Zum Hauptinhalt springen
ADAC Junior Cup ·17.8.2026

Immanuel und Linsbichler holen die Punkte in Assen

Jaden Immanuel sammelt am Samstag die maximale Punktzahl. Paul Linsbichler schlägt am Sonntag zurück. Gaststarter bestimmen an beiden Tagen den Kampf um den Gesamtsieg.

Zahlreiche Gaststarter und zwei Rennen, in denen für die Meisterschaft vor allem der Blick hinter die Spitze entscheidend war: Der ADAC Junior Cup absolvierte am Wochenende auf dem TT Circuit Assen seine vorletzte Saisonstation. Während beide Rennsiege auf der Strecke an den Gaststarter Jason Rudolph gingen, der allerdings keine Punkte für die Cup Wertung erhält, sammelten Jaden Immanuel und Paul Linsbichler jeweils die maximale Punktzahl. Damit spitzt sich die Saison vor dem Finale in Hockenheim weiter zu.

Mehrere Gaststarter verstärkten das ADAC Junior Cup Feld in Assen © Foto: Dino Eisele

Immanuel holt maximale Punkte am Samstag

Bereits in den Qualifyings hatten die Gaststarter Rudolph, Zenno Bulte sowie Levi Flier, Viktor Cech und Tudor Dedea das Tempo vorgegeben und die ersten fünf Startplätze unter sich ausgemacht. Bester permanenter Fahrer war Immanuel auf Startplatz sechs, direkt gefolgt von Linsbichler und Yevsevii Kovalov. Auch im ersten Rennen am Samstagabend bestimmten die Gastfahrer das Geschehen an der Spitze. Den Rennsieg auf der Strecke sicherte sich Jason Rudolph vor Dedea und Cech. Da Gaststarter jedoch nicht für die Wertung berücksichtigt werden, gingen die 25 Punkte an Immanuel. Der gebürtige Inder erwischte einen starken Start und schoss von Position sechs direkt auf Rang zwei nach vorne. In den ersten Runden hielt er sich in der Spitzengruppe, verlor durch zahlreiche Positionskämpfe jedoch Zeit und schließlich den Anschluss und kam auf Position fünf ins Ziel. „In der letzten Runde habe ich in einer Kurve etwas Schwung verloren und wurde noch überholt. Aber was für mich zählt, sind die Punkte für die Meisterschaft und darüber freue ich mich sehr“, resümierte Immanuel. Linsbichler kämpfte ebenfalls weit vorne und kreuzte nach Immanuel die Ziellinie. „Im Laufe des Rennens ist mir immer wieder das Hinterrad weggerutscht. Die verlorene Zeit konnte ich durch spätes Bremsen gutmachen. Deshalb bin ich mit meiner Platzierung sehr glücklich“, so Linsbichler.

Paul Linsbichler kreuzt als bester permanenter Fahrer am Sonntag die Ziellinie © Foto: Dino Eisele

Lisbichler kontert am Sonntag

Im zweiten Rennen kämpften erneut die Gaststarter um den Gesamtsieg. Jason Rudolph setzte sich nach zehn Runden in einem engen Finish mit nur 0,183 Sekunden Vorsprung vor Viktor Cech durch. Levi Flier folgte auf Rang drei. Insgesamt gingen die ersten fünf Plätze auf der Strecke an Gaststarter. Dahinter entwickelte sich der für die Meisterschaft entscheidende Kampf zwischen Linsbichler, Kovalov und Immanuel. In der Schlussphase ging es mehrfach hin und her, ehe Linsbichler als bester permanenter Fahrer die Ziellinie überquerte und damit die 25 Punkte kassierte. Kovalov folgte mit 20 Zählern. Immanuel hatte in der letzten Runde noch einmal alles versucht, überschritt dabei jedoch die Track Limits und wurde nachträglich um eine Position zurückversetzt. „Ich bin nicht zu 100 Prozent zufrieden, nehme aber einige positive Dinge aus dem Wochenende mit. In der letzten Runde habe ich im Kampf mit Paul leider die Track Limits überschritten und dadurch noch eine Position verloren.“

Auch Ole Säuberlich wurde wegen eines Track Limits Verstoßes in der letzten Runde nachträglich um eine Position zurückversetzt. Linsbichler durfte sich dagegen über einen starken Abschluss freuen: „Ich bin mit meinen Leistungen in Assen sehr zufrieden. Ich konnte mich über das Wochenende steigern und gut mit den anderen mithalten. In Hockenheim werde ich noch einmal alles geben und hoffe, dass mir meine Streckenkenntnis zugutekommt.“

Titelentscheidung fällt beim Finale auf dem Hockenheimring © Foto: Dino Eisele

Auch Kovalov zog nach seinem ersten Rennwochenende in Assen ein positives Fazit: „Für mich war es das erste Mal hier, deshalb bin ich mit dem Wochenende sehr zufrieden. Ich weiß jetzt, woran ich bis Hockenheim noch arbeiten muss.“ Nach der vorletzten Saisonstation richtet sich der Blick nun auf das Finale vom 25. – 27. September in Hockenheim, wo die Entscheidung im ADAC Junior Cup 2026 fällt.