Umjubeltes Heimspiel, doppelte Freude auf dem Podium und ein besonderer Gast bei der Siegerehrung. Der Fahrerlager-Radar vom Dekra Lausitzring.
Erlösung für HGL Racing beim Heimspiel
„Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, denn ehrlich gesagt hätten wir nicht damit gerechnet, am Lausitzring so erfolgreich zu sein“, strahlte HGL Racing Teamchef Tobias Seyffarth nach der ersten Podiumsplatzierung für sein Team im Sonntagslauf. Am Wochenende zuvor in Zandvoort erlebte die Mannschaft mit Elektronikproblemen und einem Unfall ein rabenschwarzes Wochenende. „Wir haben extrem hart gearbeitet, um unseren Audi überhaupt für unser Heimrennen auf dem Lausitzring fertigzubekommen. Das hat gerade so geklappt“, so Seyffarth. Den Grundstein für das Podium legte Lokalmatador Simon Connor Primm im Qualifying, als er die erste Pole-Position für HGL Racing erzielte und später mit seinem Teamkollegen Robin Rogalski Rang zwei einfuhr. Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht. „Das holen wir aber nach dem Nürburgring in der Sommerpause auf jeden Fall nach. Jetzt müssen wir dort nur nochmal nachlegen!“
Doppelter Jubel als schönstes Geburtstagsgeschenk
Es war einer der größten Jubelstürme der letzten Zeit im ADAC GT Masters, als Sandro Holzem nach dem Samstagsrennen als Sieger aus seinem Schubert Motorsport-BMW stieg und zuerst Zwillingsbruder Juliano Holzem und schließlich dem gesamten Team in den Armen lag. Erst in der Woche zuvor hatte das Duo seinen 22. Geburtstag gefeiert und das wohl schönste Geschenk machten sie sich selbst: Den lang ersehnten ersten Sieg im ADAC GT Masters. „Es ist wie ein Bann, der endlich gebrochen wurde. Wir sind sehr glücklich. Wir haben so lange auf diesen Sieg gewartet und die Performance war immer da. Endlich haben wir es geschafft“, strahlte Juliano mit seinem Zwillingsbruder um die Wette.
Patrice Aminati bei der Siegerehrung
Moderatorin Patrice Aminati war am Wochenende am Dekra Lausitzring zu Gast. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, an der Siegerehrung des ADAC GT Masters teilzunehmen. Am Sonntag überreichte die in Dresden geborene Influencerin die Pokale an die Drittplatzierten, Emil Gjerdrum und Max Reis vom Haupt Racing Team.
Wertvolle Papiere im Gepäck
Tim Hütter hat es geschafft: Kurz vor dem Dekra Lausitzring absolvierte er seine mündlichen Matura-Prüfungen und hat seinen Abschluss nun in der Tasche. Schon vor dem Circuit Zandvoort hatten die schriftlichen Tests stattgefunden. Jetzt ist das Ziel klar: Racing! „Wir haben ein richtig tolles Programm zusammengestellt und ich bin sehr optimistisch, dass ich nun mit vollem Fokus auf den Rennsport schnell klare Fortschritte erzielen werde“, verrät Hütter. Wie genau das Programm aussieht, wird noch nicht verraten, aber mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche, lässt es sich gleich befreiter auffahren.
Halbzeitmeister in letzter Sekunde
Die spannende Frage des Dekra Lausitzring-Wochenendes war, wer sich die Halbzeitmeisterschaft sichern würde. Von Saisonbeginn an hießen die Tabellenführer Felix Hirsiger und Finn Zulauf vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport. Die Lamborghini-Piloten gingen auch mit einem Vorsprung von neun Punkten ins entscheidende Rennen, als Tabellenführer und damit Halbzeitmeister verließen aber Leyton Fourie und Tim Zimmermann die Lausitz. Fourie ist zum ersten Mal Meisterschaftsführender im ADAC GT Masters, Zimmermann war bereits 2023 kurz Spitzenreiter. Nach einem schwierigen Start am Red Bull Ring hatten die Vize-Champions des Vorjahres von FK Performance Motorsport einen wahren Erfolgs-Lauf. Zwei Siege und zwei zweite Plätze aus vier Rennen stehen zu Buche. „Wenn mir nach dem Red Bull Ring jemand gesagt hätte, dass wir Halbzeitmeister werden, hätte ich das kaum glauben können“, strahlte Fourie nach seinem Sieg am Sonntag.



