 GT3 R) ihm folgen, er fand sich am Ende mit einem Rückstand von über sechs Sekunden auf Rang zwei wieder. Mike Janser (Porsche 992 GT3 Cup) eroberte den dritten Platz. Im zweiten Durchgang hielt Speck lange mit dem führenden Westarp mit, musste dann aber abreißen lassen, als leichter Regen einsetzte. Auch wenn er am Schluss wieder näher an den Spitzenreiter kam, der zweite Triumph für Westarp war nicht mehr in Gefahr. Position drei sicherte sich abermals Janser.

Das abschließende Endurance-Rennen über 50 Minuten begann im starken Regen, der gegen Mitte des Laufs endete. Westarp ließ sich auch von den schwierigen Witterungsbedingungen nicht irritieren und feierte seinen dritten Sieg an diesem Wochenende. Janser und Urs Frick (Porsche 992 GT3 Cup) waren auf dem Weg zu den beiden verbliebenen Podestplätzen, doch da ihr Boxenhalt jeweils 13 Sekunden zu kurz war, wurden zu ihren Fahrzeiten je 36 Sekunden addiert. Damit kletterte Speck an die zweite Stelle, Igor Klaja und Fabian Dybionka (Porsche 992 GT3 Cup) erbten Rang drei.

Mit den passenden Reifen fährt Holger Redlich im NATC zum Sieg © Foto: NATC
Reifenpoker im NATC geht an Holger Redlich

Der NATC hatte für das Oschersleben-Wochenende zwei Sprints ausgeschrieben. Im ersten Durchgang hatte sich Bernd Schaible (Audi R8 GT4) an die Spitze gesetzt, doch er konnte Bennett Lehmann (BMW M4 GT4) nicht abschütteln. Beim Angriff des BMW-Piloten kollidierten beide Fahrzeuge, was Lehmann mit einem Ausfall bezahlte. In der letzten Runde musste Schaible sich dann dem herannahenden Franjo Kovac beugen, der schlussendlich als Sieger abgewinkt wurde. Schaible auf Rang zwei und Jörg Muszczak (Seat Leon Supercopa) als Dritter komplettierten das Podium. Im zweiten Lauf mussten die Piloten mit Regenwetter klarkommen, das erst kurz vor dem Start begann. Am besten machte es Holger Redlich, der von Beginn an auf Regenreifen setzte und fast 50 Sekunden vor Oliver Rüsch (BMW M3) die Zielflagge sah. Laurie Brezina (BMW M235i Racing) freute sich über Position drei.