Die Nachwuchspiloten des ADAC Mini Bike Cup kamen am vergangenen Samstag nur wenige Kilometer vom berühmten Sachsenring entfernt in der Arena E in Mülsen zu ihren Saisonläufen fünfzehn und sechzehn zusammen. Gaststarter Paul Weinhold (Dresden) feierte bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein im Klassement MotoMini 190 einen Doppelsieg. Im Titelkampf der MotoMini 160 setzte sich Ben Warzecha (Glauchau) mit zwei Rennsiegen weiter ab. Am besten kam Jamie Loth (Hünfelden-Ohren) bei den ADAC Mini Bike Junioren mit der 1315 Meter langen Strecke zurecht und schnappte sich die maximale Punktzahl fürs Wochenende, indem er beide Rennen gewann.
Ohvale MotoMini-190 Klasse
Gaststarter und amtierender Vizemeister in der MotoMini Austria, Paul Weinhold, schnappte sich mit seiner schnellsten Runde von 56.737 Sekunden die Pole. David Glowatz (Rastatt) folgt mit einer Zeit von 58.014 Sekunden als Zweiter auf dem Grid. Alvin Klengel (Großenhain) komplettierte die erste Startreihe mit der drittschnellsten Zeit von 58.066 Sekunden.
Pole-Setter Weinhold setzte sich am Start an die Spitze des Feldes. Runde um Runde setzte sich der junge Dresdner vom Verfolgerfeld ab und gewann das Rennen mit 18.526 Sekunden Vorsprung. Alvin Klengel und David Glowatz lieferten sich einen engen Fight um die Plätze zwei und drei, welchen Klengel mit Rang zwei für sich entschied. Glowatz wurde auf P3 abgewunken. Lukas Mayer (Neubeuern), der frisch aus der MotoMini 160 aufgestiegen ist, raste auf Position vier ins Ziel. Gaststarter Julius Brosius (Zwickau) komplettierte bei seinem Heimrennen die Top Five.
Am Start zum zweiten 11 Runden langen Lauf übernahm Paul Weinhold erneut die Führung. Mit konstanten Rundenzeiten setzte er sich kontinuierlich von seinen Konkurrenten ab und gewann das Rennen. Gaststarter Alvin Klengel reihte sich am Start auf drei ein. In der zweiten Runde ging er an Glowatz vorbei und verteidigte Platz zwei bis zum Zielstrich. David Glowatz komplettierte das Podium mit Rang drei. Manuel Kröner (Werdau) raste als Vierter ins Ziel und gewinnt damit die ADAC Mini Bike Ohvale-190 Meisterschaft 2026. Nach einem weiteren starken Rennen wird Julius Brosius erneut auf Position fünf abgewunken.
In der Gesamtwertung führt Kröner mit 381 Punkten und gewinnt den ADAC Mini Bike Cup MotoMini 190 Cup 2026. Position zwei behauptet Finja-Inken Niehues (Lüdinghausen) mit 287 Zählern. Mit 276 Punkten liegt Helena Weiderer (München) auf Tabellenrang drei.
Paul Weinhold (1./1., Dresden): „Ich kenne die Strecke hier schon, wodurch ich mich schnell zurechtfand. Wir haben noch etwas am Fahrwerk und der Übersetzung geändert und dann konnte ich schnelle Zeiten fahren. Im ersten Rennen war mein Start okay und ich konnte mich in der ersten Runde direkt absetzen und mein Ding durchziehen. Ich habe versucht, mein Tempo konstant zu halten. Der zweite Start war nicht so gut, da musste ich zu Beginn etwas kämpfen, um die Führung zu halten, aber dann konnte ich mich wieder absetzen. Durch meine Körpergröße habe ich auf der Strecke mit ihren langen Geraden einen Vorteil, aber ich mag den Teil mit den flüssigen Kurven mehr, wenn es davon ein paar mehr geben würde, wäre es eine richtig coole Strecke.“
Manuel Kröner (ADAC Mini Bike Cup MotoMini 190 Champion 2026): „Meine diesjährige Saison war gut und ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Hier lief es nicht so gut, durch die vielen Gaststarter war es schwierig. In Valencia beim FIM MotoMini World Final möchte ich so stark wie möglich auftreten, mich von meiner besten Seite zeigen und so gut wie möglich abschneiden.“
Ohvale MotoMini-160 Klasse
Ben Warzecha setzte im zweiten Zeittraining seine Bestzeit von 58.885 Sekunden und holte sich die Pole-Position. Till Trinks (Meerane) sicherte sich für sein Heimrennen Startplatz zwei mit seiner schnellsten Runde von 59.304 Sekunden. Elias Caydas (Landsberg) trat nach seinem frühzeitigen Titelgewinn bei den ADAC Mini Bike Junioren in Bopfingen an diesem Wochenende als Gaststarter in der MotoMini 160 an. Der junge Bayer setzte im ersten Qualifying mit 59.930 Sekunden seine schnellste Runde und sicherte sich Rang drei auf dem Grid.
Am Start ins erste Rennen nutzte Warzecha seine gute Ausgangslage und behauptete die Führung, Trinks hängte sich an sein Hinterrad. Wie schon in den vergangenen Rennen lieferten sich die Piloten vom AMC Sachsenring ein enges Duell, welches Warzecha mit einem knappen Vorsprung von 0.179 Sekunden vor Till Trinks auf Rang zwei gewann. Gaststarter Elias Caydas fiel am Start auf P4 zurück. Schon in der ersten Runde kämpfte er sich auf Rang drei zurück und behauptete diesen bis ins Ziel. Lokalmatador Ron Richter (Oelsnitz) gewann am Start eine Position gegen Caydas, konnte sie aber nicht halten. Auf vier liegend verteidigte er seine Platzierung über die komplette Renndistanz gegen Gaststarter Alessandro Reinhold (Callenberg) auf Rang fünf.
Warzecha nutzte seine gute Ausgangsposition am Start zum 11 Runden langen zweiten Lauf und ging in Führung. Kontinuierlich setzte er sich von seinen Verfolgern ab und gewann das Rennen. Teamkollege Caydas reihte sich auf zwei, vor Trinks auf Rang drei ein. In der fünften Runde ging Trinks an Caydas vorbei, aber schon eine Runde später wechselte die Reihenfolge erneut. Elias Caydas verteidigte seine Position zwei bis zur Zielflagge. Till Trinks beendete das Rennen auf drei. Ron Richter lauerte auf Platz fünf im Windschatten von Gaststarter Reinhold, bis er in der vorletzten Runde überholte und den Lauf als Vierter beendete. Alessandro Reinhold wurde auf fünf abgewunken.
In der Meisterschaft baut Warzecha mit 380 Zählern seine Führung aus. Trinks folgt mit 336 Punkten auf Rang zwei. Karl-Henry Todorovic verteidigt Platz drei mit 202 Zählern.
Ben Warzecha (1./1., Glauchau): „Die Strecke gefällt mir. Das Wochenende hier war richtig gut. Ich konnte beide Rennen gewinnen, das zweite sogar mit etwas Vorsprung. Im ersten Rennen habe ich den Start gewonnen, Till (Trinks) hat mich dann überholt, ich habe eine Runde später gekontert und das Rennen gewonnen. Im zweiten Rennen war es leichter. Da Till hinter Elias (Caydas) lag und nicht vorbeikam, konnte ich mich von ihnen absetzen. In Schlüsselfeld zum Finale versuche ich wieder einen Doppelsieg einzufahren.“
ADAC Junioren
Die schnellste Rundenzeit in den Qualifyings setzte Jamie Loth mit 1:01,602 Minuten und schnappte sich die Pole. Zweitschnellster in den Zeittrainings war Mika Fleischer (Schmitten) mit 1:02,482 Minuten. Komplettiert wurde die erste Startreihe von Franz Weiderer (München) mit 1:02,852 Minuten auf Rang drei.
Pole-Setter Loth behauptete beim Sprint auf die erste Kurve seine Spitzenposition. Er setzte sich kontinuierlich von seinen Verfolgern ab und gewann das erste Rennen mit 7.304 Sekunden Vorsprung. Fleischer reihte sich hinter Loth auf Rang zwei ein. Der Pilot vom ADAC Hessen-Thüringen blieb fehlerfrei und raste als Zweiter ins Ziel. Dies war sein bestes Ergebnis in dieser Saison. Rookie Bruno Stark (Oberheldrungen) ging von Position fünf ins Rennen. Der Nachwuchsfahrer vom AMC Sachsenring verbesserte sich am Start um einen Platz. Im Windschatten von Mathis Griesbaum (Brühl) lauerte er bis zur vierten Runde, dann ging er an ihm vorbei. Stark verteidigte Rang drei bis zur Zielflagge und holte bei seinem Heimrennen sein erstes Podium in diesem Jahr. Griesbaum beendete den Lauf auf Position vier. Franz Weiderer fiel am Start bis auf Platz fünf zurück und behauptete diesen bis ins Ziel.
Am Ende des zweiten 10 Runden langen Rennens hieß der Sieger erneut Jamie Loth. Der Pilot vom Landgraf Motorsport Team setzte sich wie schon im ersten Lauf beim Start an die Spitze des Feldes und baute seinen Vorsprung stetig bis ins Ziel aus. Mika Fleischer zeigte erneut ein starkes Rennen und raste auf Rang zwei ins Ziel. Um den letzten Platz auf dem Podium lieferten sich Bruno Stark und Mathis Griesbaum ein enges Rennen. Nach vielen Positionswechseln eroberte sich Stark im Schluss-Sprint Platz drei, Griesbaum folgte als Vierter ins Ziel. Moritz Härtlein (Neukirchen) kämpfte sich in der achten Runde an Weiderer vorbei und beendete das Rennen auf Position fünf.
In der Meisterschaft führt Caydas mit 335 Punkten. Mit 301 Zählern folgt Loth auf Tabellenrang zwei. Fleischer liegt mit 208 Punkten auf Rang drei im Gesamtklassement.
Jamie Loth (1./1., Hünfelden-Ohren): „Am Anfang war es hier nicht so leicht, da wir am Freitag nur zwei Turns hatten, die wir richtig nutzen konnten. Heute lief es besser, wir haben ein gutes Set-up gefunden und ich bin schnelle Rundenzeiten gefahren. Ich mag diese Strecke gern, sie hat schnelle Passagen und ist dann wieder anspruchsvoll, mit den Kurven, wo man hart abbremsen muss. In Schlüsselfeld werde ich in der 160-Klasse antreten. Da nehme ich mir vor, so gut mitzufahren, wie es geht.“


