Autos, Zweiräder und Spielzeug
Das Museum Boxenstop - bereits 1985 von der Familie Ute und Rainer Klink eröffnet - ist eines der ältesten privaten Auto-Museen in Deutschland. Auf 1200 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind über 70 historische Autos, Motorräder, Fahrräder und weit mehr als 2000 Spielsachen ausgestellt.
Boxenstop - der Name ist Programm
Der Geruch von verbranntem Gummi liegt förmlich in der Luft. Rennsportwagen sind die große Leidenschaft der Boxenstop-Macher. Neben einem MG TC aus dem Jahre 1947, der im englischen Abingdon-on-Thames den Asphalt der Welt erblickt, stehen zwei englische Rennsportwagen, ein Lotus und ein Lola. Ebenso vertreten ist die Marke Porsche. Darunter ein Carrera 6 Typ 906 (Fgst.-Nr. 114), einer von acht Porsche Carrera 6, die beim legendären 24-Stunden-Rennen im französischen Le Mans am Start waren. Auch ein Maserati 4CL von 1945 und ein Ferrari 250 GT Pininfarina, von dem lediglich 350 Stück gebaut wurden, sind hier ausgestellt.
Einer der schönsten Sportwagen aller Zeiten
Es ist wohl unbestritten, dass die Sportwagen der Marke Jaguar zu den schönsten der Welt zählen. Mit seiner grandiosen Linienführung unterstreicht der ausgestellte Jaguar XK 120 in der Coupé-Version diesen Anspruch. Sein Sechszylinder-Reihenmotor mit 3442 cm³ und 119 KW (161 PS) ergänzt das sportliche Aussehen durch Leistung. Sir William Lyons, dem Gründer der Marke Jaguar, gelang mit diesem Fahrzeug kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ein riesen Wurf.
Weiße Maus von Lloyd
Im Museum steht auch die weiße Maus von Lloyd, der stromlinienförmige Rennwagen, der 1954 vom Wiesbadener Lloyd-Händler Karl-Heinz Schäufele gebaut wurde. Der Wagen brach viele internationale Rekorde in der Klasse bis 350 ccm. Der größte Triumpf gelang aber wohl bei einer 120-stündigen Non-Stopp-Rekordfahrt. Der Wagen wurde mit einem 400 ccm³ Zweitaktmotor ausgestattet und erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 125 km/h und schrieb damit deutsche Motorsportgeschichte.
Rennmotorräder
Natürlich werden auch seltene Rennmotorräder der unterschiedlichsten Marken in der Ausstellung präsentiert. Zu sehen gibt es die NSU Sportmax, auf der Hermann Paul Müller (HP) 1955 die Weltmeisterschaft in der 250 ccm Klasse gewann. Oder die Bender Grand Prix-Rennmaschine, auf der der deutsche Meistertitel in der Klasse bis 125 ccm und mehrere Grand Prix Podestplätze errungen wurden. Neben einer Werksrennmaschine von Jawa aus dem Jahre 1954 sieht man auch Straßenmaschinen großer Marken wie MV Agusta, BMW, Horex, Honda, Ducati, Norton, Velocette - um nur einige zu erwähnen.
Dampf-Werkstatt
Im 18. Jahrhundert löste die Erfindung der ersten verwendbaren Dampfmaschine eine technische Revolution aus. In der Ausstellung sind viele Dampfmaschinen im Original oder als funktionierende Modelle ausgestellt. Jedes Jahr findet zudem ein großer „Dampftag“ am Museum statt.
Ein Museum für die ganze Familie
Welcher Oldtimerliebhaber wünscht sich nicht in aller Ruhe altes Blech bewundern zu können, ohne von den Liebsten zur Weiterfahrt gedrängt zu werden? Hier im Boxenstop könnte der Wunsch in Erfüllung gehen. Neben „unseren“ Fahrzeugen gibt es weit über 2000 Spielsachen in der Ausstellung zu bewundern, darunter z. B. Puppenstuben - sogar eine mit Kinderaltar, Käthe-Kruse-Puppen und ein Geschäft aus den 1950er Jahren. Zum Abschluss des Rundganges lohnt sich die Einkehr in das museumseigene Restaurant “Rastelli“. Hier im Boxenstopp können also auch Menschen ohne Oldtimervirus die Zeit vergessen.
Aktives rund um den Oldtimer
Neben der hochkarätigen Ausstellung bieten das Boxenstopp-Team auch Rallyes, Busreisen zu Oldtimer-Veranstaltungen und geführte Fahrten mit dem eigenem Klassiker an.