Zum Hauptinhalt springen
ADAC GT Masters·24.5.2026

Lamborghini siegt in Zandvoort: Zulauf/Hirsiger bleiben Spitzenreiter

Zweiter Saisonerfolg für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport in Zandvoort. Doppel-Podium für FK Performance durch Zimmermann/Fourie und Gjerdrum/Rauer. Leyton Fourie gewinnt „Road-to-DTM“-Wertung in Zandvoort.

In Zandvoort feierte das Liqui Moly Team Engstler Motorsport den zweiten Saisonsieg © Foto: ADAC

Sieg für die Tabellenführer des ADAC GT Masters in den Niederlanden. Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) haben im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 den zweiten Lauf in Zandvoort gewonnen. Im Ziel lagen sie 7,799 Sekunden vor den Vortagessiegern Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo. Das Podium komplettierten ihre Teamkollegen Storm Gjerdrum (16/NOR)/Fabio Rauer (19/Stolberg) im zweiten BMW. „Das war ein perfektes Rennen. Wir hatten absolut nicht mit dem Sieg gerechnet, umso besser fühlt es sich jetzt an“, freute sich Zulauf. Teamkollege Hirsiger ergänzte: „Es war unglaublich schwierig, in der Box zu stehen und Finn zuzusehen, aber er war so ruhig und gefasst und hat das super gemacht. Wir haben das Maximum aus diesem Wochenende herausgeholt und hoffen jetzt, dass es am Lausitzring genauso weitergeht.“ Mit ihrem zweiten Saisonsieg baute das Duo die Tabellenführung weiter aus.

Am Start verteidigte Kiano Blum im Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams seine Pole-Position © Foto: ADAC

Am Start blieb zunächst Polesetter Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team) im Ford Mustang GT3 vorne. Dahinter sortierten sich Fourie und sein Teamkollege Jan Duran (18/ESP) auf den Rängen zwei und drei ein, während Hirsiger sich mit Rang vier begnügen musste. „Am Start war wichtig, nur kalkuliertes Risiko einzugehen und dranzubleiben, um mit der Strategie auf die Autos vor uns zu reagieren“, erklärte Hirsiger. Nach einer Safety Car-Phase entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Hirsiger, Duran und Pavel Lefterov (28/BGR/Razoon - more than Racing) im Porsche 911 GT3 R um die dritte Position, bis Hirsiger zum Fahrerwechsel abbog. „Unsere Strategie hat noch besser funktioniert als gedacht“, lachte Zulauf, der durch den frühen Boxenstopp schließlich die Führung übernahm. „Als ich auf die Strecke zurückkam, meinte mein Ingenieur, ich solle Quali-Mode fahren. Das Auto lief wirklich gut und Felix hat mir die Reifen in einem super Zustand überlassen, sonst wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen.“

Doppel-Podium für FK Performance Motorsport © Foto: ADAC

Verlierer der Boxenstopps war der bis zu diesem Zeitpunkt führende Ford Mustang GT3, den Niklas Kalus (20/Duisburg/Haupt Racing Team) von Blum übernommen hatte. Er kam nicht nur als Fünfter zurück auf die Strecke, sondern musste sich direkt auch gegen den BMW von Fabio Rauer (19/Stolberg/FK Performance Motorsport) in einem mehrere Kurven andauernden Duell geschlagen geben. Rauer nutzte den Schwung und überholte kurze Zeit später auch noch den Porsche von Mark Kastelic (18/SLO/ Razoon - more than Racing) sowie seinen Teamkollegen Joseph Ellerine (22/ZAF).

Highlights Rennen 2

Eine Unterbrechung des Rennens nach einem Zwischenfall veränderte nicht die Top-3, allerdings fiel Ellerine beim Re-Start durch einen Fehler vom vierten Platz bis ans Ende des Feldes zurück. So blieb es bei Platz zwei und drei für FK Performance Motorsport. Fourie/Zimmermann übernahmen mit ihrem zweiten Platz nach dem Sieg am Vortag auch Rang zwei in der Meisterschaft. „Wir haben Zandvoort aus dem letzten Jahr kopiert, nur die Reihenfolge der Ergebnisse geändert. Platz zwei war mit dem Erfolgsballast nach dem Sieg gestern das Maximum für uns“, erklärte Fourie, der auch die „Road-to-DTM“-Wertung in Zandvoort gewann. „Der Reifenabbau ist hier ohnehin recht herausfordernd, mit mehr Gewicht wird das nicht einfacher. Ich bin sehr happy über das Ergebnis und möchte mich beim Team für das tolle Auto bedanken. Die Saison hat etwas schwierig begonnen, aber wir wussten, dass wir hier stark sein würden und haben das bestmöglich ausgenutzt.“

Für Rauer und Storm Gjerdrum, die sich im Rennen von Startplatz neun bis auf Rang drei nach vorne gearbeitet hatten, war es das erste Podium ihrer ADAC GT Masters-Karriere. „Ich bin sehr glücklich. Es war ein gutes, aber sehr ereignisreiches Rennen“, strahlte Rookie Rauer. „Es ist schon in Storms Stint so viel passiert. Nach dem Stopp war das Auto wieder mega. Als der Porsche aus der Box kam, habe ich den Moment direkt genutzt und es hat geklappt. Ich musste schnell reagieren und das war die richtige Entscheidung, sonst hätte es am Ende nochmal richtig eng mit dem Podium werden können.“

Storm Gjerdrum und Fabio Rauer feierten ihr Debüt-Podium in Zandvoort © Foto: ADAC

Auf dem vierten Rang sortierten sich schließlich Kastelic/Lefterov vor ihren Teamkollegen Leo Pichler (24/AUT)/Colin Bönighausen (21/Isernhagen/beide Razoon - more than Racing) im zweiten Porsche 911 GT3 R ein. Rang sechs ging an die Polesetter Blum/Kalus im bestplatzierten Ford Mustang GT3 vor John Paul Southern (24/USA)/Jonas Karklys (36/LIT/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini. Jamie Day (20/GBR)/Baudouin Detout (25/Frau/beide Comtoyou Racing) sicherten sich im Aston Martin Vantage GT3 Evo Rang acht, die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem (21/Polch/beide Schubert Motorsport) wurden im BMW Neunte. Die Top-10 wurden von Tim Hütter (19/AUT)/Ethan Brown (21/SGP/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im dritten Lamborghini komplettiert.

Das dritte Rennwochenende der Saison 2026 findet von 19. bis 21. Juni auf dem Dekra Lausitzring statt. Tickets für das Event im Rahmen der DTM sind ab 49 Euro unter dtm.com erhältlich.