ADAC GT Masters

ADAC GT Masters·14.9.2022

ADAC GT Masters trauert um Gerd Beisel

Das ADAC GT Masters trauert um den ehemaligen Fahrer und Teambesitzer Gerd Beisel. Der Gründer des RWT Racing Team starb am 8. September nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren.

Nachdem Beisel mit seinem Team RWT Racing rund eine Dekade mit verschiedenen Sportprototypen unterwegs war, nahmen der Unternehmer aus Eberbach im Odenwald mit einer Corvette Z06.R GT3 und seinem Schwiegersohn Sven Barth in der Saison 2013 an drei Veranstaltungen des ADAC GT Masters teil. Schon der erste Einsatz am Sachsenring glückte, Beisel und Barth gewannen im Sonntagsrennen auf Anhieb die Trophy-Wertung. Die drei Testeinsätze in der Saison 2013 waren der Wegbereiter für einen Einstieg in die Serie im darauffolgenden Jahr.

Teambesitzer Beisel wechselte dafür vom Cockpit an die Boxenmauer und agierte sechs Jahre lang als Teamchef des kleinen Rennstalls im ADAC GT Masters. Der Motorsport-Enthusiast mit der ruhigen, tiefen Stimme genoss jede Sekunde im Fahrerlager und war ein gefragter Gesprächspartner. Wer am Abend eines Renntags im Fahrerlager am Wohnmobil von Beisel vorbeischaute, durfte sicher sein, dass anschließende Gespräche nicht ohne ein gutes Glas Rotwein abliefen.

Sportlich konnte das Corvette-Team von Beisel mit seinen Z06.R GT3 und C7 GT3-R immer wieder Glanzpunkte setzen. In der ersten vollen Saison gelang dem Team 2014 mit Sven Barth und David Jahn im Samstagsrennen am Nürburgring ein Laufsieg. 2016 gewann Remo Lips die Trophy Wertung mit einer RWT-Corvette, 2019 holte Barth den Trophy-Titel und beendete die Saison gemeinsam mit David Jahn auf Tabellenplatz sieben.