Rasmus Vendelbo dominiert Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 weiter. Moritz Groneck feiert ersten Doppelsieg der Saison im ADAC Tourenwagen Junior Cup. Nikita Bedrin bester Starter bei der Premiere der GB3 beim ADAC Racing Weekend.
Bei sommerlich sonnigem Wetter wurde am vergangenen Wochenende das vierte ADAC Racing Weekend des Jahres 2026 auf dem Red Bull Ring absolviert. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 waren Joel Hohmann und Jan Antoszewski (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) erfolgreich, in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 gewann Rasmus Vendelbo (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) beide Läufe. In der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) ging kein Weg vorbei an Stefan Wieninger (Porsche 911 GT3 R 992), der in beiden Rennen klar triumphierte, während bei den Nachwuchsfahrern des ADAC Tourenwagen Junior Cup zweimal Moritz Groneck (VW up! GTI) Platz eins belegte. In der GB3 schließlich hießen die Sieger zweimal Nikita Bedrin und einmal Patricio Gonzalez (beide Tatuus).
Hohmann und Antoszewski in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 ganz vorne
Im ersten Durchgang der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 war zunächst Antoszewski ganz vorne, doch er konnte seine beiden Verfolger Hohmann und Mads K. Ljungberg (Porsche 911 GT3 Cup (992)) nicht abschütteln. In Runde zwölf zog Hohmann am Polen vorbei, was danach auch Ljungberg gelang. Wenig später konnte der Däne sich auch kurzzeitig vor Hohmann platzieren, doch der konterte mit Erfolg und fuhr seinem zweiten Saisonsieg entgegen. Ljungberg und Antoszewski begleiteten ihn auf das Podest. Im zweiten Heat schlug Antoszewski zurück und gewann. Hohmann kollidierte im Kampf um die Spitze mit Antoszewski und musste aufgrund der Schäden an seinem Fahrzeug an der Box aufgeben. Somit rückte Levin Gelf (Porsche 911 GT3 Cup (992)) auf Rang zwei, Ljungberg war neuer Dritter. Nachdem erstgenannter hinter Ljungberg zurückfiel, erhielt er wegen Missachtung der Tracklimits noch fünf Strafsekunden, die ihn hinter Josef Hrdlicka (Porsche 911 GT3 Cup (992)) auf Position vier zurückwarfen.
Zweimal das gleiche Podium in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4
An Vendelbo geht in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 kein Weg vorbei, der Däne siegte auch auf dem Red Bull Ring zweimal. Im ersten Heat war er gut 5,5 Sekunden eher im Ziel als Bruno Görtz (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)), der sich in einem teils engen Duell gegen Nikodem Sobczyk (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) durchsetzen konnte. Auch in Durchgang zwei hatte Vendelbo sich schon zu Beginn die Spitze geangelt und den Vorsprung auf seine Verfolger immer weiter ausgebaut. Görtz und Sobczyk wiederholten ebenfalls ihren Podestplatz, doch dieses Mal in anderer Reihenfolge: Sobczyk sah die Zielflagge knapp vor Görtz.
Pro/Am-Pilot Reiter fühlt sich in der Porsche Sprint Challenge wohl
Einer der Pro/Am-Piloten in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 ist Daniel Reiter (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)), der in Österreich zweimal Rang zwei der Pro/Am-Wertung eroberte. „Ich habe den Start zum ersten Lauf nicht zu getroffen, konnte aber immerhin noch den zweiten Platz retten“, so Reiter, der mit seiner Saison grundsätzlich zufrieden ist. Seit diesem Jahr tritt der Projektentwickler Immobilien in den Farben seines eigenen Teams an. „Zum einen ist mir wichtig, dass die Stimmung im Team sehr harmonisch ist. Und zum anderen lege ich Wert darauf, dass ich mich auf der Strecke nur auf das Fahren konzentrieren kann. Ich schaue zwar, es finanziell nicht ausufern zu lassen, aber ich habe für alle Aufgaben an einem Rennwochenende Mitarbeiter dabei.“ Und er ist dankbar, diesen Sport ausüben zu können. „Ich genieße es sehr, es macht richtig viel Spaß – insbesondere im Porsche Sports Cup, wo alle Klassenteilnehmer mit dem gleichen Auto fahren und somit die maximale Chancengleichheit gegeben ist. Außerdem ist hier alles sehr gut organisiert und auf der Strecke wird zwar hart, aber immer auch fair miteinander gekämpft.“
Wieninger Maß der Dinge in der STT
Wieninger ging als klarer Favorit in die beiden Rennen der STT und ließ von Beginn des ersten Laufs an keine Zweifel daran. Nach zwei Umläufen hatte er fast acht Sekunden Vorsprung auf den Zweiten und baute seinen Vorteil kontinuierlich weiter aus. Dahinter stritten sich Peter Terting / Thomas Frank (Porsche GT4 RS) und Bernhard Wagner / Peter Schmidt (Porsche 911 GT3 R Evo) in einem engen Duell um den zweiten Platz, bis Terting / Frank in Runde acht wegen einer defekten Benzinpumpe aufgeben mussten. In der Folge fuhr Wieniniger einem sicheren Sieg entgegen, gefolgt von Wagner / Schmidt und Iwan Yeremenko / Thierry Glaesener (Audi R8 LMS GT4). Einen Tag später schob Wieninger Triumph Nummer zwei nach. Und auch Wagner / Schmidt sowie Yeremenko / Glaesener wiederholten ihre Platzierung vom Vortag.
Podestpremieren für Beckmann und Bachnick
Groneck nutzte im ersten Heat des ADAC Tourenwagen Junior Cup seine Pole Position und übernahm direkt die Führung, musste sie aber schon in Umlauf eins von Alex Mohr (VW up! GTI) überholen lassen. Es folgte eine Safety-Car-Phase nach einem Überschlag von Lynn Neuhaus (VW up! GTI), bei dem die Schweizerin unverletzt blieb. Nach dem Restart holte Groneck sich Rang eins zurück und feierte schlussendlich seinen zweiten Saisonsieg. Mohr hingegen verlor seinen zweiten Platz wegen einer Strafe aufgrund zu häufigen Überfahrens der Streckenbegrenzung und rutschte an die vierte Stelle. Neuer Zweiter vor Finn Niklas Wollnik war damit Noah Beckmann (beide VW up! GTI), der sein erstes Podium im ADAC Tourenwagen Junior Cup bejubeln durfte. Das zweite Rennen begann mit einer Kollision von Mohr und Matti Klasen (VW up! GTI), die zu diesem Zeitpunkt auf den vorderen Plätzen fuhren. Beckmann wurde so auf den zweiten Rang gespült, Mattis Bachnick (VW up! GTI) auf den dritten. Während Beckmann und Spitzenreiter Groneck ihre Positionen sicher ins Ziel brachten, hatte Bachnick Linus Parbel (VW up! GTI) formatfüllend in seinem Rückspiegel. Doch er machte keinen Fehler, so dass er sich über seinen ersten Podestplatz im ADAC Tourenwagen Junior Cup freuen durfte.
GB3 begeistert beim ADAC Racing Weekend
Die GB3, in der alle Starter einen einheitlichen Tatuus-Formelwagen mit rund 350 PS Leistung steuern, stellte sich mit drei Rennen im ADAC Racing Weekend vor. Im ersten Lauf setzte Rehm sich an die Spitze und hielt diese auch nach zwei Safety-Car-Phasen. Erst kurz vor Schluss musste er sich einem Angriff von Nikita Bedrin beugen, der den Durchgang auch gewinnen konnte. Für Rehm gab es nach der Zieldurchfahrt noch weitere schlechte Nachrichten, denn wegen Missachtung der Streckenbegrenzungslinien erhielt er fünf Strafsekunden und wegen Missachtung von Renndirektor-Anweisungen wurde ihm ein weiterer Platz abgezogen. Damit fiel er auf Rang sieben zurück. Die zweite Stelle erbte Lucas Fluxa vor Martin Molnar. In Lauf zwei setzte sich Bedrin schon am Start auf die erste Position, Lucas Fluxa folgte ihm. In dieser Reihung erreichten sie auch das Ziel, Rehm eroberte den dritten Platz. Im dritten Durchgang sicherten sich zunächst Patricio Gonzalez und Rodrigo Gonzalez die ersten beiden Positionen, die sie auch nach zwei Safety-Car-Phasen nicht aus ihren Händen gaben. Erst eine Kollision mit Kyuho Lee kurz vor Rennende warf Rodrigo Gonzalez vom Podest. Nikita Bedrin übernahm die zweite Position, Leon Wilson Rang drei.



