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ADAC GT4 Germany·26.8.2025

Fahrerlager-Radar vom Sachsenring

Die ADAC GT4 Germany startete auf dem Sachsenring in die zweite Saisonhälfte 2025. Das sind einige spannende Geschichten und Hintergründe direkt aus dem Paddock.

Champion vor Ort: Im Vorjahr holte Finn Zulauf den Titel in der ADAC GT4 Germany. 2025 tritt er im ADAC GT Masters an. Auf dem Sachsenring war Zulauf erstmals wieder im GT4-Fahrerlager zugegen. „Es fühlte sich an, wie nachhause kommen“, erzählte Zulauf. „Ich coachte auf dem Sachsenring AVIA W&S Motorsport-Pilot Luciano Schneider. Er hat sich super gesteigert und es hat richtig Spaß mit ihm gemacht. Bei den nächsten beiden Rennwochenenden auf dem Red Bull Ring und dem Hockenheimring bin ich mit der ADAC GT Masters sowieso vor Ort. Da werden wir hauptsächlich jeweils am Donnerstag zusammenarbeiten.“

Zwei Geburtstagskinder: Am Rennsamstag hatten gleich zwei Piloten Geburtstag. Gabriele Piana (ITA, FK Performance Motorsport) wurde 39 und Axel Bengtsson (SWE, BWT Mücke Motorsport) 25 Jahre alt. „Als Racer ist es natürlich toll, den Geburtstag an der Rennstrecke verbringen zu können“, so Bengtsson. „Mit allen im Team feiern zu können, war etwas ganz Besonderes.“

Thomas Rackl (li.) und Linus Hahne mit den Siegerpokalen der Junior-Wertung © Foto: ADAC

Erster Triumph im Auto: Linus Hahne (21/Oelde) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Thomas Rackl (17/Berching, beide ME Motorsport) gewannen am Sonntag im BMW M4 GT4 die Junior-Wertung. „Tatsächlich war das mein erster Sieg überhaupt im Automobilsport“, strahlte Rackl. „Insbesondere für uns junge Fahrer ist die Junior-Wertung wichtig. Gerne hätte ich aber auch das Rennen in der Gesamtwertung gewonnen – vor allem, da ich lange geführt hatte.“

Erstmals auch im Rennen dabei: Rick Bouthoorn (20/NLD) gab an der Seite von Laurenz Rühl (19/Friedrichsdorf, beide Razoon - xAutomotive Racing) sein Renndebüt in der ADAC GT4 Germany – nicht aber sein Seriendebüt. Denn 2022 bestritt er für das österreichische Team die offiziellen Testfahrten in Oschersleben. „Die ADAC GT4 Germany ist einfach großartig. Das Racing ist sehr sauber und fair“, meinte Bouthoorn. „Die Serie hat international einen hohen Stellenwert. Der Wettbewerb ist stark und alles ist perfekt organisiert. Ich habe es genossen, hier zu fahren.“

Diesen Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm pilotiert Cedric Fuchs © Foto: ADAC

Rookie-Sieger: Im Sonntagsrennen feierte Cedric Fuchs (19/Holzappel) bereits seinen dritten Saisonsieg in der Rookie-Wertung. Der SR Motorsport by Schnitzelalm-Pilot führt auch die Tabelle an. „Die Rookie-Wertung ist perfekt für Fahrer wie mich, die beispielsweise aus dem ADAC Tourenwagen Junior Cup kommen und nun den nächsten Schritt machen“, erläuterte Fuchs. „Man kann viel lernen und es ist schön, dass man als Rookie für seine getane Arbeit geehrt wird. Der Rookie-Titel ist mein großes Ziel in diesem Jahr.“

Heimspiele: COSY Racing by ESM hatte die kürzeste Anreise an den Sachsenring. Das Team stammt aus Crimmitschau im Landkreis Zwickau. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zum Sachsenring. Es ist eine wunderbare Strecke, die auch zu unserem Aston Martin passt“, erklärte Team-Managerin Virginia Möckl. „Obwohl es nicht weit nachhause ist, schlafen wir trotzdem im LKW. Das spart uns morgens und abends stets viel Zeit.“ Aber auch FK Performance Motorsport-Pilot Niels Tröger (22) konnte ein Heimspiel verzeichnen. Tröger wohnt mittlerweile in Dresden, stammt aber aus der Nähe von Plauen. „Am Sachsenring haben mich viele Familienmitglieder und Freude besucht – beispielsweise auch von der Kart-Strecke in Mülsen, die nur rund zehn Kilometer entfernt ist“, freute sich Tröger. „Die Region ist total begeistert vom Motorsport. Das Fahrerlager war richtig voll. Ganz viele Fans haben sich für die Autos interessiert und wollten Fotos machen. Das bereitet auch mir viel Spaß.“