ADAC GT4 Germany

ADAC GT4 Germany·26.6.2022

Zweiter Sieg für Ortmann/Sasse in Zandvoort

Erneut zwei Aston Martin und ein Mercedes-AMG auf dem Podium. Phil Dörr/Indy Dontje verteidigen mit Platz fünf die Tabellenführung. Tom Kieffer und Christian Kosch triumphieren in der Trophy-Wertung.

Strahlende Doppelsieger in Zandvoort: Mike David Ortmann (li.) und Hugo Sasse © Foto: ADAC

Mit einem souveränen Start/Ziel-Sieg gewinnen Hugo Sasse (18/Aschersleben) und Mike David Ortmann (22/Ahrensfelde, beide Prosport Racing) im Aston Martin Vantage GT4 das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany auf dem Circuit Zandvoort. Rang zwei ging in einem spannenden und spektakulären Rennen an die Markenkollegen Ben Dörr (17/Butzbach) und Romain Leroux (19/FRA, beide Dörr Motorsport). Das Podium komplettierten Julian Hanses (24/Hilden) und Theo Oeverhaus (17/Osnabrück, beide CV Performance Group) im Mercedes-AMG GT4. Damit waren die ersten drei Position identisch mit dem Resultat des Samstagsrennens. „Zwei Pole-Positions und zwei Siege – besser hätte das Rennwochenende für uns nicht laufen können. Wir sind natürlich richtig glücklich und freuen uns schon auf das nächste Rennwochenende auf dem Nürburgring“, erklärte Doppelsieger Ortmann direkt nach dem Rennen.

Der 22-Jährige hatte das Sonntagsrennen von Zandvoort bereits von der Pole-Position aus begonnen. Er münzte seine gute Ausgangslage direkt in die Führung um und setzte sich im weiteren Rennverlauf an der Spitze des Feldes ab. Auf Platz zwei fuhr zunächst Denis Bulatov (23/Köln) im Mercedes-AMG GT4 von EastSide Motorsport. Dahinter entwickelte sich ein sehenswerter Dreikampf zwischen Hendrik Still (34/Kempenich, W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4, Aston Martin-Pilot Leroux sowie Oeverhaus im Mercedes-AMG. Nach mehreren actiongeladenen Überholmanövern setzte sich schließlich Oeverhaus durch und übernahm die dritte Position. Hinter Leroux verlor Still im weiteren Rennverlauf noch Platz fünf an Gabriela Jílková (27/CZE, Drago Racing Team ZVO) in einem weiteren Mercedes-AMG.

Platz zwei für den Aston Martin von Ben Dörr/Romain Leroux © Foto: ADAC

An der Spitze hatte sich Ortmann derweil einen kleinen Vorsprung erarbeitet, bevor er den Aston Martin an Teamkollege Sasse übergab. „Ich musste in meinem Stint mit den Reifen haushalten, da wir den Erfolgsballast von Rennen eins mit im Auto hatten. Das ist mir aber sehr gut gelungen. Letzten Endes konnte ich das Rennen kontrollieren“, beschrieb Ortmann seinen Stint.

In der zweiten Rennhälfte büßte Lukas Mayer (27/Ingolstadt), der den zweitplatzierten EastSide-Mercedes-AMG von Bulatov übernommen hatte, gleich einige Positionen ein und war aus der Entscheidung um den Sieg. Das Duo beendete das Rennen auf Rang 17. So übernahm Hanses, der für Oeverhaus ins Auto stieg, Platz zwei. Durch einen guten Boxenstopp lag Jílkovás Teamkollege Robert Haub (32/USA) auf der dritten Position.

Dritter: Der Mercedes-AMG GT4 der CV Performance Group © Foto: ADAC

Der zwischenzeitliche Bronze-Rang ging jedoch wieder verloren, als Ben Dörr, der von Leroux übernahm, am Mercedes-AMG vorbei fuhr. Aufgrund eines Vergehens beim Boxenstopp muss der zweitplatzierte Hanses eine Penalty-Lap absolvieren und fiel damit auf Platz vier zurück. Rund acht Minuten vor Rennende überholte er aber Mercedes-AMG-Pilot Haub und machte das Podium klar. An der Spitze fuhr Sasse mit einem Vorsprung von 3,8 Sekunden auf Ben Dörr zum Sieg, der für ihn gleichzeitig auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. „Es war heute nicht ganz so einfach wie gestern, da sich unsere Reifen durch das Zusatzgewicht etwas schneller abnutzten. Ich konnte in meinem Stint dennoch schnell eine Lücke herausfahren, da unsere Pace einfach gepasst hatte. Letztendlich können wir super glücklich mit dem Doppelsieg sein“, so Sasse.

Rang fünf ging an den Aston Martin Vantage GT4 von Indy Dontje (29/NLD) und Phil Dörr (21/Butzbach, beide Dörr Motorsport), die damit auch die Führung in der Meisterschaft behielten. Dahinter folgten Moritz Wiskirchen (19/Euskirchen) und Alexander Hartvig (19/DNK, beide Allied-Racing) im Porsche, Jan Philipp Springob (21/Olpe) und Nico Gruber (20/AUT, beide Drago Racing Team ZVO) im Mercedes-AMG sowie Tom Wood (20/GBR) und Euan McKay (26/GBR, beide Racing One) in einem weiteren Aston Martin. Marcel Lenerz (24/Ludwigsau) und Cedric Piro (24/Heusweiler, beide Piro Sports - Burg Zelem Foundation) im Toyota GR Supra GT4 und die amtierenden Meister Michael Schrey (39/Wallenhorst) und Gabriele Piana (35/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) komplettierten die Top Zehn. Der Sieg in der Trophy-Wertung ging wie am Samstag an das Porsche-Duo Tom Kieffer (47/LUX) und Christian Kosch (45/LUX, beide Allied-Racing).

Die Doppelsieger von Zandvoort Ortmann/Sasse reisen nun auf Tabellenplatz zwei zum nächsten Rennwochenende der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. „Das ist das Heimspiel für unser Team Prosport Racing. Aber nicht nur deswegen ist der nächste Sieg das klare Ziel für den Auftritt in der Eifel“, stellt Sasse klar.

Ben Dörr – Platz zwei auf Aston Martin: „Wir wollten natürlich noch einen Platz weiter vorne sein, sind aber super zufrieden mit dem zweiten Rang. Das sind gute Punkte für die Meisterschaft. Es geht gerade richtig gut vorwärts bei uns. In meinen Stint habe ich schnell einen Mitbewerber überholt und konnte mich absetzen. So konnte ich das Rennen entspannt zu Ende fahren. Ich hatte wieder richtig viel Spaß im Cockpit.“

Romain Leroux – Platz zwei auf Aston Martin: „Ich bin sehr glücklich, denn erstmals haben wir in diesem Jahr in einem Sonntagsrennen Punkte eingefahren. Wir haben unser Bestes gegeben. Das Siegerauto war heute einfach zu schnell. Ich hatte in meinem Stint einen super Dreikampf mit einem Mercedes-AMG und einem Porsche. Da aber alle ungefähr dieselbe Pace hatten, war es schwer zu überholen. Ben hat im zweiten Rennabschnitt wieder eine klasse Leistung geboten und uns Platz zwei gesichert.“