Auf dem Templiner Ring im Norden von Brandenburg trugen die ADAC Pocket-Bike-Piloten am vergangenen Wochenende die Wertungsläufe sieben und acht aus. Bei frühsommerlichem Wetter feierte Arthur Brosius (Zwickau) auf dem 580 Meter langen Rundkurs seinen ersten Doppelsieg.
Die Pole-Position sicherte sich Arthur Brosius mit seiner Bestzeit von 34,432 Sekunden im ersten Zeittraining. Leo Kroll (Dorsten) stellte mit einer Zeit von 34,818 Sekunden seine Polini-Maschine auf den zweiten Startplatz. Elias Brosius (Zwickau) komplettierte die erste Startreihe mit der drittschnellsten Rundenzeit von 34,884 Sekunden.
Am Start zum ersten Rennen hatte Arthur Brosius Probleme und entging nur knapp einem Sturz. Leo Kroll setzte sich direkt an die Spitze des Feldes und versuchte, seinen Konkurrenten zu enteilen. Arthur Brosius fand seinen Rhythmus, verkürzte Runde um Runde seinen Rückstand und eroberte sich in Runde zehn die Führung. Diese verteidigte er bis zum Schluss und gewann den Lauf. Kroll folgte auf Position zwei. Elias Brosius verlor am Start eine Position an Aiden Karsijns (NLD). Er blieb am Niederländer dran, kämpfte sich in der dritten Runde an ihm vorbei und verteidigte Rang drei bis zur Ziellinie. Karsijns sah die schwarz-weiß karierte Flagge als Vierter. Leon Böhnlein (Bad Bocklet) kämpfte sich von Startplatz neun im Verlauf des Rennens auf Position fünf vor.
Pole-Setter Arthur Brosius kam am Start zum 15-Runden-langen zweiten Rennen gut weg, doch In der ersten Kurve ging Leo Kroll am Führenden vorbei und versuchte, sich von seinen Verfolgern abzusetzen. Brosius gab nicht auf und schloss die Lücke. In der zehnten Runde eroberte er sich die Führung zurück. Kontinuierlich setzte er sich von seinen Verfolgern ab und gewann das Rennen mit 3,414 Sekunden Vorsprung vor Leo Kroll auf Rang zwei. Den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich Aiden Karsijns mit Rang drei. Madlen Schönberger (Schöllnach) und Leon Böhnlein überquerten die Ziellinie auf den Plätzen vier und fünf.
Kroll führt die Gesamtwertung mit 166 Punkten an. Arthur Brosius verbessert sich mit 142 Zählern auf Platz zwei. Dritter in der Meisterschaft ist Milan Reuter (Bernsdorf) mit 120 Punkten.
Arthur Brosius (1./1., Zwickau): „Ich mag Templin sehr, da die Strecke kurvenreich ist, kommt es auf das Anbremsen an, und das liegt mir. In den Trainings kam ich gleich gut zurecht und habe sie alle auf P1 oder P2 abgeschlossen. In den Zeittrainings konnte ich mir dann die Pole-Position sichern. Beim ersten Start hatte ich einen Wheelie und wäre fast mit einem anderen Fahrer kollidiert, dadurch bin ich auf zwei zurückgefallen. Nach ein paar Runden konnte ich mir die Führung zurückerobern. In Führung liegend lief es dann gut und ich konnte mich von den anderen absetzen. Bevor ich auf der Zielgeraden gejubelt habe, habe ich noch einmal geschaut, dass niemand hinter mir ist. Im zweiten Rennen lief es von Beginn an besser. Nachdem ich nach wenigen Runden in Führung gegangen war, konnte ich mich absetzen und wieder gewinnen. Die Strecke in Oschersleben mag ich mit ihrer langen Geraden nicht so gern, außerdem bin ich dort auch schon einmal gestürzt. Ich möchte wieder so viele Punkte wie möglich holen und nicht stürzen.“

