2025 hat sich Maximilian Spies endgültig in der Spitze des ADAC MX Masters etabliert. Dass er nicht nur im Sand stark ist, bewies er mit dem Gesamtsieg in Gaildorf, und mit dem dritten Meisterschaftsrang fuhr er seine stärkste Saison in der Königsklasse. Seine Vielseitigkeit bewies er diesen Winter mit dem dritten Platz im ADAC SX-Cup und Auftritten in der SuperEnduro Junioren Weltmeisterschaft. Im Interview verriet er, wie seine Off-Season verlief und was er von der neuen ADAC MX Masters-Saison erwartet.
Wie läuft die Vorbereitung auf die neue Saison? Maximilian Spies: „Ich habe Anfang Februar das gezielte Motocross-Training wieder aufgenommen. In meinem Programm steht alles und bleibt alles beim Alten: ich fahre weiter im Becker Racing Team und für Weber. Ich bin motiviert, meine Leistung in diesem Jahr nochmal zu verbessern und noch stärker in die Saison zu starten.“
Wie sah die „Off-Season“ aus? „Der Winter war wieder so ein richtiger ‚Spicy-Winter‘ und ich habe viele Dinge getan. Ich bin beim Red Bull Stoppelboss mitgefahren, bin wieder im ADAC SX-Cup angetreten, habe an einem Downhill Mountainbike-Rennen teilgenommen und stand noch bei der SuperEnduro-Weltmeisterschaft in Polen und in Riesa am Start. Beim Supercross bin ich statt auf dem Zweitakter auf der gewohnten 450 ccm Maschine angetreten, stand in allen Finalläufen und konnte am Ende Dritter der Meisterschaft werden. Ich habe auf jeden Fall viel Spaß gehabt im Winter.“
Ist das nicht zu viel Ablenkung? „So viele Disziplinen sind natürlich schon auf eine gewisse Art eine Ablenkung, aber ich sammle in diesen Disziplinen ja auch neue Erfahrungen und erlerne neue Fähigkeiten, die ich dann auch beim Motocross wieder einsetzen kann. Zudem fahre ich das ganze Jahr über Motocross. So sitze ich nach wie vor auf einem Motorrad und es bringt frische Motivation für mich, mich auch in diesen Disziplinen zu verbessern. Und dann steige ich umso motivierter wieder aufs MX-Bike.“
Was sind nach Platz Drei im ADAC MX Masters im vergangenen Jahr die Ziele für 2026? „Ich versuche einfach aus dem vergangenen Jahr zu lernen und weiter an meinen Schwächen zu arbeiten, um da besser zu werden. Das hat man letztes Jahr schon gut gesehen, da hatte ich an meinen Starts gearbeitet, die dann gut bis sehr gut gewesen sind. Jetzt möchte ich meine Konstanz über die ganze Saison hinweg noch verbessern.“
Der Kalender besitzt viele Sandstrecken, ist das ein Vorteil? „Wir sind alle gute Fahrer und Profis und können auf jedem Boden schnell fahren. Ich habe im letzten Jahr keinen Gesamtsieg im Sand geholt, aber auf hartem Boden in Gaildorf gewonnen. Das stellt die Situation gut dar. Die Kondition und das Quäntchen Glück werden wichtige Faktoren sein. Ich werde mich von Rennen zu Rennen konzentrieren und versuche, so weit vorne wie möglich abzuschneiden.“
Wer werden die stärksten Gegner sein? „Die Gegner vom vergangenen Jahr sind ja alle noch da, dazu kehrt Tom Koch wieder zurück. Die eine oder andere Überraschung wird vielleicht auch noch kommen. Aber ich werde versuchen für meinen Teil einfach noch einen obendrauf zu setzen. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf geile Duelle!“
