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ADAC Opel Rally Junior Team ·16.8.2026

Die Opel-Junioren haben den EM-Titel im Visier

Doppelsieg für das ADAC Opel Rally Junior Team bei der Barum Czech Rally Zlín. Tom Heindrichs übernimmt vor Teamkollege Timo Schulz die JERC-Tabellenspitze. Talentförderung von Opel/ADAC in Europas wichtigster Junior-Rallyeserie auf Erfolgskurs.

Das ADAC Opel Rally Junior Team hat bei der Barum Czech Rally Zlín groß abgeräumt und mit dem dritten Sieg in der vierten Saison-Rallye unzweifelhaft seine Titelambitionen in der Junior European Rally Championship (JERC) 2026 demonstriert. Die Belgier Tom Heindrichs und Jonas Schmitz waren in ihrem von Stohl Racing eingesetzten Opel Corsa Rally4 auf den tückischen Asphalt-Pisten rund um die tschechische Industriestadt Zlín eine Klasse für sich und gewannen am Ende 25,5 sec vor ihren deutschen Teamkollegen Timo Schulz und Maresa Lade im Corsa Rally4 von Waldherr Motorsport. Damit übernahmen die Opel-Junioren auch die Tabellenspitze in der Junior-Europameisterschaft. Das norwegische Duo Karl Peder Nordstrand/Sunniva Rudi komplettierte in einem weiteren Corsa Rally4 den Opel-Dreifachsieg. Luca Pröglhöf, der in Tschechien das Werksauto der planmäßig pausierenden Claire Schönborn pilotierte, belegte an der Seite seiner Beifahrerin Christina Ettel den sechsten Rang.

Damit drückten die Champions des ADAC Opel Electric Rally Cups 2022 (Schulz), 2024 (Pröglhöf) und 2025 (Heindrichs) der tschechischen Asphalt-Hatz eindrucksvoll ihren Stempel auf. Alle drei waren nach dem Gewinn des Elektro-Cups automatisch ins ADAC Opel Rally Junior Team aufgestiegen, um sich mit den besten Rallye-Talenten Europas zu messen. „Das gemeinsame Förderprogramm von Opel und ADAC hat seit 2015 nicht weniger als sechs Junior-Europameister hervorgebracht. Und auch in dieser Saison kämpfen unsere Opel-Junioren in aussichtsreicher Position um den Titel mit. Das ADAC Opel Rallye Junior Team ist eine echte Erfolgsgeschichte, die in dieser Form einzigartig ist. Darauf können wir stolz sein“, sagt Opel-Motorsportchef Jörg Schrott.

Schnell und fehlerlos: Mit seinem zweiten Saisonsieg übernahm Tom Heindrichs auch die JERC-Gesamtführung © Foto: ADAC

Nach seinem zweiten Sieg in Folge strahlte Sieger Heindrichs übers ganze Gesicht. „Das war eine Rallye wie aus dem Bilderbuch“, freute sich der 22-Jährige aus St. Vith im deutschsprachigen Teil Belgiens über eine fehlerlose Fahrt mit insgesamt fünf WP-Bestzeiten. „Unser Fahrplan ist aufgegangen – am Anfang Druck machen und dann das Risiko kontrollieren. Abgesehen von einem Ausritt im Shakedown hatten wir während der Rallye keinen einzigen heiklen Moment und sind so gut wie fehlerlos über die Distanz gekommen. Darüber sind wir sehr glücklich. Der Opel Corsa Rally4 ist gelaufen wie ein Uhrwerk. Vielen Dank an unsere Mannschaft, die einmal mehr perfekte Arbeit geleistet hat. Das war ein extrem wichtiges Wochenende in Hinblick auf die Meisterschaft. Nun heißt es, sich nicht auf den letzten beiden Siegen auszuruhen, sondern konzentriert weiterzuarbeiten.“

Starke Fahrt nach unglücklichem Beginn: Trotz der Dreher am Samstag fuhren Schulz/Lade erneut aufs Podest © Foto: ADAC

Nicht ganz ungeschoren kam Schulz durch die 13 Wertungsprüfungen. Zwei Ausrutscher gleich am Samstagmorgen kosteten wertvolle Sekunden, denen die Sieger des Saisonauftakts in Schweden die ganze Rallye über hinterherliefen. „Ganz zufrieden sind wir nicht“, gestand der 27-Jährige aus dem saarländischen Siersburg, der die Barum Rally 2023 gewonnen hatte. „Die beiden Dreher in den ersten beiden Prüfungen waren unglücklich. An beiden Stellen lag Dreck, wo ich ihn nicht erwartet hatte. Das hat Tom direkt einen Vorsprung verschafft, den er in der Folge sehr gut verwaltet hat. Wir waren alle am Limit unterwegs, sodass ich mit Blick auf die Meisterschaft am Ende nicht mehr alles riskiert habe. In der EM ist nach wie vor alles offen, wir freuen uns auf die letzten beiden Rallyes.“

Eine Rallye im Zeichen des Blitzes: Heindrichs/Schmitz, Schulz/Lade und Nordstrand/Rudi sorgten für einen Opel-Dreifachsieg © Foto: ADAC

Nach vier von sechs Wertungsläufen führt Heindrichs in der Gesamtwertung der Junior European Rally Championship 2026 mit 101 Punkten vor Schulz (85). Der bestplatzierte Nicht-Opel-Pilot liegt bereits 29 Zähler zurück. Die jeweils fünf besten Ergebnisse des Jahres werden gewertet. Das bedeutet: Am ersten September-Wochenende hat das ADAC Opel Rally Junior Team in Wales den ersten Matchball. Schon jetzt steht fest: es zählt zu den prägenden Mannschaften der Junior-Europameisterschaft.