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ADAC Racing Weekend·27.8.2025

Start der zweiten Saisonhälfte in Spa-Francorchamps

Breedveld in der Porsche Sprint Challenge GT4 bislang nicht zu stoppen. Tourenwagen Golden Ära mit prominenten Startern. Alle Rennen werden im kostenlosen YouTube-Livestream übertragen.

Am kommenden Wochenende (29. bis 31. August) beginnt mit dem fünften ADAC Racing Weekend 2025 die zweite Saisonhälfte der Veranstaltungsreihe. Auf dem legendären belgischen Formel-1-Kurs von Spa-Francorchamps messen sich die Fahrer der drei Porsche-Rennserien Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3, Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 und Porsche Endurance Challenge Deutschland ebenso wie die Teilnehmer der Spezial Tourenwagen Trophy (STT). Hinzu kommen noch die Youngtimer Trophy, die Cup & Tourenwagen Trophy, die Tourenwagen Golden Ära, der Golden Ära Classic Cup sowie die Alfa Romeo Challenge. Wie üblich werden alle Rennen auf youtube.com/adacmotorsports live übertragen. Der kostenlose Stream beginnt am Samstag um 9:45 Uhr mit Lauf eins der Cup & Tourenwagen Trophy und am Sonntag um 10:40 Uhr, wenn die Alfa Romeo Challenge in ihren zweiten Durchgang startet.

Kann Dybionka die Spitze in der Porsche Sprint Challenge GT3 verteidigen?

In der Fahrerwertung der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT3 hat es am vergangenen Rennwochenende in Oschersleben einen Führungswechsel gegeben; der Pole Fabian Dybionka konnte seinen Landsmann Tomasz Magdziarz (beide Porsche 911 GT3 Cup (992)) an der Spitze ablösen. Dybionka erreichte in der Magdeburger Börde einen ersten und einen zweiten Platz, während Magdziarz neben einem Ausfall einmal als Dritter auf das Treppchen kletterte. Die gleichen Resultate wie Dybionka erzielte auch Etienne Ploenes (Porsche 911 GT3 Cup (992)), der sich damit ebenfalls noch vor Magdziarz schieben konnte. In der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 dreht Joep Breedveld in der Gesamtwertung einsam seine Runden, sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Giuseppe Fico (beide Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) ist mittlerweile auf 52,4 Punkte angewachsen. Der querschnittsgelähmte Tim Horrell (Porsche Cayman GT4 RS Clubsport (982)) konnte durch seinen ersten Sieg im deutschen Motorsport, den er Anfang des Monats in Oschersleben feierte, auf den dritten Rang der GT4-Fahrerwertung vorstoßen.

Tim Horrell freut sich über seinen Sieg in der Porsche Sprint Challenge Deutschland GT4 in Oschersleben © Foto: Porsche Sports Cup
GT4-Piloten in der Porsche Endurance Challenge Deutschland ganz vorne

In der Porsche Endurance Challenge Deutschland fahren GT3- und GT4-Piloten in einem Rennen und sie werden auch in einer gemeinsamen Gesamtwertung erfasst. In dieser hat sich Manuel Lauck (Porsche Cayman GT4 RS CS (982)) die Führung geangelt, doch sein Vorsprung auf Leon Bauchmüller / Mads K. Ljungberg (beide Porsche Cayman GT4 RS CS (982)) ist mit vier Punkten nicht gerade komfortabel. Auch Florian Bauer als Dritter sowie das Duo Peter Lobeck / Peter Terting (alle Porsche Cayman GT4 RS CS (982)) auf Rang vier gehören zur GT4-Klasse. Erst auf Position fünf findet sich mit Lukas Ertl (Porsche 911 GT3 Cup (992)) der erste GT3-Vertreter wieder; er konnte in Oschersleben aufgrund eines Unfalls nicht starten und verlor so die Spitze der Gesamtwertung.

Kenneth Heyer vor Stefan Wieninger, so sieht es aktuell auch im Gesamtklassement der STT aus © Foto: STT
STT: Kann Westarp abermals ins Titelduell Heyer gegen Wieninger eingreifen?

Im Duell Kenneth Heyer (Mercedes AMG GT3) gegen Stefan Wieninger (Audi R8 LMS GT3 Evo II) in der STT konnte sich Heyer etwas absetzen; der Mercedes-Pilot hat aktuell 19 Zähler mehr gesammelt als sein Audi-fahrender Widersacher. Doch der hat besonders gute Erinnerungen an Spa-Francorchamps, denn dort war er vor einem Jahr in beiden Läufen unschlagbar. In Oschersleben hat sich erstmals auch Thomas Westarp (Audi R8 LMS GT3 Evo II) in die Siegerliste eingetragen, was er in Belgien wiederholen möchte. Der amtierende Vize-Champion Jürgen Bender wird in den Ardennen wieder mit seiner angestammten Chevrolet Corvette C7 GT3 R antreten, nachdem er den US-amerikanischen Renner wegen eines Motorschadens an den vergangenen zwei Rennwochenenden zu Hause lassen musste.

Manuel Lauck hat in der Porsche Endurance Challenge Deutschland zurzeit die Nase vorne © Foto: Porsche Sports Cup
Bunte Fahrzeugmischung in der Youngtimer Trophy

In der Youngtimer Trophy, die aufgrund der großen Teilnehmerzahl von über 100 Startern auf zwei Gruppen aufgeteilt wird, heißen die aktuellen Tabellenführer Fabian Brügge und Marcel Hellberg (beide BMW E36 325i). Sven Fisch klebt ihnen mit seinem Opel Kadett C Coupe aber direkt an den Fersen, hinter ihm folgt der erste Porsche mit André Kunkel und Michael Funke (Porsche 911 RSR). Die Youngtimer Trophy begeistert mit einer großen Vielfalt unterschiedlicher Fahrzeuge vom Renault Clio, den Sebastian Gierkes und Philipp Olsen an den Start bringen, bis zum Porsche 911 RSR. Vielfalt gibt es auch in der Cup & Tourenwagen Trophy, in der Dirk Lauth (Mini R56 Batman) zurzeit die Tabellenführung in seinen Händen hält. Auch Chris Rothoff (BMW E30 325i) und Peter Emilljano (BMW E30 325i Challenge) rangieren noch vor Stephan Reuter (Mini Cooper S 1.4), dem amtierenden Champion der CTT.

Tourenwagen Golden Ära mit Ex-DTM-Piloten Nissen, Heger und Asch

Mit fast 60 Fahrzeugen können sich die Fans der Tourenwagen Golden Ära auf ein großes Feld freuen. In dem tummeln sich unter anderem ehemalige DRM-, DTM-, STW- und WTCC-Autos und auch einige Fahrer mit großen Namen. So werden beispielsweise Kris Nissen (BMW E30 M3), der als Führender der DTM-Wertung anreist, Altfrid Heger (Audi 200 M86), Roland Asch (Ford Sierra RS500 Cosworth und Mercedes 190E 2.5) und Peter Mücke (Ford Turbo Capri) in Spa-Francorchamps um Siege und Platzierungen streiten. Für den Golden Ära Classic Cup haben 15 Porsche-Fahrer gemeldet. Der älteste Rennwagen ist ein Porsche 911 RSR aus dem Jahr 1975 in den Händen von Adrian Grenz, die beiden jüngsten Modelle stammen aus dem Jahr 2008: ein Porsche GT3 Cup von Thomas Ardelt und ein Porsche 997 GT3 Cup, den Steffen L. Gregersen mitbringt. Schließlich werden über 40 Renner in der Alfa Romeo Challenge erwartet, die in vier Klassen aufgeteilt sind. Alle Starter werden in einer Tabelle gewertet, in der aktuell Martin Kilchenmann (Alfa 147 GTA Cup) die Nase vorne hat. Alexander Liese / Walter Leupold (beide Alfa Giulia TS), wie Kilchenmann der Klasse 5 zugeordnet, lauern auf Rang zwei, gefolgt vom besten Klasse-4-Vertreter Oliver Größl (Alfa 147 Cup JTD).

Am Freitag um 9:05 Uhr beginnt das Rennwochenende mit dem ersten Qualifying der Youngtimer Trophy I, der Freitag wird mit dem Ende des Qualifyings der Alfa Romeo Challenge um 17:30 Uhr abgeschlossen. Am Samstag um 9:00 Uhr rollen die ersten Fahrzeuge der Porsche Endurance Challenge Deutschland für ihr freies Training auf die Piste; den Tag beschließt abermals die Alfa Romeo Challenge mit ihrem ersten Rennen, das planmäßig um 17:30 abgewinkt wird. Das Qualifying der Porsche Endurance Challenge Deutschland läutet dann um 9:05 Uhr den Sonntag ein. Die Zielankunft des Endurance-Laufs um 17:45 Uhr bildet schließlich den Abschluss des ADAC Racing Weekend in Spa-Francorchamps.