Nach einjähriger Pause ist das traditionsreiche Teterower Bergringrennen eindrucksvoll zurückgekehrt. Bei der 103. Auflage der wohl spektakulärsten Grasbahnveranstaltung Deutschlands erlebten die Zuschauerinnen und Zuschauer zu Pfingsten spannenden Motorsport, starke Leistungen und ein Comeback, das Mut für die Zukunft macht.
Insgesamt kamen rund 12.000 Besucherinnen und Besucher nach Teterow: 5.000 am Sonnabend zum Auerhahnpokal in die Speedwayarena und 7.000 am Pfingstsonntag zum klassischen Bergringrennen. Schon der Samstagabend brachte dabei einen besonderen Moment: Der 21-jährige Deutsche Norick Blödorn gewann den Auerhahnpokal. Damit blieb die Trophäe bei der 21. Auflage erstmals in Deutschland.
Nachdem die Veranstaltung im Vorjahr aus organisatorischen Gründen ausfallen musste, war die Erleichterung bei Fans, Aktiven und Organisatoren groß. Veranstaltungsleiter Adi Schlaak brachte es auf den Punkt: „Wir haben den Bergring aus seinem Schlummerschlaf geholt. Die Zuschauer haben gezeigt, dass sie den Bergring wollen.“
Sportlich war am Sonntag einmal mehr Paul Cooper das Maß aller Dinge. Der Brite gewann in der Königsklasse sowohl das Grüne Band als auch den Bergringpokal. Besonders erfreulich aus regionaler Sicht: Mika Frehse aus Wismar, der für den MC Bergring Teterow startet, überzeugte bei seinem Debüt auf der 1.877 Meter langen Grasbahn und wurde in beiden Hauptrennen Zweiter.
Auch in den weiteren Klassen gab es starke Leistungen. Den Hechtjungenpokal der Speed-Crosser gewann der Niederländer Erwin Mulder vor Simon Schmidt vom MC Bergring Teterow und Nils Steegen vom MC Rehna. Den erstmals ausgefahrenen ADAC Silberhelm sicherte sich Simon Schmidt vor Dino Skoppek aus Schwerin und Marcel Vlig aus den Niederlanden. Schnellste Amazone war Tanja Schlosser aus Weißenborn, bei den Quads triumphierte Marcus Rux aus Groß Wokern.
Trotz des gelungenen Wochenendes ist klar: Der Bergring ist noch nicht endgültig über den Berg. Für eine dauerhafte Zukunft braucht es tragfähige Strukturen und neue Konzepte. Doch die 103. Auflage hat gezeigt, wie groß die Begeisterung für diese besondere Motorsportveranstaltung weiterhin ist. Der Bergring lebt — und Teterow hat wieder gespürt, was Pfingsten hier bedeutet.
