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ADAC Mini Bike Cup·20.4.2026

Saisonauftakt in Cheb: Rennaction mit vier verschiedenen Siegern

In der Fun Arena in Cheb starteten die Piloten des ADAC Mini Bike Cup am vergangenen Samstag mit den ersten Rennen in die Saison. Auf dem 1202 Meter langen Rundkurs raste Manuel Kröner (Werdau) in der MotoMini 190 in beiden Wertungsläufen zum Sieg. Im Klassement der MotoMini 160 triumphierte nach einem engen Rennen Ben Warzecha (Glauchau) in Lauf eins, den Sieg im zweiten Rennen holte sich Till Trinks (Meerane). Elias Caydas (Landsberg) zeigte bei den ADAC Mini Bike Junioren sein ganzes Können und schnappte sich bei frühlingshaften Temperaturen den Doppelsieg.

Ohvale MotoMini-190 Klasse

Manuel Kröner sicherte sich im zweiten Qualifying mit einer Zeit von 1:03.819 Minuten die Pole Position. Gaststarter Tristan Liiv (EST) stellte sein Motorrad auf Rang zwei im Grid. Komplettiert wurde die erste Startreihe von der einzigen Dame im Feld, Helena Weiderer (München), auf Platz drei.

Kröner behauptete vom Start des ersten Rennens weg seine Spitzenposition und verteidigte diese bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge. Liiv raste auf Platz zwei ins Ziel. Nach einem Sturz von Helena Weiderer in der neunten Runde musste der Lauf abgebrochen werden und wurde nach dem Ergebnis der achten Runde gewertet. Die junge Münchnerin blieb unverletzt und komplettierte das Podium mit Rang drei.

Perfekter Auftakt mikt zwei Laufsiegen für Manuel Kröner © Foto: ADAC

Nach dem 13 Runden langen zweiten Wertungslauf hieß der Sieger erneut Manuel Kröner. Souverän behauptete er seine Führung über die komplette Renndistanz. Tristan Liiv folgte auf Rang zwei, gefolgt von Weiderer auf Position drei.

Mit insgesamt 50 Punkten führt Manuel Kröner die Meisterschaft an. Rang zwei belegt Weiderer mit 40 Zählern. Goldammer folgt auf Position drei mit 32 Punkten.

Manuel Kröner (1./1., Werdau): „Für mich ist es durch die vielen Bodenwellen eine schwierige Strecke. In den Zeittrainings lief es gut. In beiden Rennen hatte ich einen guten Start und konnte die komplette Distanz die Führung behaupten. Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. In Wittgenborn möchte ich daran anschließen und vom ersten Training an noch mehr pushen."

Ohvale MotoMini-160 Klasse

Die verbesserten Streckenbedingungen im zweiten Zeittraining nutzte Till Trinks und raste mit einer Zeit von 1:02.300 Minuten auf die Pole. Warzecha konnte seine Zeit auf 1:02.402 Minuten verbessern und holte sich Startplatz zwei für die Auftaktrennen. Dritter auf dem Grid: Leo Langlotz (Hörselberg-Hainich) mit einer Zeit von 1:02.674 Minuten.

Am Start zum ersten Rennen behauptete Trinks seine Spitzenposition. Warzecha hängte sich direkt ans Hinterrad des jungen Sachsen und übernahm die Führung in Runde zwei, bevor sich Trinks drei Runden vor Schluss wieder an die Spitze setzte. Im letzten Umlauf nutzte Ben Warzecha einen Fehler von Trinks, ging erneut in Führung und gewann das Rennen. Trinks folgte auf Zwei ins Ziel. Leo Langlotz komplettierte das Podium mit Rang drei. Sander Vahtramäe (EST) und Merdan Karaulut (NLD) lieferten sich ein enges Rennen um Position vier, welches Vahtramäe in der letzten Runde für sich entschied. Karaulut überquerte als Fünfter die Ziellinie.

Ben Warzecha führt gemeinsam mit Till Trinks die Tabelle an © Foto: ADAC

Im zweiten Rennen über 13 Runden lieferten sich die Piloten vom AMC Sachsenring, Ben Warzecha und Till Trinks, erneut ein enges Rennen. Wie in Lauf eins ging Warzecha am Start in Führung. Trinks blieb direkt dahinter und lauerte im Windschatten bis zur letzten Runde, bevor er zum entscheidenden Überholmanöver ansetzte und das Rennen gewann. Warzecha wurde als Zweiter abgewunken. Merdan Karaulut ging von Rang fünf ins Rennen. Kontinuierlich arbeitete sich der junge Niederländer durchs Feld und erkämpfte sich den dritten Platz. Sander Vahtramäe folgte auf vier. Lukas Mayer (Neubeuern) ging in der zwölften Runde am Esten Hermann Mihkelson vorbei und beendete den Lauf als Fünfter.

Trinks und Warzecha führen die Meisterschaft punktgleich mit je 45 Zählern an. Karaulut übernimmt Rang zwei mit 29 Punkten. Dritter im Gesamtklassement ist Mayer mit 22 Zählern.

Ben Warzecha (1./2., Glauchau): „Am Anfang der Trainings hat mir die Strecke noch nicht gefallen, aber im Verlauf lief es dann immer besser und ich konnte gute Zeiten fahren. Den Start zum ersten Lauf hat Till (Trinks) gewonnen, nach einer Runde konnte ich wieder kontern und habe die Führung bis Mitte des Rennens behauptet, dann haben wir uns bis zum Schluss gebattelt und ich habe gewonnen. Im zweiten Rennen habe ich den Start gewonnen und bis zur letzten Runde geführt, bis Till (Trinks) mich überholt und gewonnen hat. Mit meinem Ergebnis bin ich zufrieden. In Wittgenborn möchte ich wieder ein Top-Drei-Ergebnis erzielen."

Till Trinks (2./1., Meerane): „Die Strecke von Cheb mag ich sehr. Der heutige Tag verlief sehr gut. Im ersten Zeittraining hatten wir noch ein paar Probleme. Im zweiten konnte ich eine schnelle Runde fahren, dann bin ich leider gestürzt, aber es hat trotzdem für die Pole gereicht. Im ersten Rennen hatte ich einen sehr engen Fight mit Ben (Warzecha), den er gewonnen hat. Im zweiten Lauf war es wieder sehr eng zwischen uns und diesmal habe ich den Fight gewonnen. Ich bin mit meinem Resultat sehr zufrieden. In zwei Wochen möchte ich an die Ergebnisse von hier anschließen."

ADAC Junioren

Zum zweiten Zeittraining war die Streckentemperatur deutlich gestiegen. Elias Caydas setzte seine Bestzeit mit 1:03.869 Minuten und holte sich die Pole für die Wertungsläufe am Nachmittag. Auch Jamie Loth (Hünfelden-Ohren) nutzte die besseren Streckenbedingungen und stellte seine Ohvale 110 auf Startplatz zwei mit einer Zeit von 1:04.946 Minuten. Gaststarter Igor Rowinski (POL) komplettierte die erste Startreihe mit einer Zeit von 1:05.018 Minuten auf Rang drei.

Am Nachmittag zum Start des ersten Rennens hatte sich der Himmel wieder verdunkelt. Loth kam am schnellsten vom Start weg und übernahm die Führung beim Sprint auf die erste Kurve. Caydas blieb dran, konterte auf der Geraden zur Kurve zwei und eroberte sich die Spitze des Feldes zurück. Kontinuierlich baute der junge Landsberger seine Führung aus und gewann den Lauf mit 5,038 Sekunden Vorsprung. Igor Rowinski fiel am Start einen Platz zurück, blieb aber an seinen Konkurrenten dran. In der sechsten Runde fand er eine Lücke an Loth vorbei. Auf Rang zwei liegend behauptete er seine Position bis zur Zielflagge. Landgraf-Motorsport-Pilot Jamie Loth raste als Dritter ins Ziel. Ein enges, aber faires Rennen um die Positionen vier und fünf lieferten sich Mathis Griesbaum (Brühl) und Moritz Härtlein (Neukirchen), welches der junge Sachse in der neunten Runde für sich entschied. Griesbaum komplettierte die Top Fünf.

Doppelsieger in Cheb: Elias Caydas © Foto: ADAC

Wie schon im ersten Lauf übernahm Jamie Loth die Führung am Start des zweiten, 11 Runden langen Wertungslaufes. Caydas hängte sich direkt in seinen Windschatten und eroberte sich die Spitze des Feldes in der ersten Runde zurück. Loth vom Team Landgraf Motorsport blieb die komplette Renndistanz am Hinterrad des Führenden, fand jedoch keine Möglichkeit zu kontern. Elias Caydas gewann mit 0,238 Sekunden Vorsprung vor Loth auf Rang zwei. Den letzten Platz auf dem Podium schnappte sich Igor Rowinski mit Position drei. Erneut lieferten sich Mathis Griesbaum und Moritz Härtlein viele Positionswechsel im Kampf um Rang vier, welchen Härtlein erneut für sich entschied. Griesbaum beendete das Rennen als Fünfter.

Mit 50 Punkten führt Caydas die Tabelle an. Loth folgt mit 40 Punkten auf Rang zwei. Dritter in der Gesamtwertung ist Härtlein mit 32 Punkten.

Elias Caydas (1./1., Landsberg):. „Cheb ist eine sehr coole Strecke, die Kurven sind zwar eng, aber auch sehr schnell – das mag ich. Im ersten Zeittraining war es noch etwas rutschig auf der Strecke, aber ich konnte schon eine gute Zeit fahren. Im zweiten waren die Streckenverhältnisse dann besser und ich konnte meine Zeit weiter verbessern. Mein Start ins erste Rennen war okay, Jamie (Loth) hat mich überholt, aber ich konnte direkt wieder kontern und dann einen Abstand herausfahren. Im zweiten Rennen wurde ich am Start wieder von Jamie (Loth) überholt. Ich habe ihn dann an einer anderen Stelle zurücküberholt. Diesmal ist er an mir drangeblieben und wir haben uns gegenseitig gepusht. Bis Wittgenborn möchte ich weiter trainieren, noch mehr ans Limit zu gehen – so wie ich es in Spanien bei den spanischen Piloten gesehen habe."