Auf Basis des GranTurismo entwickelt Maserati Corse einen GT4-Rennwagen, der von einem V6-Motor angetrieben wird. Maserati hat große Tradition im GT4-Sport.
Die GT4-Klasse boomt weiter: Nachdem Porsche zuletzt mit dem 911 GT4 R einen neuen Rennwagen nach GT4-Reglement vorgestellt hat, will nun auch Maserati zurück in die Klasse. Im Rahmen des traditionsreichen Goodwood Festival of Speed hat die italienische Marke nun ein GT4-Projekt vorgestellt. Dessen Ziel ist es, für 2028 ein GT4-Rennwagen auf die Strecke zu bringen. Als Basisfahrzeug dient dabei der Maserati GranTurismo. Entwickelt wird das Fahrzeug von Maserati Corse - sprich der Rennabteilung des italienischen Herstellers.
Antriebsstrang und Karosserie des Maserati Project GT4 sind direkt vom Straßenmodell abgeleitet. Für den Vortrieb soll ein 3,0-Liter-V6-Motor mit aus der Formel 1 abgeleiteter Vorkammer-Verbrennungstechnologie sorgen. Im Vergleich zur Serienversion des GranTurismo soll die GT4-Version rund 400 Kilogramm an Gewicht abspecken.
„Das Projekt GT4 stellt einen natürlichen Schritt in der Weiterentwicklung des Maserati-Corse-Programms dar und vervollständigt unsere Vision für die Zukunft des GT-Rennsports“, erklärt Vincent Biard (Head of Maserati Corse). „Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein Fahrzeug entwickeln, das wettbewerbsfähig, zuverlässig und zugänglich für Teams und Fahrer ist, die sich für Maserati entscheiden. Die Entwicklung hat gerade erst begonnen, doch wir arbeiten bereits darauf hin, zur Saison 2028 ein Fahrzeug an den Start zu bringen, das auf höchstem Niveau konkurrieren und um Erfolge kämpfen kann.“
Maserati zählt zu den Marken der ersten Stunde im internationalen GT4-Sport. Bereits im Jahre 2007 war Maserati in der europäischen GT4-Serie unterwegs. Seitdem wurden immer wieder Rennwagen für das GT4-Reglement entwickelt. In der ADAC GT4 Germany stand bislang jedoch noch kein Maserati am Start – vielleicht könnte sich das 2028 ja ändern.