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ADAC GT4 Germany·25.7.2026

Aston Martin feiert Start-Ziel-Sieg in Oschersleben

Zweiter Laufsieg 2026 für Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok. Bestes Saisonergebnis für Mercedes-AMG durch Platz zwei für Fellner-Feldegg/Böckmann. Piana/Sylvestersson komplettieren im BMW das Podium.

Strahlende Sieger: Jan Philipp Springob (li.) und Philipp Gogollok © Foto: ADAC

Volle Zuschauerränge, packende Zweikampf-Action und Dramatik bis zur allerletzten Kurve. Das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben bot nicht nur Unterhaltung der Extraklasse, sondern sah auch Fahrzeuge von drei verschiedenen Herstellern auf dem Podest. Es triumphierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM). Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo konnte somit den zweiten Saisonsieg 2026 für sich verbuchen. Platz zwei ging knapp geschlagen an Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport), die sich im BMW M4 GT4 somit auf Platz zwei in der Tabelle verbesserten.

Springob startete das Rennen bereits von der Pole-Position aus und war auch der Pilot der ersten Rennhälfte. Bis zum obligatorischen Boxenstopp konnte er einen Vorsprung von rund dreieinhalb Sekunden auf den Rest des Feldes herausfahren. Dahinter ging es jedoch heftig zur Sache. Youngster Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4 sowie die beiden Routiniers Böckmann und Piana kämpften sehenswert um die beste Verfolger-Position. Zu Rennhalbzeit wurden dann unterschiedliche Strategien angewandt. Schwartz und Piana kamen gleich zu Beginn des Boxenstopp-Fensters zum Wechsel auf Lucas Cartelle (18/BEL) bzw. Benjamin Sylvestersson herein, während Böckmann erst ganz zum Ende auf Teamkollege Fellner-Feldegg übergab.

Starke Leistung für den Mercedes-AMG von Prosport Racing © Foto: ADAC

Dieser Coup zahlte sich für Prosport Racing aus. Fellner-Feldegg konnte die zweite Position übernehmen und so Druck auf den führenden Philipp Gogollok aufbauen, der für Springob in den Aston Martin gestiegen war. Beide rückten im weiteren Rennverlauf immer dichter zusammen und begeisterten in einem fulminanten Duell die zahlreichen Fans an der Strecke. Letztendlich blieb die Reihung aber bestehen und Gogollok überquerte mit einem Vorsprung von knappen 0,358 Sekunden als Erster die Ziellinie. Er siegte damit zusätzlich auch in der Junior-Wertung.

Rang drei für Gabriele Piana/Benjamin Sylvestersson im BMW © Foto: ADAC

Auch um den letzten Platz auf dem Podium entbrannte zu Rennende ein toller Zweikampf zwischen BMW-Pilot Sylvestersson und Cartelle im Toyota, den der M4 GT4-Pilot für sich entschied. Fünfte wurden im Mercedes-AMG Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR) beim Heimspiel von BWT Mücke Motorsport. Schmied gewann damit auch die Rookie-Wertung. Rang sechs sicherten sich Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (21/Euskirchen, beide ME Motorsport, BMW) vor Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 somit die Tabellenspitze verteidigen konnten.

Auf Platz acht fuhren Luis Moser (17/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, alle BMW). Die Top Zehn komplettierten Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche. Der Triumph in der PRO-AM-Wertung ging an Daniel Drexel (25/AUT) und Michael Maniszewski (56/Bienenbüttel, beide Razoon - more than Racing) im BMW.

Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM „Ich freue mich riesig über unseren zweiten Saisonsieg. Doch am Ende mussten wir schon ein wenig zittern. Natürlich hatte ich Vertrauen in Philipp. Es wäre aber schon deutlich entspannter gewesen, wenn wir fünf Sekunden Vorsprung gehabt hätten. Unser Auto geht hier ganz offensichtlich sehr gut. Wobei ich glaube, dass es schwieriger geworden wäre, wenn der Toyota die Anderen nicht ein bisschen aufgehalten hätte. Schauen wir mal, wie es morgen läuft.“

Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM „Vor allem die zweite Hälfte meines Stints war sehr anstrengend. Ich musste mich unfassbar strecken, um die Position zu halten. Aber wenn so etwas funktioniert, dann funktioniert es eben – und deshalb bin ich super happy, dass wir hier mit einem Rennsieg nach Hause fahren. Das gesamte Team hat das ganze Wochenende einen super Job gemacht. Hoffentlich können wir morgen genau daran anknüpfen.“

Siegerauto: Der Aston Martin von COSY Racing by ESM © Foto: ADAC

Roman Fellner-Feldegg – Platz zwei für Prosport Racing „Ich habe eigentlich kein einziges Mal in den Rückspiegel geschaut, sondern immer nur nach vorne. Der Aston Martin war von Anfang an sehr schnell - und unser Auto am Ende des Rennens wirklich stark. Ich habe wirklich alles versucht; er hat jedoch einen Top-Job gemacht. Morgen greifen wir wieder an. Ich denke, dass wir die Pace halten können. Es ist schon beeindruckend, was uns das Team für ein Auto hingestellt hat.“

Marek Böckmann – Platz zwei für Prosport Racing „Es war von Anfang an der Plan, erst recht spät zu stoppen. Denn wir wussten, dass wir schneller unterwegs sein würden als der Toyota, der uns in der ersten Rennhälfte ein wenig aufgehalten hatte. Als ich nach dessen Stopp freie Bahn hatte, konnte ich vier Runden richtig Vollgas geben und so kamen wir letztendlich vorbei. Roman hat dann eine grandiose Pace an den Tag gelegt und einen mega Stint absolviert. Es ist unser erstes Podium mit Mercedes-AMG in der ADAC GT4 Germany, was etwas ganz Besonderes für das Team darstellt.“

Gabriele Piana – Platz drei für FK Performance Motorsport „Wir wussten, dass wir über die Distanz stark sein könnten. Doch in Oschersleben ist es seit jeher schwer, zu überholen. In meinem Stint habe ich das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Reifen für Benjamin so gut wie möglich zu schonen. Er hat dann eine klasse Leistung geliefert und super Überholmanöver gezeigt. Ich freue mich über den dritten Platz, doch alle im Team hätten dieses Mal noch mehr verdient.“

Benjamin Sylvestersson – Platz drei für FK Performance Motorsport „Insgesamt war es ein gutes Rennen. Ich war schnell und das Auto hat sehr gut funktioniert. In den letzten drei Runden habe ich wirklich alles gegeben und mein Bestes versucht. Das Auto war heute sehr stark, sodass ich ein gutes Tempo fahren konnte. Natürlich gibt es immer noch einige Dinge, die wir verbessern können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und wir konnten das Potenzial des Autos gut nutzen.“