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ADAC Mini Bike Cup·20.7.2026

Erster Sieg für Niehues, Warzecha und Caydas feiern Doppelsiege

Im Emstalstadion von Harsewinkel ging es am vergangenen Samstag für die Fahrer des ADAC Mini Bike Cup in den Saisonläufen elf und zwölf um wertvolle Meisterschaftspunkte. Auf der 786 Meter langen Strecke triumphierte bei bewölktem Himmel und sommerlichen Temperaturen Finja-Inken Niehues (Lüdinghausen) im ersten Lauf ihres Heimrennens im Klassement MotoMini 190. Den zweiten Tagessieg schnappte sich Manuel Kröner (Werdau). Ben Warzecha (Glauchau) und Till Trinks (Meerane) lieferten sich in der MotoMini 160 erneut enge Rennen, die Ben Warzecha für sich entschied. Elias Caydas (Landsberg) feierte bei den ADAC Mini Bike Junioren einen Doppelsieg.

Ohvale MotoMini-190 Klasse

Finja-Inken Niehues schnappte sich mit einer Zeit von 39,937 Sekunden die Pole auf ihrer Heimstrecke und beendete damit die Pole-Serie von Manuel Kröner. Dieser folgte mit 39,997 Sekunden auf Startplatz zwei. Helena Weiderer (München) setzte die drittschnellste Rundenzeit.

Niehues kam gut vom Start weg und behauptete ihre Führung vor Kröner. Der junge Sachse hängte sich in ihren Windschatten. Beide Piloten setzten sich kontinuierlich von ihren Verfolgern ab. Finja-Inken Niehues verteidigte ihre Führung über die komplette Renndistanz und gewann ihr erstes Rennen der Saison. Manuel Kröner überquerte als Zweiter die Ziellinie. Helena Weiderer wurde auf Rang drei abgewunken. Nick Goldammer (Chemnitz) folgte auf Position vier ins Ziel.

Guter Start für Manuel Kröner © Foto: ADAC

Mit einem guten Start übernahm Kröner die Führung im zweiten Rennen. Niehues hängte sich an sein Hinterrad. Beide lieferten sich erneut ein enges Rennen, aber Niehues kam nicht am jungen Sachsen vorbei. Kröner gewann den Lauf mit 0,094 Sekunden Vorsprung vor Finja-Inken Niehues auf Rang zwei. Helena Weiderer fiel am Start auf Rang vier zurück. Zwei Runden später hatte sie die Lücke wieder geschlossen, ging an Nick Goldammer vorbei, setzte sich kontinuierlich von ihrem Konkurrenten ab und komplettierte das Podium mit Platz drei. Goldammer sah die schwarz-weiß karierte Flagge als Vierter.

Nach zwölf Saisonläufen führt Kröner souverän mit 295 Punkten in der Meisterschaft. Niehues verbessert sich auf Rang zwei mit 205 Zählern. Dritte in der Gesamtwertung ist Weiderer mit 200 Punkten.

Finja-Inken Niehues (1./2., Lüdinghausen): „Harsewinkel ist meine Heimstrecke, ich mag sie sehr. Zu Beginn der Trainings lief es noch nicht optimal, aber ich konnte mich kontinuierlich steigern. Im ersten Rennen habe ich alles um mich herum ignoriert und bin einfach gestartet. Das war sehr gut, da ich die Führung über das gesamte Rennen behaupten konnte. Durch meine gute Streckenkenntnis war es relativ einfach, durch eine gute Linienwahl vorn zu bleiben. Im zweiten Rennen war ich etwas abgelenkt und habe den Start verpasst. Ich konnte dann an Manuel (Kröner) dranbleiben. Ich habe ein paar Mal probiert, reinzustechen, aber auf der Strecke ist es sehr schwer zu überholen, wenn der Gegner eine saubere Linie fährt. Das Event hier zu Hause mit dem Sieg war sehr gut fürs Ego. In Bopfingen möchte ich gern wieder gewinnen. Ich bin dort schon einmal gefahren. In ein paar Kurven muss ich mich noch verbessern.“

Ohvale MotoMini-160 Klasse

Auch die sechste Pole-Position der Saison 2026 sicherte sich Till Trinks mit 39,372 Sekunden. Ben Warzecha qualifizierte sich mit seiner schnellsten Runde aus dem ersten Zeittraining für den zweiten Rang in der Startaufstellung. Im zweiten Qualifying steigerte Ron Richter (Oelsnitz) seine Rundenzeit auf 39,830 Sekunden und komplettierte die erste Startreihe.

Till Trinks nutzte seine gute Ausgangsposition am Start ins erste Rennen und ging in Führung. Warzecha und Richter reihten sich dahinter auf den Positionen zwei und drei ein. Der DW-Moto-Pilot blieb am Hinterrad von Trinks und lauerte auf eine Möglichkeit, um anzugreifen. In Runde sieben fand Warzecha eine Lücke am AMC-Sachsenring-Piloten vorbei und übernahm die Führung. Nun blieb Trinks im Windschatten von Warzecha, kam aber nicht mehr an ihm vorbei. Ben Warzecha gewann den Lauf mit 0,182 Sekunden Vorsprung vor Trinks auf Rang zwei. Ron Richter folgte als Dritter ins Ziel. Karl Henry Todorovic (Chemnitz) fiel am Start auf Position sechs zurück. Der junge Sachse gab nicht auf und kämpfte sich im Verlauf des Rennens auf Platz vier vor. Lukas Mayer (Neubeuern) komplettierte die Top Five.

Till Trinks nutzt gute Ausgangsposition beim Start © Foto: ADAC

Am Ende des 19 Runden langen zweiten Laufes hieß der Sieger erneut Ben Warzecha. Pole-Setter Trinks bog wie schon im ersten Rennen in Führung liegend in die erste Kurve ein, Warzecha und Richter reihten sich dahinter in seinem Windschatten ein. Aus der zweiten Runde kam Warzecha als Führender zurück, mit Trinks an seinem Hinterrad. Die beiden AMC-Sachsenring-Piloten lieferten sich wieder ein enges Rennen und setzten sich Runde um Runde von ihren Verfolgern ab. Mit einem Vorsprung von 0,113 Sekunden raste Warzecha als Sieger über die Ziellinie, Trinks folgte auf Rang zwei. Ron Richter behauptete Rang drei fünfzehn Runden lang. In der sechzehnten Runde kam er wegen eines Fahrfehlers von der Strecke ab und fiel auf Rang sechs zurück. Der junge Sachse gab nicht auf und kämpfte sich auf die fünfte Position zurück. Todorovic behauptete am Start Rang vier und verteidigte diesen gegen Lukas Mayer konsequent. Nach dem Fahrfehler von Richter übernahm Todorovic Rang drei und behauptete diesen bis zur Zielflagge. Wegen eines Frühstarts erhielt er eine Zeitstrafe und fiel in der Wertung auf Platz sechs zurück. Mayer wurde als Vierter abgewunken, rückte wegen der Zeitstrafe gegen Todorovic auf Platz drei vor. Nick Hopp (Gersfeld-Hettenhausen) beendete den Lauf als Fünfter.

Mit 280 Zählern baut Warzecha seine Führung in der Meisterschaft aus. Platz zwei in der Tabelle behauptet Trinks mit 256 Punkten. Gesamtdritter mit 152 Zählern ist Todorovic.

Ben Warzecha (1./1., Glauchau): „Harsewinkel ist eine gute technische Strecke. Von Beginn an hatten wir hier die perfekte Übersetzung und ich konnte in den Trainings schon ähnliche Zeiten wie im Rennen fahren. Till (Trinks) und ich hatten ein enges Rennen. Nach einigen Runden habe ich ihn überholt. In der letzten Runde bin ich in der drittletzten Kurve wegen eines Highsiders, den ich abfangen konnte, weit gegangen. Dann waren wir Side-by-Side, ich konnte aber als Erster in die Kurve einbiegen und habe das Rennen gewonnen. Im zweiten Rennen habe ich den Start verpasst und war danach Dritter. Zwei, drei Kurven später habe ich Ron (Richter) gekontert und eine Runde später habe ich Till überholt und das Rennen gewonnen. In Bopfingen möchte ich das gleiche Ergebnis erzielen.“

ADAC Junioren

Mit einer Rundenzeit von 40,420 Sekunden im ersten Qualifying schnappte sich Elias Caydas die Pole. Für den zweiten Startplatz qualifizierte sich Jamie Loth (Hünfelden-Ohren) mit seiner Bestzeit von 40,689 Sekunden. Gaststarter Patrik Stransky (CZE) steigerte seine Rundenzeit im zweiten Zeittraining auf 40,900 Sekunden und sicherte sich Rang drei auf dem Grid.

Am Start ins erste Rennen behauptete Caydas seine Spitzenposition. Wegen eines gestürzten Fahrers in der ersten Kurve wurde das Rennen abgebrochen und auf 15 Runden verkürzt. Am Re-Start kam Jamie Loth vom Landgraf Motorsport Team am schnellsten weg und übernahm die Führung. Caydas reihte sich auf Rang zwei ein. Beide Piloten lieferten sich ein enges Rennen und setzten sich Runde um Runde von ihren Verfolgern ab. In der letzten Runde ging Caydas an Loth vorbei und gewann den ersten Lauf. Jamie Loth folgte auf Rang zwei ins Ziel. Gaststarter Stransky verteidigte Rang drei vom Start bis ins Ziel. Rookie Mika Fleischer (Schmitten) sah die schwarz-weiß karierte Flagge auf Position vier. Moritz Härtlein (Neukirchen) beendete den Lauf als Fünfter.

Doppelsieg für Elias Caydas © Foto: ADAC

Den Start zum 16 Runden langen zweiten Rennen gewann Jamie Loth erneut. Caydas reihte sich dahinter im Windschatten ein und ließ Loth keine Chance zu enteilen. In der dritten Runde übernahm der junge Bayer die Führung, setzte sich kontinuierlich vom Verfolgerfeld ab und gewann den Lauf mit 1,886 Sekunden Vorsprung vor Loth auf Position zwei. Gaststarter Stransky verlor am Start einige Plätze und reihte sich auf Rang fünf ein. Im Verlauf des Rennens kämpfte er sich auf seine Ausgangsposition zurück und beendete den Lauf auf Rang drei. Mika Fleischer blieb die ganze Zeit am Hinterrad des Tschechen, kam jedoch nicht an ihm vorbei und wurde als Vierter abgewunken. Bruno Stark (Oberheldrungen) fuhr ein starkes Rennen und überquerte auf Rang fünf die Ziellinie.

Mit seinem Doppelsieg baut Caydas seine Führung in der Meisterschaft auf 285 Punkte aus. Tabellenrang zwei behauptet Loth mit 211 Zählern. Fleischer folgt mit 155 Punkten als Dritter.

Elias Caydas (1./1., Landsberg): „Harsewinkel ist eine coole Strecke, sie hat richtig schnelle Ecken, wo man Mut braucht. Das macht mir Spaß. In den Trainings haben wir diesmal etwas Neues probiert. Wir haben nicht auf die Übersetzung geschaut, sondern auf meinen Fahrstil, die Linienwahl und darauf, wo ich noch mehr Gas geben kann. Das konnte ich gut umsetzen. Der erste Start war gut. Leider hat der Start nach dem Rennabbruch nicht so gut funktioniert. Ich konnte erst in der vorletzten Runde Jamie (Loth) überholen, nachdem er einen Fehler gemacht hat. Im zweiten Rennen lief es besser. Ich konnte direkt dranbleiben und dann habe ich meine Taktik geändert. In der dritten Kurve konnte ich wie schon im ersten Rennen an Jamie vorbeigehen. Kurz danach hatte ich einen Highsider, den ich abfangen konnte. In Bopfingen möchte ich alles genauso machen wie hier und fokussiert bleiben. Im Rennen möchte ich nicht zu aggressiv fahren, damit ich nicht riskiere zu stürzen.“