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ADAC GT Masters·19.5.2026

Strandausflug zu Pfingsten

Das ADAC GT Masters gastiert zum zwölften Mal im niederländischen Zandvoort. Zuwachs in den Dünen: Pure Rxcing tritt als Gaststarter mit dem Porsche 911 GT3 R an. Alle Rennen live auf Joyn, ServusTV On und Youtube sowie sonntags auf Sport1 im TV.

Finn Zulauf und Felix Hirsiger vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport führen die Fahrerwertung an © Foto: ADAC

Zweite Saisonstation in die niederländischen Dünen: Über das Pfingstwochenende (22. bis 24. Mai) gastiert das ADAC GT Masters auf der legendären Formel-1-Rennstrecke in Zandvoort. Im Rahmen der DTM bestreitet die GT3-Nachwuchsliga des ADAC ihr zweites Saisonevent. Tickets sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich. Die Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 15:10 Uhr, der zweite Lauf wird live auf Sport1 im Free TV übertragen, die gesamte Liveaction gibt es im Stream auf Joyn, ServusTV On und Youtube.com/ADACMotorsports zu sehen.

Gaststarter Pure Rxcing in Zandvoort

In Zandvoort wird Pure Rxcing mit einem Porsche 911 GT3 R als Gaststarter an Bord sein. Pilotiert wird das Auto mit der Startnummer 9 von Aliaksandr Malykhin (38/GBR) und Alexey Nesov (22). Das litauische Team Pure Rxcing wurde 2022 durch Teamchef Edgar Kochanovskij gegründet und ist seither international erfolgreich. Pilot Alex Malykhin hält dem Team von Beginn an die Treue. Er tritt in der Saison 2026 auch in einer anderen Rennserie gemeinsam mit Teamkollege Alexey Nesov an. „Wir freuen uns sehr auf den Gaststart im ADAC GT Masters“, erklärt Teamchef Kochanovskij. „Die Leistungsdichte der Meisterschaft ist sehr hoch und es wäre vermessen, mit zu hohen Erwartungen an den Start zu gehen. Wir möchten die Serie gerne kennenlernen und ein Gaststart in Zandvoort erschien uns dazu die perfekte Gelegenheit.“

Wetter, Sand und Grip: Die Herausforderungen in Zandvoort

Mit hohen Erwartungen reist Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/Liqui Moly Team Engstler Motorsport) an die Nordsee. Nach einem Sieg und einem weiteren Podiumsplatz beim Saisonauftakt am Red Bull Ring führt der 21-Jährige mit seinem Teamkollegen Felix Hirsiger (27/CHE) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 die Fahrermeisterschaft an und hat zudem äußerst gute Erinnerungen an Zandvoort im Gepäck. „Dort habe ich vergangenes Jahr meinen ersten Rennsieg im ADAC GT Masters gefeiert. Das war etwas ganz Besonderes“, erinnert sich Zulauf zurück, der sich 2025 auch die Pole-Position auf dieser Strecke sicherte.

Zur Herausforderung wird Jahr für Jahr die Nähe zum Strand und die damit verbundenen Wetterkapriolen. „In der ersten Session des Wochenendes liegt immer extrem viel Sand auf der Strecke durch die Dünen rundherum. Die Gripverhältnisse sind schwierig einzuschätzen, weil das Wetter sehr schnell umschlägt und von Wind und Regen über Sonne und Wärme alles innerhalb kürzester Zeit passieren kann“, erläutert Zulauf.

Neueinsteiger HGL Racing will auch in Zandvoort wieder mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo 2 glänzen © Foto: ADAC

Die Favoriten in Zandvoort

Das ADAC GT Masters wird zum insgesamt zwölften Mal in Zandvoort an den Start gehen. Die mit Abstand erfolgreichsten Marken der Vergangenheit waren Audi mit fünf und Lamborghini mit drei Siegen. Diese Statistik würde Simon Connor Primm (21/Großschirna) gerne erweitern. Mit seinem Team HGL Racing, das 2026 im ADAC GT Masters debütiert, zeigte er beim Saisonauftakt starke Ergebnisse im Audi R8 LMS GT3 Evo 2 und hat aus der abgelaufenen Saison auch schon einen Sieg in Zandvoort auf der Habenseite: „Es sind natürlich schöne Erinnerungen und ein gutes Gefühl, an diese Strecke zurückzukehren“, verrät Primm. „Die Atmosphäre direkt am Meer ist einzigartig und generell ist es ein spektakulärer Kurs. Unser Ziel ist es, erneut in die Top-5 zu fahren, aber über mehr beschweren wir uns selbstverständlich nicht.“

FK Performance Motorsport hat bereits zwei Siege in Zandvoort erzielt © Foto: ADAC

Besonders eindrucksvoll und beliebt ist der 4,259 km lange Kurs durch seine Steilkurven. Die „Hugenholtzbocht“ (Kurve 3) und die „Arie Luyendykbocht“ - die letzte Kurve vor der Start-Ziel-Geraden - haben eine Neigung von 32 Prozent. Die erste Kurve, die legendäre „Tarzanbocht“ ist für spektakuläre Überholmanöver bekannt. Als wirkliche Old-School-Strecke erlaubt Zandvoort durch die Kiesbetten direkt neben dem Kurs keine Fehler und der Fahrer steht noch mehr im Fokus als gewöhnlich.

Tim Zimmermann (29/Langenargen) ist der dienstälteste Pilot des ADAC GT Masters und wurde vergangenes Jahr Vizechampion. Der BMW-Pilot blickt auf einen Sieg sowie zwei Podiumsplatzierungen auf dem Dünenkurs zurück und auch sein Team FK Performance Motorsport hat bereits zwei Erfolge in der Bilanz. „Ich gehe ohne Erwartungen nach Zandvoort, da viele Faktoren eine Rolle spielen“, so Zimmermann. „Für mich ist es die Rennstrecke mit dem größten Charakter. Ich mag sie sehr und sie liegt mir auch. In den vergangenen Jahren hat es immer gut gepasst.“