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ADAC GT Masters·8.9.2026

Fahrerlagerradar vom Salzburgring

Formel-1-Flair im Fahrerlager, Geburtstagsparty, ein besonderer Besucher und eine spektakuläre Aufholjagd. Der Fahrerlager-Radar vom Salzburgring.

Formel-1-Flair im ADAC GT Masters

Am Samstag stattete ein ganz besonderer Zuschauer dem ADAC GT Masters einen Besuch ab: Die Formel-1-Legende Franz Tost, der viele Jahre als Teamchef in der Königsklasse arbeitete. Er ist als Unterstützer von Tim Hütter tätig. Der Österreicher fährt seine zweite Saison für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport und wird durch Landsmann Tost menschlich und sportlich in seiner Entwicklung gefördert. Der Tiroler Tost übergab bei der Siegerehrung die Pokale an die Zweitplatzierten, Fabian Dybionka und Emil Gjerdrum vom Haupt Racing Team.

Tim Zimmermann feierte am Rennsonntag seinen 30. Geburtstag © Foto: ADAC
Runder Geburtstag am Renntag

Eines der ADAC GT Masters-Urgesteine feierte am Sonntag seinen 30. Geburtstag: Tim Zimmermann. Der FK-Performance-Pilot freute sich über zwei Geburtstagstorten, ein liebevolles Ständchen seines Teams und unzählige Glückwünsche aus dem gesamten Fahrerlager. Zudem zierte ein besonderer Aufkleber seinen BMW M4 GT3 Evo. Das beste Geburtstagsgeschenkt machte sich Zimmermann mit seinem Teamkollegen Fourie aber bereits am Vortag: Mit ihrem dritten Saisonsieg, bei dem sie von Startplatz sechs an die Spitze stürmten, übernahmen sie gleichzeitig die Tabellenführung und gehen als Spitzenreiter zum Finale an den Hockenheimring.

Philipp Eng schaute als begeisterter Zuschauer beim ADAC GT Masters am Salzburgring vorbei © Foto: ADAC
Bekanntes Gesicht im Fahrerlager

Am Sonntag stattete der ehemaliger ADAC GT Masters-Pilot Philipp Eng seiner alten Wirkungsstätte einen Besuch ab. Der gebürtige Salzburger hat von 2011 bis 2017 insgesamt 38 Rennen in der Serie bestritten und einen Sieg gefeiert. Aktuell fährt der BMW-Werkspilot in Amerika, durfte aber vor ein paar Wochen seine allerersten Runden in einem Rennauto, dem BMW M4 GT4, auf dem Salzburgring drehen. „Ich bin tatsächlich das erste Mal seit langer Zeit als reiner Fan an einer Rennstrecke und genieße es sehr“, erklärte Eng. „Ich freue mich riesig, dass das ADAC GT Masters hier auf dem Salzburgring fährt. Eine so tolle Rennserie hier zu haben, ist super für den Salzburgring und die gesamte Region.“

Luca Link war nicht nur als Fahrer, sondern auch am Mikrofon aktiv © Foto: ADAC
Doppelrolle im Auto und am Mikrofon

Für Luca Link war es ein Wochenende der Premieren: Der 22-Jährige bestritt für FK Performance Motorsport sein erstes Rennwochenende im ADAC GT Masters und fuhr zudem seine allerersten Runden auf dem Salzburgring. Die GT3-Premiere reichte dem Piloten aus der ADAC GT4 Germany aber noch nicht. Während am Samstag sein Teamkollege Joseph Ellerine den Start fuhr, saß Link als Co-Kommentator an der Seite von Frank Hufstadt und meisterte beide Debüts mit Bravour. Zum Ende des Rennens durfte noch ein zweiter Gast in der Sprecherkabine Platz nehmen: Manuel Reuter. Der ehemalige DTM-Pilot und heutige Mentor des Haupt Racing Teams. Mit über 200 bestrittenen DTM-Rennen analysierte er das Renngeschehen detailliert und konnte seinen beiden Youngsters im Ford Mustang GT3 beim Kampf um den Sieg zusehen.

DTM-Pilot Luca Engstler übergab den Pokal an Leyton Fourie © Foto: ADAC
Pokale von DTM-Pilot Luca Engstler

Für Lamborghini-Werksfahrer und DTM-Piloten Luca Engstler war es ein Wochenende voller Emotionen. Das Liqui Moly Team Engstler Motorsport seines Vaters Franz Engstler erzielte zwei Pole-Positions, konnte aber kein einziges Mal von ganz vorne starten. Technische Probleme, Strafen und der Verlust der Meisterschaftsführung wurden gefolgt von einem eindrucksvollen Sieg. Trotz dieser Achterbahnfahrt der Gefühle ließ es sich Engstler nicht nehmen, am Sonntag den Pokal ausgerechnet an Meisterschaftskonkurrent Leyton Fourie zu übergeben, der die „Road-to-DTM“-Wertung gewann.

Felix Hirsiger und Finn Zulauf gelang die Aufholjagd des Wochenendes © Foto: ADAC
Eindrucksvolle Aufholjagd

Für Felix Hirsiger und Finn Zulauf war es ein schwieriges Wochenende mit vielen Rückschlägen. Nach der Rückversetzung von der Pole-Position auf den letzten Startplatz für Rennen zwei ging das Duo mit ordentlich Frust im Bauch an den Start und zeigte eine sensationelle Aufholjagd von zwölf Positionen bis zum Sieg. Von noch weiter hinten gewannen nur zwei Dous im ADAC GT Masters: 2013 fuhren die Audi-Piloten Christopher Mies und René Rast in Oschersleben von Platz 15 zum Sieg. Das übertrafen nur Elia Erhart und Pierre Kaffer, die am Sachsenring von P26 zum Sieg fuhren. Dem Audi-Gespann half damals allerdings eine Safety-Car-Phase während des geöffneten Boxenstopp-Fensters, die das gesamte Feld komplett durcheinanderwürfelte und sie zum großen Profiteur werden ließ.