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ADAC GT4 Germany·3.6.2026

Springob: „Die ADAC GT4 Germany ist weltweit führend“

Jan Philipp Springob zählt nicht nur zu den bekanntesten Piloten der ADAC GT4 Germany, sondern hat auch abseits der Rennstrecke so einiges drauf. Der Aston Martin-Fahrer erläutert, warum er sich seit 2019 in der Serie wohlfühlt.

Jung, schnell und einer der absoluten Sympathieträger im Fahrerlager der ADAC GT4 Germany: Jan Philipp Springob (Olpe) ist nicht nur einer der ganz großen Player in der GT4-Serie des ADAC, sondern auch extrem erfolgreich unterwegs. Das zeigte der 25-Jährige direkt schon beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring, als er gemeinsam mit Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 das Sonntagsrennen gewann und aktuell auf Platz drei der Tabelle liegt.

„Alleine schon wegen des Triumphs im Sonntagsrennen sind wir mit dem Rennwochenende zufrieden. Dennoch war es sehr ärgerlich, dass wir im Samstagsrennen mit einem fast schon sicheren Podiumsergebnis in der Hand unglücklich weit zurückgefallen sind“, blickt Springob auf den Red Bull Ring zurück. In seinem Aston Martin wurde eine Fehlermeldung angezeigt, sodass das Fahrzeug einmal komplett neu hochgefahren werden musste. Somit war am Ende nicht mehr als Platz zehn drin. Beim anstehenden Rennwochenende Anfang Juli auf dem Norisring möchte Springob gemeinsam mit Teamkollege Gogollok dann aber direkt das nächste Podium nachlegen.

Erfolgspiloten: Jan Philipp Springob (re.) und Philipp Gogollok © Foto: ADAC

Im Leben von Jan Philipp Springob dreht sich alles um das Thema Auto. Er hat bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Kart-Slalom begonnen. Mit zwölf Jahren wechselte er auf die Kart-Rundstrecke. Mit Erfolg: 2017 und 2018 gewann er das ADAC Kart Masters. Davon motiviert wurde Springob 2019 für zwei Jahre in die ADAC Stiftung Sport aufgenommen. „Durch diese Förderung war der Sprung in den GT4-Sport möglich“, erklärt Springob. Sein Debütjahr schloss er auf Platz zwei der Junior-Wertung ab. 2020 machte der Westfale einen Abstecher in die damals existierende DTM Trophy. Seit 2021 ist er wieder regelmäßig in der ADAC GT4 Germany am Start.

„Ich verdiene mit dem Motorsport mein Geld. Somit ist bei mir alles sponsorenbasierend. Meiner Meinung nach ist die ADAC GT4 Germany in Bezug auf die nötigen Ausgaben und den tatsächlichen Gegenwert, den man erhält, weltweit mit Abstand das führende Paket. Wir fahren auf der DTM-Plattform, sind im Fernsehen vertreten und haben ultra spannende Rennen. Das spiegeln mir auch die Sponsoren wider“, stellt Springob klar. „Davon abgesehen, macht mir das Fahren in der Serie wahnsinnig viel Spaß.“

Nicht nur im Cockpit, sondern auch abseits der Rennstrecke hat Springob einiges drauf. Er schreibt aktuell seine Bachelorarbeit im Bereich Fahrzeugtechnik. Darüber hinaus arbeitet er für verschiedene Hersteller als Instruktor bei beispielsweise Markteinführungen von neuen Modellen, Händlerschulungen oder Kundentrainings.

Ein regelrechter Farbtupfer im Feld der ADAC GT4 Germany ist auch Springobs Aston Martin. Auf dem Fahrzeug ist ein markanter Hacker zu sehen, der auf seinen Hauptsponsor aus der Internetsicherheitsbranche zurückgeht. „Mit den Chefs der COSY Systeme bin ich in einem Unternehmernetzwerk, sodass wir uns regelmäßig morgens treffen. Einmal haben wir über ein Sponsoring gesprochen“, verrät Springob. „Eine Woche später hatte ich morgens um 6 Uhr gerade meinen Kaffee in der Hand, als ich die Zusage bekam. Somit konnten wir letztes Jahr in der ADAC GT4 Germany antreten und haben auch dieses Jahr wieder eine richtig gute Fahrerpaarung.“

In der ADAC GT4 Germany fühlt sich Springob richtig wohl. „Mein ursprüngliches Ziel war es, mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Das habe ich nun erreicht. Somit bin ich schon mal super happy. Natürlich versucht man stets weiterzukommen und strebt nach größeren Dingen. Mein größter Wunsch wäre es, irgendwann in der DTM zu fahren“, so Springob. „Daran arbeiten wir – vielleicht klappt es in den nächsten Jahren.“