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ADAC MX Masters·5.2.2026

Noah Ludwig: Das Podium ist das Ziel

In der vergangenen Saison arbeitete sich Noah Ludwig noch weiter in Richtung Spitze des ADAC MX Masters vor. In Mölln gelang ihm sein erster Veranstaltungssieg in der Königsklasse der Serie. Seine Wintervorbereitung für die Saison 2026 sah etwas anders aus als in der Vergangenheit und er trat bei den Supercross-Rennen des ADAC SX-Cups in Stuttgart und Dortmund an, wo er auf der 250 ccm-KTM für positive Resultate sorgte. Inzwischen befindet er sich wieder auf dem 450 ccm Motocross-Bike, mit dem er fleißig Trainingsrunden dreht. Wie es ihm in der Vorbereitung erging, verriet er in einem Pre-Season-Interview.

Wir befinden uns in Grevenbroich, wo die neue Saison des ADAC MX Masters an Ostern starten wird. Ein Zufall oder schon Mal Vorteile für das Rennen erarbeiten? Noah Ludwig: „Ja, Wir sind hier im sogenannten ‚Loch‘ beim MSC Grevenbroich, aber das ist eigentlich ein klassischer Treffpunkt im Winter. Es ist zur Zeit die einzige Strecke, die man jetzt hier in Deutschland auch sinnvoll befahren kann, da die Winterbahn aus sehr tiefem Sand besteht und es im Westen nicht ganz so kalt ist. Für den Saisonauftakt bringt es mir keinen Vorteil, denn das Rennen wird auf der Sommerbahn ausgetragen, während wir auf der Winterbahn trainieren.“

Noah Ludwig blickt zuversichtlich und ehrgeizig auf seine vierte Saison in der ADAC MX Masters-Klasse © Foto: ADAC

Beim Supercross überraschten und beeindruckten die starken Leistungen. „Ich hatte meinem Teamchef André Sarholz gesagt, dass ich Lust darauf hätte und er hat direkt seine Unterstützung zugesagt. Ich habe mich dafür extra in Italien vorbereitet. Meine Off-Season sah dadurch natürlich etwas anders aus und ich bin nicht so viel Motocross gefahren, wie in den Jahren davor. Aber ich glaube nicht, dass ich dadurch Nachteile habe. Ich bin ja grundsätzlich Motorrad gefahren, es bringt etwas für das Timing und die hohe Intensität ist auch gut. Und es war eine mega geile Erfahrung in den Hallen.“

Was sind die Ziele für die ADAC MX Masters Saison 2026? „Ich möchte am Ende des Jahres auf jeden Fall mit auf dem Meisterschafts-Podium stehen und bei jedem Rennen an der Spitze mitfahren und um Siege kämpfen. Das ist jetzt meine vierte Saison in der großen Klasse und ich bin bereit dafür.“

Das Ziel von Noah Ludwig für die Saison 2026: Die Top-Drei in der Meisterschsaft © Foto: ADAC

Vergangenes Jahr begann stark, unter anderem mit dem Tagessieg in Mölln. In der zweiten Saisonhälfte lief es von den Resultaten nicht mehr ganz so gut. Was für Lehren wurden aus der Saison gezogen und vielleicht angepasst für dieses Jahr? „Das Jahr hat richtig gut begonnen, schon mit einem Laufsieg in Fürstlich Drehna und dann dem Tagessieg in Mölln. Danach habe ich mich nicht mehr ganz so gut gefühlt und einige Sachen verändert. Diesen Winter bin ich noch nicht so viel Motocross gefahren, wobei mir das vielleicht guttut, damit es auch in der zweiten Saisonhälfte besser läuft. Man lernt jedes Jahr Kleinigkeiten dazu und ich denke, dass es dieses Jahr noch besser klappt.“

Teamseitig gab es keine großen Änderungen? „Ich fahre nach wie vor im KTM Sarholz Racing Team und wir haben tatsächlich nichts geändert am Setting: gleicher Motor, gleiches Fahrwerk, alles gleich. Ich bin super zufrieden und fühle mich wohl damit.“

Tom Koch ist ein neuer und starker Teamkollege. Wie läuft es zwischen euch? „Wir kennen uns schon lange und das auch relativ gut. Aber wir haben uns tatsächlich diesen Winter noch nicht gesehen, abgesehen von einem zufälligen Treffen in Mattstedt, wo ich Supercross trainiert habe und er Motocross gefahren ist. Ich denke, wir werden beide um Siege kämpfen und uns gegenseitig anspornen.“