ADAC GT Masters

ADAC GT Masters·23.4.2021

Notizen vom Vorsaisontest des ADAC GT Masters

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Die zweitägigen Testfahrten des ADAC GT Masters in dieser Woche lieferten zahlreiche interessante Geschichten. Ein Blick in das Notizbuch von Oschersleben.

Phoenix-Comeback

Phoenix Racing kehrte in Oschersleben erstmals seit 2018 wieder ins ADAC GT Masters zurück. Das neue Fahrerduo Patric Niederhauser und Rookie Jusuf Owega fuhr im Audi R8 LMS des Rennstalls aus Meuspath mit insgesamt 164 die zweitmeisten Runden beim Test.
„Für uns als Team war der Test sehr erfolgreich“, bilanzierte Teammanager Jean-Luc Tille. „Wir konnten beide Tage ohne irgendwelche Zwischenfälle durchfahren und haben mit unseren neuen Fahrern ein umfangreiches Testprogramm abgespult. Wir haben viele Erkenntnisse gesammelt und haben das Set-up in eine gute Richtung weiterentwickelt. In den beiden letzten Sessions waren wir jeweils der schnellste Audi, das bringt natürlich Selbstvertrauen für das erste Rennwochenende.“

Vielversprechender Umstieg

Nach dem Markenwechsel zu Porsche drehte MRS GT-Racing in Oschersleben erste Runden mit dem frisch erworbenen 911 GT3 R und beeindruckte auf Anhieb. Neuzugang Maximilian Hackländer fuhr die insgesamt achtschnellste Zeit des Tests, in der Tageswertung vom Dienstag lag er sogar auf Platz zwei. „Der Test hat alle Erwartungen übertroffen“, so Teammanagerin Iris Dorr. „Wir haben den Porsche last Minute bekommen und hatten nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Vor Oschersleben sind wir noch keinen Meter mit dem Auto gefahren. Wir hatten beim Test überhaupt keine Probleme, die Mechaniker haben im Vorfeld einen super Job gemacht. Maximilian war sensationell unterwegs. Der Porsche scheint ihm zu liegen. Er hat auf Anhieb überzeugt.“ Das Team hofft, den zweiten Fahrer in der kommenden Woche bestätigen zu können.

Dauerrenner

Der Fleißpreis beim Test ging an das Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing. Der Mercedes-AMG GT3 Evo von Jules Gounon und Constantin Schöll absolvierte 166 Runden – so viele wie kein anderes Fahrzeug bei der Saisongeneralprobe.

Neuer Look

Yaco Racing präsentierte in Oschersleben die Piloten und das Fahrzeugdesign für die neue Saison. Wie beim Gaststart im vergangenen Jahr auf dem Red Bull Ring tritt das Team aus Plauen mit den Österreichern Norbert Siedler und Simon Reicher an. Neu ist der champagnerfarbene Look des Audi R8 LMS, der als Retroelement Pin-up-Girls im Stil der 1960er-Jahre umfasst.

Premiere

Seinen ersten Auftritt im ADAC GT Masters hatte das Mann-Filter Team Landgraf-HTP WWR. Die Mannschaft aus Rheinland-Pfalz setzt in dieser Saison einen Mercedes-AMG GT3 Evo für die Werksfahrer Maximilian Buhk und Raffaele Marciello ein. „Es hat mich gefreut, erstmals seit 2018 wieder in Oschersleben zu sein“, so Buhk. „Da das Team das Auto erst spät bekommen hat, war der erste Tag eher ein Roll-out. Es ging vor allem darum, es einzufahren. Das hat gut geklappt, es gab keine Probleme. Am Mittwoch haben wir dann am Set-up gearbeitet. Wir waren schnell aussortiert und sind mit dem Ergebnis zufrieden. Sowohl für das Team, aber auch für ‚Lello‘ und mich ist der Mercedes-AMG ja nicht neu. Bis zum Saisonauftakt wollen wir noch weitere Kilometer abspulen.“

Kurzer Test

Das Team Joos Sportwagentechnik musste den Test in Oschersleben vorzeitig beenden, da der Porsche 911 GT3 R von Marco Holzer und Johannes Stengel am Dienstag einen Unfall hatte. Der Schaden war vor Ort nicht reparabel.

Späte Anreise

Team WRT und Rutronik Racing by Tece testeten in Oschersleben nur am Mittwoch. Das Team WRT hatte am vergangenen Wochenende noch Renneinsätze in Monza und Barcelona bestritten und kam deshalb verspätet in die Magdeburger Börde. Trotzdem waren die Belgier schnell unterwegs: Audi-Sport-Pilot Dries Vanthoor fuhr am Mittwochmorgen auf Anhieb Bestzeit und beendete den Test als Gesamtdritter und damit als bestplatzierter Fahrer eines R8 LMS.

Erfahrung gesammelt

ADAC GT4 Germany-Aufsteiger Luca-Sandro Trefz sammelte in Oschersleben wichtige Kilometer im Audi von Montaplast by Land-Motorsport. „Für mich als GT3-Neuling ist es wichtig, viel Fahrzeit zu haben“, sagte der 19 Jahre alte ADAC Stiftung Sport-Förderpilot. „Denn der Audi ist viel schneller und agiler als der GT4-Mercedes-AMG aus dem Vorjahr. Auch die Aerodynamik spielt eine viel wichtigere Rolle. Aber es lief ganz gut. Wir haben viel ausprobieren können, viele Daten gesammelt und waren konkurrenzfähig.“

Hilfsbereit

Obwohl T3 Motorsport den ADAC GT Masters-Test in Oschersleben auslassen musste – der Rennstall wartet noch auf die Lieferung der neuen Lamborghini Huracán GT3 Evo – war Stammpilot Maximilian Paul vor Ort: Der 21-Jährige unterstützte die ADAC GT4 Germany-Mannschaft der Dresdner und deren Fahrer mit Rat und Tat. Die Lamborghini für die Deutsche GT-Meisterschaft sollen in der kommenden Woche angeliefert werden. „Danach wollen wir in Hockenheim und Oschersleben testen gehen“, sagt Teamchef Jens Feucht.