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ADAC Mini Bike Cup·18.5.2026

Kröner und Caydas setzen Siegesserie fort

Die Wertungsläufe fünf und sechs führten die ADAC Mini Bike Cup Piloten am vergangenen Samstag ins niedersächsische Faßberg. Bei kühlen Temperaturen und bewölktem Himmel schnappte sich Manuel Kröner (Werdau) mit einem Doppelsieg die volle Punktzahl in der Kategorie MotoMini 190. Im Klassement MotoMini 160 teilten sich Ben Warzecha (Glauchau) und Till Trinks (Meerane) die Siege. Elias Caydas' (Landsberg) Siegesserie blieb mit einem weiteren Doppelsieg bei den ADAC Mini Bike Junioren ungebrochen.

Ohvale MotoMini-190 Klasse:

Mit 55.619 Sekunden im zweiten Qualifying setzte Manuel Kröner auf der 1020 Meter langen Strecke die Bestzeit und sicherte sich die Pole-Position. Auf Rang zwei in der Startaufstellung folgte Finja-Inken Niehues (Lüdinghausen) mit 56.155 Sekunden. Für die Rennen am Nachmittag holte sich Helena Weiderer (München) Startplatz drei.

Kröner behauptete die Führung am Start. Runde um Runde setzte er sich von seinen Verfolgern ab und sicherte sich den Sieg. Finja-Inken Niehues behauptete Position zwei vom Start bis ins Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Helena Weiderer auf dem dritten Platz.

Nach 15 Runden im zweiten Lauf hieß der Sieger erneut Manuel Kröner. Der Sachse übernahm die Spitzenposition am Start und baute seine Führung kontinuierlich bis zur Ziellinie aus. Niehues reihte sich beim Sprint auf die erste Kurve auf zwei ein, sie versuchte sich an Kröners Hinterrad zu hängen, konnte das Tempo über die Renndistanz jedoch nicht mitgehen. Sie folgte 13.082 Sekunden dahinter auf zwei ins Ziel. Helena Weiderer beendete den Lauf erneut auf Rang drei.

In der Gesamtwertung liegt Kröner mit 150 Punkten auf Rang eins. Weiderer folgt mit 104 Zählern auf Position zwei. Niehues verbessert sich mit 80 Punkten auf Platz drei in der Tabelle.

Manuel Kröner (1./1., Werdau): „Faßberg ist eine sehr schöne, aber auch sehr schwierige Strecke, durch ihre Bodenwellen und harten Anbremszonen. In den Trainings konnte ich von Beginn an pushen und mir in den Zeittrainings die Pole-Position holen. Beide Starts waren sehr gut und ich konnte ohne Probleme vornweg fahren. Templin halte ich ebenfalls für eine sehr anspruchsvolle Strecke, da möchte ich wieder alles geben."

Ohvale MotoMini-160 Klasse:

Mit einer Zeit von 54.820 Sekunden schnappte sich Till Trinks zum dritten Mal in dieser Saison die Pole. Zweitschnellster auf dem Mani Sudau Ring: Ben Warzecha mit 55.182 Sekunden. Karl Henry Todorovic (Chemnitz) stellte sein Motorrad auf Startposition drei.

Den Start ins erste Rennen entschied Warzecha für sich. Pole-Setter Trinks reihte sich dahinter ein. Die beiden Piloten vom AMC Sachsenring lieferten sich ein enges Rennen, mit mehreren Führungswechseln, welches Warzecha mit 0.085 Sekunden Vorsprung für sich entschied. Trinks folgte auf Position zwei. Merdan Karabulut (BEL) verteidigte Rang vier am Start und reihte sich hinter Todorovic auf drei ein. In der sechsten Runde ging er am jungen Sachsen vorbei und behauptete den letzten Podiumsplatz bis ins Ziel. Todorovic blieb am Belgier dran, fand aber keinen Weg an ihm vorbei und sah als Vierter nur 0.253 Sekunden dahinter die schwarz-weiß-karierte Flagge. Lukas Mayer (Neubeuern) raste auf Rang fünf ins Ziel.

Wie im ersten Rennen gewann Warzecha auch den Start in den 15 Runden langen zweiten Lauf. Der DW-Moto Pilot setzte sich von seiner Konkurrenz ab, bis in der fünften Runde der Regen einsetzte. Das ermöglichte Till Trinks, die Lücke zu Warzecha wieder zu schließen und nach wenigen Runden die Führung zu übernehmen. An der Spitze des Feldes setzte sich Trinks von seinen Verfolgern ab. Diesmal war es Ben Warzecha, der wieder aufschloss und sich die Führung zurückeroberte. In der letzten Runde lieferten sich beide Piloten ein enges Rennen, welches Trinks mit 0.226 Sekunden Vorsprung vor Ben Warzecha auf zwei gewann. Merdan Karabulut konnte den einsetzenden Regen ebenfalls nutzen, um die Lücke zu Rang drei zu schließen und sich den letzten Platz auf dem Podium in der dreizehnten Runde zu sichern. Karl Henry Todorovic wurde auf Platz vier abgewunken. Lukas Mayer komplettierte die Top-Five.

Warzecha führt die Meisterschaft mit 140 Zählern an. Mit 126 Punkten liegt Trinks auf Position zwei. Karabulut folgt mit 88 Zählern als Dritter.

Ben Warzecha (1./2., Glauchau): „Die Strecke hier ist sehr technisch und das mag ich. In den Trainings lief es dann gleich sehr gut, ich konnte bis auf ein Zehntel meine Zeiten vom Vorjahr erreichen. Wir haben dann noch ein wenig mit der Abstimmung des Bikes gearbeitet, bis wir uns für die heutige Einstellung entschieden haben. Den Start zum ersten Rennen habe ich gewonnen, etwa in der siebten Runde hat mich Till (Trinks) dann überholt. Das Rennen war sehr eng und ich konnte in der letzten Runde noch einmal kontern und gewinnen. Das zweite Rennen lief ähnlich, bis der Regen begonnen hat, da hat Till mich dann überholt. Als der Regen stärker wurde, konnte ich wieder aufschließen und erneut die Führung übernehmen. Da ich einmal stark gerutscht bin, habe ich etwas rausgenommen, um keinen Sturz zu riskieren. Mein Ziel in Templin ist es, wieder zu gewinnen."

Till Trinks (2./1., Meerane): „Das Layout der Strecke ist sehr schön und trotz der Bodenwellen macht es viel Spaß hier zu fahren. Gestern und heute lief es in den Trainings sehr gut. Im zweiten Qualifying konnte ich meine Zeit noch einmal deutlich steigern und mich für die Pole qualifizieren. Nach dem Start war ich Zweiter, ich hatte dann einen engen Kampf mit Ben (Warzecha), den ich nur knapp mit 0.085 Sekunden verloren habe. Das ist schade, aber daraus lernt man. Beim zweiten Rennen war ich nach dem Start wieder Zweiter. Gegen Mitte des Rennens hat es dann begonnen zu regnen, dann habe ich Ben die Pace machen lassen, dass er zeigt, wie schnell man fahren kann. In der letzten Runde habe ich angegriffen, zuerst hat Ben die Linie zugemacht, musste jedoch anschließend weit gehen, ich habe die Lücke genutzt und gewonnen. Ich bin mit meinem Ergebnis von heute sehr zufrieden und in Templin möchte ich daran anknüpfen."

ADAC Junioren:

Mit einer Zeit von 56.938 Sekunden schnappte sich Jamie Loth (Hünfelden-Ohren) im zweiten Zeittraining seine erste Pole-Position in dieser Saison. Elias Caydas setzte seine Bestzeit von 57.449 Sekunden ebenfalls im zweiten Qualifying und stellte seine Ohvale auf Startplatz zwei. Komplettiert wurde die erste Startreihe von Franz Weiderer (München) mit der drittschnellsten Zeit (57.712 Sekunden).

Mit einem guten Start ins erste Rennen behauptete Loth seine Spitzenposition. Elias Caydas reihte sich dahinter ein. Der junge Bayer blieb im Windschatten dran und lauerte auf eine Möglichkeit zum Führungswechsel. In der neunten Runde fand er eine Lücke am Landgraf Motorsport Piloten vorbei. In Führung liegend baute er kontinuierlich seinen Vorsprung aus und gewann das Rennen. Jamie Loth folgte auf Rang zwei ins Ziel. Davran Alparslan (BEL) verteidigte Startplatz vier und reihte sich hinter Weiderer am Start ein. In der dritten Runde ging der Nachwuchsfahrer von der Belgian Motorcycle Academy an Franz Weiderer vorbei und verteidigte Rang drei bis zur Zielflagge. Weiderer folgte als Vierter ins Ziel. Mika Fleischer (Schmitten) komplettierte die Top-Five.

Wie im ersten Lauf kam Jamie Loth auch am Start zum zweiten, 13 Runden langen Rennen am schnellsten weg und übernahm die Führung. Caydas hängte sich ans Hinterrad und ging in der zweiten Runde am Führenden vorbei. An der Spitze des Feldes riss Caydas eine Lücke zu seinen Verfolgern. Loth fiel zwischenzeitlich auf drei zurück, konnte ab Runde fünf kontinuierlich seine Rundenzeit steigern und die Lücke zum Führenden wieder schließen. In der vorletzten Runde stürzte Loth bei der Verfolgung von Action Bike Pilot Caydas, dieser gewann den Lauf. Alparslan fuhr erneut ein starkes Rennen und überquerte als Zweiter den Zielstrich. Franz Weiderer blieb die gesamte Renndistanz an Alparslan dran und schnappte sich den letzten Platz auf dem Podest. Mathis Griesbaum (Brühl) und Malik Karacoban (Mörfelden-Walldorf) wurden auf den Plätzen vier und fünf abgewunken.

Mit der maximalen Punktzahl von 150 baut Caydas seine Meisterschaftsführung aus. Loth behauptet Tabellenrang zwei mit 96 Zählern. Fleischer und Weiderer liegen punktgleich mit 74 Zählern auf Position drei.

Elias Caydas (1./1., Landsberg): „Das Gute an Faßberg ist, dass hier niemand trainieren kann, starten alle von Null. Außerdem mag ich die lange Gerade, mit dem harten Anbremspunkt am Ende. In den Trainings haben wir viel an der Übersetzung des Motorrads gearbeitet. In den Zeittrainings hatte ich nur eine freie Runde und wurde nur Zweiter hinter Jamie (Loth). Am Start des ersten Rennens bin ich an Jamie drangeblieben, er ist eine Kampflinie gefahren. Beim Anbremsen auf die Start-Ziel-Gerade habe ich es einmal besser getroffen und konnte ihn überholen. Trotz des Drucks, den ich durch Jamie hatte, konnte ich die Führung verteidigen. Im zweiten Lauf lief es ungefähr ähnlich, ich konnte Jamie etwas früher und an einer anderen Stelle überholen. Er ist wieder an mir drangeblieben und hat Druck ausgeübt. Scheinbar ist er mir dann hintendrauf gefahren und gestürzt, das habe ich aber nicht bemerkt. Nach den Qualifyings war ich etwas vorsichtig, da ich nicht auf der Pole stand. Bis zum Rennstart war es mir dann egal und ich bin einfach gefahren. So möchte ich, dass beim nächsten Mal wieder handhaben, dass ein Startplatz nicht über das Endergebnis entscheidet."