ADAC GT Masters

ADAC GT Masters·25.6.2022

Stimmen nach dem ersten Rennen auf dem Circuit Zandvoort

Reaktionen aus dem Fahrerlager nach dem Samstagslauf der Deutschen GT-Meisterschaft in den Niederlanden.

Dennis Marschall, Rutronik Racing, Audi R8 LMS GT3 Evo II #27: „Ich war schon seit einem Jahr nicht mehr auf dem Podium im ADAC GT Masters, deshalb hat es mit dem Öffnen des Champagners etwas gedauert. Es ist verrückt, wie schnell sich die Strecke verändert hat. Von gestern zu heute war es ein sehr großer Unterschied. Aber wir sind gut damit klargekommen. Für das Qualifying am Sonntag würde ich mir einen Platz unter den Top-Fünf wünschen. Aber die Leistungsdichte ist sehr hoch und die anderen Jungs wollen da auch hin.“

Kim-Luis Schramm, Rutronik Racing, Audi R8 LMS GT3 Evo II #27: „Heute morgen im Qualifying hatten wir Pech mit dem Wetter und konnten unsere perfekte Runde nicht ganz zusammenbringen. Aber Platz acht war keine schlechte Ausgangslage. Im Rennen lief es gut. Ich hatte ein paar Überholmanöver und kam auf Platz vier zum Fahrerwechsel in die Box. Unsere Strategie war optimal und der gute Pitstop hat und bis auf Rang zwei nach vorn gebracht. Dennis fuhr fehlerlos und hat den Platz sehr gut verteidigt.“

Norbert Siedler, Eastalent Racing Team, Audi R8 LMS GT3 Evo II #54: „Das Ergebnis ist wirklich toll für uns. Simon hat einen großartigen Job im Qualifying und im Rennen gemacht. Er hat das Auto auf Platz drei an mich übergeben. Es war dann für mich recht einfach, die Position zu halten und unser Podium perfekt zu machen. Ich freue mich schon sehr auf Sonntag. Im Qualifying peile ich die Top-Fünf an. Sollte es trocken bleiben, ist das auch ein realistisches Ziel.“

Simon Reicher, Eastalent Racing Team, Audi R8 LMS GT3 Evo II #54: „Das Qualifying war heute wirklich gut. Wir wussten, dass es nass werden würde und wollten deshalb gleich zu Beginn eine schnelle Runde hinlegen. Und es hat dann auch in meiner Runde etwas angefangen zu tröpfeln, was da aber noch kein Problem war. Das Team hat also die richtige Entscheidung getroffen. Beim Rennstart hatte ich gar keine Zeit, nervös zu sein, da ich nur geschaut habe, wo kann ich langfahren, wo ist es nicht so nass. Durch die rote Flagge beim Start ist die Strecke dann weiter abgetrocknet und die Entscheidung, auf Slicks zu starten, war genau die richtige.“

Jannes Fittje, ID Racing, Porsche 911 GT3 R #44: „Ich wurde am Donnerstag als neuer Fahrer von ID Racing angefragt. Da es besser ist am Steuer, als auf dem Sofa zu sitzen, habe ich spontan zugesagt. Wir sind ohne große Erwartungen nach Zandvoort gekommen, weil wir als neues Team im ADAC T Masters lernen und uns entwickeln müssen. Aber dafür sind Jaxon und ich da. Unsere Entscheidung, im Qualifying schnell raus zu fahren und eine schnelle Runde zu setzen, war goldrichtig. Im Rennen war es am Anfang auf nasser Strecke schwierig, mit den Slicks zurechtzukommen. Wir haben beim Boxenstopp Zeit verloren und sind am Ende als bester Porsche Fünfter geworden, was auch für ID Racing die bisher beste Platzierung in dieser Saison ist. Wir haben viel Potenzial und werden sehen, wie es am Sonntag läuft.“

Christian Engelhart, Team Joos Sportwagentechnik, Porsche 911 GT3 R #91: „Wir müssen sehr zufrieden sein mit dem Rennen. Wenn du in Zandvoort, wo das Überholen sehr schwierig ist, als Elfter startest und auf Platz sechs ankommst, ist das über den Erwartungen. Mit dem Qualifying waren wir nicht zufrieden und sind wie viele andere zu spät rausgefahren. Das war unser einziger Fehler bisher. Das Auto war im Rennen sehr gut. Wir sind die zweitschnellste Runde gefahren und das macht uns optimistisch für morgen.“

Jan Marschalkowski, Mercedes-AMG Team ZVO, Mercedes-AMG GT3 Evo #8: „Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich dachte noch im Auto, mach bloß keinen Quatsch. Dann passiert so etwas Dummes. Mir tut es für das Team unendlich leid. Bitter auch für meinen Fahrerkollegen Daniel, der gar nicht mehr zum Einsatz kam. Es sieht so aus, dass das Team das Auto bis morgen wieder hinbekommt. Dann wird es sicher besser.“

Daniel Juncadella, Mercedes-AMG Team ZVO, Mercedes-AMG GT3 Evo #8: „Das Qualifying war perfekt und wir hatten in der ersten Startreihe eine gute Chance, ganz vorne mitzufahren. Die Aktion von Jan war dann sehr unglücklich. Er hat als junger Pilot mit Slicks auf nasser Fahrbahn, wo das Auto sehr sensibel ist, noch nicht so viel Erfahrung. Wir haben alle solche Fehler gemacht, Jan musste es auf die harte Tour im Rennen, beziehungsweise der Einführungsrunde lernen. Aber wir sind Profis, morgen ist ein neuer Tag und ein neues Rennen.“

Ezequiel Perez Companc, Madpanda Motorsport, Mercedes-AMG GT3 Evo #90: „Im Qualifying sind wir früh vor dem Regen auf die Strecke gegangen. Das war richtig, aber wenn es trocken geblieben wäre, hätten wir noch weiter vorne stehen können. Das Rennen haben wir als Vierte mit Regenreifen begonnen, was sich als falsch herausgestellt hat, denn die Strecke trocknete sehr schnell ab. Wir mussten auf Slicks wechseln und fielen weit zurück. Unsere Strategie ist leider nicht aufgegangen, aber so etwas passiert. Wir gehen optimistisch in das Rennen am Sonntag, denn unsere Pace ist gut und wir werden wieder alles geben, um vorne mit dabei zu sein.“

Christopher Mies, Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #1: „Der Start war nicht so gut. Wir sind von Rang sieben auf Platz 15 zurückgefallen und am Ende Neunter geworden. Das Auto war sehr gut, wir haben die schnellste Runde erzielt und hätten durchaus vorn mitfahren können. Leider war es sehr schwierig, auf der Strecke zu überholen, aber mit unserer Pace wäre ein Platz auf dem Podium möglich gewesen.“

Niklas Krütten, Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #10: „Das war ein schwieriges Rennen heute. Im Qualifying haben wir uns verkalkuliert und zu lange in der Box gewartet, während die anderen ihre Bestzeit gesetzt haben. Ben hatte im Rennen Probleme mit der Balance des Autos, zudem ist es schwer, in Zandvoort zu überholen. Nachdem ich das Fahrzeug übernommen hatte, gelangen mir ein paar gute Runden. Dann ließen die Reifen nach und schließlich kam es zu dem Vorfall mit Christopher Haase, weswegen wir das Auto abstellen mussten. Am Ende des Tages hat das aber auch nicht viel an unserem Ergebnis geändert.“