Mit Porsche, Aston Martin und BMW drei Marken in den Top Fünf. Auch Ginetta und Mercedes-AMG mit starker Leistung auf dem Red Bull Ring. Teams richten Blick bereits auf den Saisonauftakt vom 24. bis 26. April.
Die ADAC GT4 Germany ist bereit für die Saison 2026. Die Sportwagen-Serie des ADAC absolvierte am Donnerstag auf dem Red Bull Ring in Österreich die offiziellen Testfahrten. Dabei hatten die teilnehmenden Teams über acht Stunden an Streckenzeit zur Verfügung, um ihre GT4-Rennwagen perfekt für die anstehende Saison vorzubereiten, die vom 24. bis 26. April an gleicher Stelle im Rahmenprogramm der DTM beginnt. Am besten gelang dies den Teams von Porsche, Aston Martin und BMW, die allesamt in die Top Fünf kamen. Tickets für die DTM und die ADAC GT4 Germany gibt es ab 49 Euro online unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.
Wechselnde Wetterbedingungen mit zunächst kühleren Temperaturen, dann Regen und am Nachmittag Sonnenschein boten den Teams die idealen Voraussetzungen, um diverse Set-up- Varianten durchzuspielen. Die schnellsten Runden wurden in der zweiten Session gedreht. Die Bestzeit des Tages sicherte sich auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs mit 1:37,402 Minuten Debütant Jack James (19/GBR), der einen Porsche 718 Cayman GT4 von Razoon - more than Racing alleine pilotierte.
„Es ist natürlich schön, mit der Bestzeit in die Saison zu starten. Das ist ein positives Zeichen für mein erstes Jahr in der ADAC GT4 Germany. Ich war das erste Mal auf dem Red Bull Ring unterwegs und saß auch das erste Mal im Porsche“, erklärte der Brite. „Die schnellste Runde wurde während einer Qualifikationssimulation am Nachmittag mit neuen Pirelli-Reifen erzielt. Wir haben den Testtag gut genutzt, um einige Dinge am Set-up auszuprobieren. Das hat sehr gut funktioniert.“
Rang zwei am Testtag ging mit einem Rückstand von 0,163 Sekunden an die Porsche-Markenkollegen Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport). Dritte wurden Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM), denen im Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo 0,249 Sekunden auf die Spitze fehlten. „Durch die wechselnden Bedienungen war es im Hinblick auf das Rennwochenende schwierig einzuschätzen, wo man wirklich steht“, erläuterte Springob. „Doch insbesondere die zweite Session war für uns als Team sehr effektiv. Wir konnte verschiedene Programme durchspielen und fahren somit zufrieden zurück. Letztes Jahr hatte ich auf dem Red Bull Ring bereits eine Pole-Position. Ich hätte nichts dagegen, wenn mir das dieses Jahr wieder gelingen sollte.“
Rang vier ging an Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 0,378 Sekunden Rückstand hatten. Die Top Fünf komplettierte der BMW M4 GT4 Evo von Lukas Stiefelhagen (18/NED) und Leon Bauchmüller (18/Kurchlinteln, beide ME Motorsport).
Das Debüt in der ADAC GT4 Germany gaben Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing), die sich eine Ginetta G65 GT4 Evo teilen. „Die Serie ist klasse, wir wurden sehr gut aufgenommen“, erklärt Kristiansson, der neben seiner Rolle als Pilot auch Teammanager ist. „Der Testtag lief recht gut für uns. Wir konnten sowohl für Trockenheit als auch für Regen am Set-up arbeiten. Alles sieht sehr vielversprechend aus. Unsere Ginetta passt richtig gut zum Red Bull Ring. Somit gehen wir optimistisch ins Rennwochenende.“ Das Ginetta-Duo beendete den Test auf dem elften Rang. Den schnellsten Mercedes-AMG GT4 pilotierten Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) auf Rang acht.
Erstmals in der ADAC GT4 Germany unterwegs war auch der US-Amerikaner Tim Horrell (35, AVIA W&S Motorsport), der aufgrund einer Querschnittslähmung einen Porsche über Hebel und Knöpfe am Lenkrad steuert. „Es ist sehr schön, in der ADAC GT4 Germany anzutreten. Somit kann ich mich nun mit den besten GT4-Piloten in Europa vergleichen“, erklärt Horrell, der sich das Cockpit mit Vize-Champion Hendrik Still (38/Kempenich) teilt. „Wir waren beim Test schon recht gut auf Pace. Durch die wechselnden Bedienungen war es teilweise schwierig, den Grip zu finden. Doch insgesamt konnten wir gute Daten für das Rennwochenende sammeln. Wir sind bereit.“
Die Top Fünf beim Testtag auf dem Red Bull Ring 1. James - Razoon - more than Racing - Porsche 718 Cayman GT4 - 1:37,402 min. 2. Dix/Litvinenko - Wimmer Werk Motorsport - Porsche 718 Cayman GT4 – 1:37,565 min. 3. Springob/Gogollok - COSY Racing by ESM - Aston Martin Vantage AMR GT4 Evo - 1:37,651 min. 4. Berndt/Robinson - AVIA W&S Motorsport - Porsche 718 Cayman GT4 - 1:37,780 min. 5. Stiefelhagen/Bauchmüller - ME Motorsport - BMW M4 GT4 Evo - 1:37,782 min.


