ADAC MX Masters

ADAC MX Masters·1.10.2022

Max Nagl ist ADAC MX Masters Champion 2022

Max Nagl wird zum dritten Mal ADAC MX Masters Champion. Maximilian Spies gewinnt den ersten Lauf des ADAC MX Youngster Cup in Fürstlich Drehna. Janis Martins Reisulis übernimmt die Führung im ADAC MX Junior Cup 125. Maxime Lucas verkürzt Rückstand auf Jason Van Drunen im ADAC MX Junior Cup 85.

Max Nagl (D/Krettek-Haas-Racing-Team) wird bereits beim Auftakt des Saisonfinales in Fürstlich Drehna ADAC MX Masters Champion 2022. Im ADAC MX Youngster Cup fährt Maximilian Spies (D/Schmicker Racing) einen souveränen Sieg ein. Janis Martins Reisulis (LV/Hamstra MX Team) übernimmt mit einem Laufsieg nach einem Ausfall von Ivano Van Erp (NL/SHR Motorsports) die Führung im ADAC MX Junior Cup 125. Gyan Doensen (NL/Husqvarna SKS-Racing NL Team) gewinnt den ersten Wertungslauf des ADAC MX Junior Cup 85.

Jordi Tixer gelang der Laufsieg im tiefen Sand von Fürstlich Drehna © Foto: ADAC

ADAC MX Masters

Im ersten Lauf des ADAC MX Masters spurtetet Tabellenführer Max Nagl zum Red Bull Holeshot vor den drei KTM Sarholz Racing Team-Piloten Adam Sterry (GB), Jordi Tixier (F), dem LS2 Best Qualifier Henry Jacobi (D) und Stefan Ekerold (D/Team Bauerschmidt MB33). Jacobi stürzte in der ersten Runde, wodurch Tom Koch (D/Kosak Racing Team) in die Top-Fünf rutschte. Nagl baute in Folge die Führung Stück für Stück aus, ohne sich deutlich vom Rest des Feldes absetzen zu können. In den ersten zwei Renndritteln gab es an der Spitze keine Platzwechsel bis Tixier an Sterry vorbeizog. Zwei Runden später verdrängte Jacobi, der im Rennverlauf zwei weitere Male stürzte, Koch von der fünften Position. Vier Runden vor Rennende blieb Nagl im Verkehr mit überrundeten Fahrern stecken, was Tixier nutzte, um die Spitze zu übernehmen. Nagl blieb bis ins Ziel in Lauerstellung, ohne den Franzosen noch zu attackieren. Mit dem zweiten Platz hinter Tixier und vor Sterry errang Nagl seinen dritten ADAC MX Masters Titel, 14 Jahre nach seinem letzten Titelgewinn in 2008, bereits am Auftakttag des Saisonfinales.

„Mega! Es hat jetzt einige Jahre gedauert, aber umso besser fühlt sich die Meisterschaft an. Mich freut es vor allem, zusammen mit dem Krettek-Haas-Racing-Team Champion geworden zu sein. Ich bin noch nicht fertig und werde nächstes Jahr noch Mal antreten“, freute sich ein gerührter Max Nagl im Ziel.

Maximilian Spies siegte als Lokalmatador im ADAC MX Youngster Cup © Foto: ADAC

ADAC MX Youngster Cup

Marnique Appelt (D/Raths Motorsports) gewann den Red Bull Holeshot im ADAC MX Youngster Cup vor Cato Nickel (D/WZ-Racing), Noah Ludwig (D/Becker Racing) und Lokalmatador Maximilian Spies, der auch der LS2 Best Qualifier war. Nickel stürzte nach der ersten Runde und Spies übernahm in der zweiten Runde die Führung vor Ludwig und Francisco Garcia (E/SB KTM Racing). Spies baute seine Führung kontinuierlich aus und auch Ludwig arbeitete einen komfortablen Vorsprung vor dem Rest des Feldes heraus. Im letzten Renndrittel verdrängte Jens Walvoort (NL/Motor 2000 KTM Racing Team) Appelt vom vierten Platz. Appelt geriet zum Rennende noch unter Druck vom nach vorne fahrenden Nickel, konnte den fünften Platz jedoch bis ins Ziel verteidigen. Spies siegte vor Ludwig, Garcia, Walvoort und Appelt. Der bereits als ADAC MX Youngster Cup Champion 2022 feststehende Guillem Farres (E/Raths Motorsports) ging aufgrund vertraglicher Verpflichtungen mit seinem neuen Team für die Saison 2023 nicht an den Start.

„Die Strecke war durch den Regen sehr technisch und unterschiedlich zum Qualifying am Vormittag. Sie war an einigen Stellen ziemlich tief. Ich konnte jedoch einen souveränen, kontrollierten Sieg einfahren. Morgen geht es hoffentlich so weiter“, so Spies, der im Anschluss den Wechsel zum KTM Kosak Racing Team in die ADAC MX Masters-Klasse für 2023 bekanntgab.

ADAC MX Junior Cup 125

Im ersten Wertungslauf des ADAC MX Junior Cup 125 katapultierte sich Eric Rakow (D/Schmicker Racing) als erster über die Red Bull Holeshot-Linie. Rakow musste die Führung jedoch in der zweiten Runde an Janis Martins Reisulis abgeben, der Meisterschaftsführende Ivano Van Erp lag auf dem dritten Rang vor Roberts Lusis (LV/Sturm STC Racing) und Vitaszlav Marek (CZ). In der siebten Runde ging Van Erp kurz auf Rang zwei, bevor seine Maschine mit defekter Zündung den Dienst quittierte. Reisulis fuhr in Folge einen ungefährdeten Sieg ein, mit dem er die Führung in der Tabelle vor den letzten beiden Wertungsläufen übernahm. Rakow fuhr auf Position zwei vor Marek, Lusis und Maximilian Werner (D/DIGA Procross KTM Racing) ins Ziel.

„Ich kam nicht so gut aus dem Gatter, habe mich jedoch in den ersten Kurven gut durchgesetzt. Nach ein paar Sprintrunden ging ich in Führung und kontrollierte sie trotzt leichtem Armpumps. Vom Ausfall Van Erps habe ich nichts gewusst, bin aber zufrieden in Führung liegend in die Rennen morgen zu gehen“, freute sich Reisulis beim Siegerinterview.

Auch beim Auftakt in Drehna war Gyan Doensen im ADAC MX Junior Cup 85 nicht zu schlagen © Foto: ADAC

ADAC MX Junior Cup 85

Im ersten Wertungslauf des ADAC MX Junior Cup 85 holte sich Moritz Ernecker (A/AMX Racing) den Red Bull Holeshot, wurde jedoch vom Junioren-Weltmeister Gyan Doensen noch in der Startrunde von der Spitze verdrängt. Kurz danach platzierte sich Maxime Lucas (B/Becker Racing) auf der zweiten Position. In der dritten Runde stürzten die Mitfavoriten um die Meisterschaft, Áron Katona (HU/HTS Team) und Jonathan Frank (D/Schmicker Racing), in den Top-Fünf liegend und fielen weit zurück, während Doensen die Führung an der Spitze kontinuierlich ausbaute. Zur Rennmitte hatte sich der Meisterschaftsführende Jayson Van Drunen (NL/SHR Motorsports Yamaha Motor Europe) auf den dritten Platz vorgearbeitet, fiel dann jedoch wieder bis auf Rang sechs zurück. Doensen siegte vor Lucas, Dex Kooiker (NL/Bloody Harry Energy RGS MX Team), Dani Heitink (NL/Heitinktransport.nl) und Jacob Bloch (DK/Becker Racing). Frank fuhr noch auf den 13. Platz vor, während Katona es nicht mehr bis in die Punkteränge schaffte. Damit liegt Van Drunen vor dem letzten Wertungslauf am Sonntag sechs Punkte vor Lucas in der Tabelle.

„Ich hatte einen guten Start und konnte schnell in Führung gehen und das Rennen kontrollieren“, war Doensen mit dem Laufsieg zufrieden.